(openPR) In einer neuen Studie distanziert sich die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von ihrer langjährigen Forderung nach einer Erhöhung der Akademikerquote. Nach dieser gefährden mehr Akademiker sogar das Wirtschaftswachstum eines Landes. Damit würdigt die OECD das duale Prinzip der Berufsbildung nach deutschem Vorbild
Gleichzeitig erkennt die OECD die Berufliche Bildung als gleichwertig zu den Abschlüssen an Universitäten und Fachhochschulen an. „Lieber spät als nie“, kommentiert Dr. Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade. „Damit würdigt die OECD das duale Prinzip der Berufsbildung nach deutschem Vorbild. Diese stand viel zu lange im Schatten der Hochschulbildung. Jetzt dürfen auch wir im Inland langsam den Wert der beruflichen Bildung glauben und anerkennen.“
Die Studie kommt nämlich zu dem Schluss, dass nicht die längste schulische oder akademische Qualifikation die beste ist. Vielmehr sei die richtige Qualifikation der Schlüssel für den beruflichen Erfolg und persönlichen Erfolg von Jugendlichen und das Wirtschaftswachstum eines Landes insgesamt. Die Berufliche Bildung nach dem dualen Prinzip habe sich hier international bewährt, was an der besonders niedrigen Jugendarbeitslosigkeit Deutschlands zu sehen sei.
„Wir arbeiten schon seit langem daran, die berufliche Bildung, auch unter dem Aspekt, dass Jugendliche zunehmend heterogener geworden sind, zu fördern und in eine duale Ausbildung zu bringen. Dabei haben sich beispielsweise Förderprogramme wie das derzeit unter der Bezeichnung „Neue Wege in die duale Berufsausbildung“ des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als besonders erfolgreich herauskristallisiert“ so Bildungsexperte Falk, und „der gesunde Mix von praktischer und theoretischer Ausbildung ist der Garant für ein erfolgreiches Berufsleben. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat hier vielen schmerzlich aufgezeigt, wo Fehler in den Systemen liegen. Ich bin beeindruckt, dass die OECD ihre früher unvollständigen Aussagen relativiert und ins richtige Licht rückt.“
Besonders wichtig sei weiter, dass die Verantwortlichen in der Politik auch im Inland den Wert der dualen Berufsausbildung erkennen und deren Bedeutung wieder deutlich stärken.












