(openPR) Heiligenberg, 17.07.2013. So, oder so ähnlich könnte eine Geschichte beginnen, die von einem tatsächlichen Erlebnis oder unerwartetem Schicksalsschlag erzählt. Hat nicht jeder von uns diesen Moment schon erlebt, wo sich Unfassbares auftut und plötzlich scheint es ganz so, als würde das Leben stillstehen?
So in etwa müssen sich die Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima (Japan), noch vor allen anderen Menschen dieser Erde gefühlt haben, als das Meer plötzlich in den Atommeiler strömte. Als die Arbeiter in dem Kraftwerk plötzlich erfassten, dass Meerwasser ungehindert einströmte. Berichten zufolge gingen die Lichter aus und die Arbeiter hatten sich hilflos, ängstlich und hoffnungslos verlassen und ausgeliefert gefühlt. Zahllose Berichte erzählen davon, dass Arbeiter in Schutzmontur in einen stark verstrahlten Bereich gegangen seien, junge Kollegen aber aufgrund der hohen Strahlung daran gehindert wurden. Die Hitze in dem stark verstrahlten Bereich sei so groß gewesen, dass sogar die Stiefel geschmolzen seien.
Am 11. März 2011, blieb das Leben auf der ganzen Welt für einen Moment still stehen. Es blieb stehen und füllte die Herzen der Menschen mit Angst und Entsetzen über die katastrophale Kernschmelze in drei Reaktoren des Kernkraftwerkes. Es war die Reaktorhavarie, die auch in Deutschland wohl die größte öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zog.
So groß, dass die Bundesregierung sich entschloss, den Atomausstieg zu verkünden und die schon lange geplante und vollkommen unterschätzte Energiewende endlich tatkräftig und zielorientiert anzupacken, denn alle waren sich einig, dass sich ein solch schrecklicher Vorfall auf keinen Fall wiederholen dürfe.
Zwei Jahre später scheint alles vergessen. Die Politik verbreitet weiter Fehlinformationen zum Thema Strompreis, der Umweltminister verkündet laut Medienberichten mit stolz geschwellter Brust über die Erfolge beim Einbremsen der Solarenergie. Atomkraftwerksbetreiber stellen Anträge auf Ausweitung von Kapazitäten und Laufzeitverlängerung und zusätzlich sind schon wieder neue Kohlekraftwerke in Planung. Welch verkehrte Welt, die immer nur dann zum Stillstand, Innehalten und Nachdenken anregt, wenn sich Schreckliches ereignet, um sich dann ganz plötzlich unendlich schnell in Absurditäten und Gleichgültigkeiten zu verlieren.
Mit welchem Recht verschiebt eine verantwortliche Regierung ein so wichtiges Thema, wie die Energiewende auf nach der Bundestagswahl? Mit welchem Recht wehren sich Atomindustrie Befürworter gegen Endmülllager vor ihrer Haustüre und fordern diese weit weg von ihrem Wohnort? Warum kann nicht jeder ein „kleines Fässchen“ in seinem Keller aufbewahren, wo diese Technologie doch so sicher ist? Keine Angst, als Befürworter besagter Technologie kann man sich bei dem ein oder anderen Kraftwerk den Flyer für den Ernstfall von der Internetseite laden. Ein Ernstfall, der ja nie eintritt, weil diese Technologie doch so sicher ist. Das mit dem Flyer ist nur so, weil der Platz auf der Internetseite ja ausgefüllt werden muss. Da bleibt ja sonst ein Loch.
Warum nur versinken wir oft nach so erschreckenden Vorfällen wieder in Gleichmut und Gleichgültigkeit, wo unser Land doch noch über so viele leer stehende Dachflächen verfügt, die ganz einfach mit einer sicheren und sauberen Technologie ausgestattet Strom für jeden produzieren können und damit auch diesen unsäglichen Netzausbau zu großen Teilen überflüssig machen könnte, denn Strom wird dort erzeugt, wo er auch verbraucht wird.
Jeder kann seinen eigenen Strombedarf erzeugen und absichern, auch ohne politische Zustimmung oder Ablehnung. Millionen Menschen profitieren von Solarenergie. Schnell, einfach, unkompliziert und sicher übernehmen diese Menschen täglich ihre eigene Stromversorgung, und damit auch Verantwortung, für sich und unsere Erde, über Generationen hinaus. Nach dem Motto: „Nur wer mitmacht, kann gewinnen“.
Am 16. Juli von 6 Uhr bis ca. 21:15 Uhr haben die PV-Anlagen in unserem Land Strom erzeugt. Nach ersten Schätzungen handelt es sich um ca. 200 Millionen kWh (200 GWh). Und das wird mehr sein als die Atomanlagen an diesem Tag produziert haben. Rechnerisch werden einige Stunden lang alle Haushalte aber auch alle Gewerbe- und Industriebetriebe z.B. in Schwaben, voll aus Solaranlagen versorgt worden sein.
Ohne Treibhausgase, Uranabbauwüsten, Atommüll usw. zu erzeugen. Und ohne endliche Rohstoffe zu verbrauchen. Heute kann man stolz auf Deutschland sein.
Auf Solarenergie zu setzen ist eine lohnende Investition für Mensch und Umwelt.
Mach mit und kämpf für ein lebenswertes Leben!













