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Was Burnout und Depression mit entschleunigen und Gedankenhygiene zu tun hat

24.07.2013 • 17:19 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Was Burnout und Depression mit entschleunigen und Gedankenhygiene zu tun hat
Jim Bertlein bereitet die Teilnehmer auf den Feuerlauf vor
Jim Bertlein bereitet die Teilnehmer auf den Feuerlauf vor

(openPR) Vor einigen Jahren gab es die Depression. Dann kam Burnout hinzu und die Zahlen der Burnout erkrankten schossen in die Höhe. Es gibt kein definiertes Krankheitsbild für Burnout. Dies macht es besonders für diejenigen, die Burnout diagnostizieren schwer. Laut einer DAK-Studie gab es im Jahr 2012 zehn Fehltage pro 100 Versicherte wegen Burnout. In wie weit man einer Statistik einer Krankenkasse trauen darf, sei an dieser Stelle dahingestellt.


Woran liegt es?
Wir leben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Immer Höher, Weiter, Schneller. Ein Leben auf der Überholspur. Hierdurch nimmt der Stress gewaltig zu und ganz egal welchen Namen man dem Kind gibt, eines ist sicher: zu viel Stress ist ungesund.
Was tun?
„Entschleunigen“, sagt Mentalwerker Ole Schartmann, „es ist wichtig, sich selbst Ruhepausen zu gönnen, den Kopf auf der einen Seite freizubekommen und auf der anderen Seite über sich selbst nachzudenken“.
Ole Schartmann war 2012 mit seinem Trainerkollegen Jim Bertlein in Uruguay. Allerdings machten die zwei dort nicht einfach nur Urlaub, sondern sie entschleunigten. Vier Tage und vier Nächte lang verbrachten beide, jeweils alleine unter einem Baum. „Vier Tage und vier Nächte nur Du und die Natur. Außer einem Schlafsack, einer Isomatte, Moskitonetz und der Straßenkleidung die wir trugen, hatten wir nichts. Kein Essen, kein Trinken, nicht reden“, erzählt Bertlein. Das ist genug Zeit zum entschleunigen und sich wieder auf das wirklich wichtige zu konzentrieren: Auf sich selbst.
Jim Bertlein sieht in den steigenden Zahlen für Burnout und Depressionen einen weiteren Grund: Die Gedankenhygiene. Der amerikanische Marketing-Trainer, Murray Raphel sagte mal: „Wenn man das Klagen, Lamentieren und Meckern wegstreicht, dann bleibt bei den meisten Menschen nicht mehr viel übrig“. Die meisten Menschen nutzen ihre Zeit um den Schuldigen zu suchen, der das Kind in den Brunnen geworfen hat, anstatt eine Lösung zu finden, wie man das Kind wieder aus dem Brunnen heraus bekommt. Wir Deutsche haben gelernt uns mehr auf das Problem zu konzentrieren als nach einer Lösung zu suchen. Das verursacht Stress. Beide Trainer arbeiten eng zusammen und bieten ein Konzeptseminar an. Bei diesem Seminar wird entschleunigt und die Gedankenhygiene verfeinert um anschließend wieder Durchstarten zu können.
In dem Seminar von Schartmann und Bertlein, namens „Es ist Dein Leben – Denn Du bist wer Du bist und Du weißt wer das ist“, finden die Teilnehmer in sechs Tagen, wieder zurück zum Ich, entdecken neue zielführende Denkstrategien und wie Ziele erreichbar formuliert werden. Sie verbringen 30 Stunden alleine unter einem Baum in den Weiten Brandenburgs. „Wir haben einen Seminarort rausgesucht, an dem andere Menschen Urlaub machen, das Seminar ist wie ein Weiterbildungsurlaub“, sagt Bertlein. Das große Finale ist ein Feuerlauf, bei dem jeder Teilnehmer seine Grenzen sprengen kann. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt, denn Schartmann und Bertlein wollen jedem Teilnehmer gerecht werden.

10 Tipps, um Stress zu vermeiden und abzubauen:
1. Fragen Sie nicht wer Schuld hat, sondern suchen Sie nach Lösungen. Das geht ganz einfach, indem Sie ihre Sätze mit „Wie ....“ beginnen. Nicht nur die Körperhygiene, sondern auch die Gedankenhygiene sollte täglich stattfinden
2. Nehmen Sie nur konstruktives Feedback an, unfaires und unwahres Feedback lassen Sie einfach an sich vorbei ziehen
3. Machen Sie sich Ihre Erfolge bewusst. Am besten Sie schreiben sich Ihre Erfolge jeden Abend auf. Anfangs wird es Ihnen vielleicht schwer fallen, aber schon bald werden Sie Ihren Fokus auf Erfolg legen
4. Loben Sie sich selbst, klopfen Sie sich ruhig auch mal auf die Schulter
5. Denken Sie immer daran, Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben. Das ist gesunder Egoismus
6. Gönnen Sie sich Ruhepausen und Entspannung. Ganz wie Sie wollen, ein Sauna Aufenthalt, eine Massage und so weiter
7. Schalten Sie für Ihre Ruhepause Handy, Ipad, Pc, Facebook und Co aus. Am besten auch den Fernseher und das Radio
8. Machen Sie Sport. Dabei schüttet Ihr Körper Endorphine aus und Sie fühlen sich besser
9. Lachen ist die Beste Medizin. Schauen Sie sich einen lustigen Film an, oder noch besser verbringen Sie einen lustigen Abend mit Ihren Freunden
10. Machen Sie einfach was Gutes, ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Am Besten Anonym und erfreuen Sie sich über die Freude die Sie Anderen damit bereiten. Beispielsweise beim Bäcker einfach zwei Brötchen mehr bezahlen für den nächsten Käufer.

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