(openPR) Mücke, Sturm & Company zeigt, wie IFTTT den Smart-Home-Markt radikal verändern kann
München, 4. Juli 2013 – Der Dienst IFTTT (If This Then That) stellt einen großen Schritt zum „Internet der Dinge“ dar. Ursprünglich wurde der Dienst entwickelt, um diverse Webservices miteinander zu verknüpfen. Inzwischen hat IFTTT sein Angebot um internetfähige Geräte erweitert und ebnet so den Weg für ein neues Smart-Home-Ökosystem. Die Managementberatung Mücke, Sturm & Company hat analysiert, welche Veränderungen durch IFTTT im Smart-Home-Markt zu erwarten sind und gibt Empfehlungen für Anbieter von Insel- und Plattformlösungen. „Anbietern von Insellösungen eröffnet IFTTT neue Potenziale. Anbieter von Plattformlösungen müssen dagegen reagieren und kreativ sein – IFTTT kann durch die Fähigkeit, verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller zu verbinden, ihre zentrale USP unterwandern“, macht Michael Mücke, Managing Partner bei Mücke, Sturm & Company, deutlich.
IFTTT kann Smart Home Anwendungen fundamental ändern
Der Dienst IFTTT ermöglicht die automatische Verknüpfung verschiedener Webdienste sowie internetfähiger Geräte. Bislang kann IFTTT die Funktionen von ungefähr 60 Online-Services miteinander verknüpfen, wie zum Beispiel Facebook, YouTube, Instagram und Dropbox. Hinter dem Kürzel IFTTT verbirgt sich das Prinzip „If This Then That“: Ein Ereignis bei Dienst A löst automatisch eine Aktion bei Dienst B aus. Beispiel: Fotos, auf denen man bei Facebook markiert wird, werden automatisch in der eigenen Dropbox gespeichert.
Im Bereich Smart Home ermöglicht IFTTT derzeit bereits die Nutzung von drei neuen Auslösern (so genannte “Trigger”). So können über IFTTT Geräte über neue Remote Control Elemente wie z. B. Siri gesteuert, zwei unterschiedliche Geräte, wie z. B. der WeMo Bewegungsmelder und die Lichtlösung Hue von Philips, miteinander verbunden sowie externe Services wie beispielsweise die Wetterprognose als Trigger genutzt werden. Zukünftig werden durch den geräteübergreifenden Datentransfer und der komplexen und intelligenten Verknüpfungen mehrerer Geräte und Internetdienste ungeahnte Einsatzszenarien gerade im Smart-Home-Bereich möglich sein und den Markt damit grundlegend verändern.
IFTTT – eine disruptive Technologie mit Big Bang Potenzial?
Steht uns mit IFTTT ein Big Bang bevor? MS&C hat in ihrer Analyse festgestellt, dass IFTTT die drei typischen Merkmale einer neuen disruptiven Technologie zeigt:
1. Ungehinderte Entwicklung: IFTTT wurde beinahe unbeachtet aus einem persönlichen Experiment heraus entwickelt und auf den Massenmarkt vorbereitet. Die Technologie befriedigt auf innovative, aber einfache Weise die Kundenbedürfnisse in der modernen digitalen Welt.
2. Ungehemmtes Wachstum: IFTTT ist kostenlos und war ursprünglich nicht für die Verbindung von Geräten gedacht. Daher haben die Wettbewerber - insbesondere Anbieter von Plattformlösungen in der Smart Home Branche - IFTTT nicht als Konkurrenz wahrgenommen.
3. Undisziplinierte Strategie: IFTTT hebelt die drei traditionell möglichen strategischen Positionen von Unternehmen aus, indem der Dienst überall führend ist: IFTTT ist kostenlos – und damit im Preiskampf unschlagbar. IFTTT ist Produktführer, da durch ständige Neuerungen (z.B. Trigger, Channels, Erscheinungsbild etc.) eine konstante Verbesserung des Dienstes gewährleistet ist. Hierbei bezieht IFTTT regelmäßig seine Kunden mit ein. Zudem ist IFTTT stark kundenzentriert durch die Integration persönlicher Kommunikationskanäle wie E-Mail, SMS und Voice.
IFTTT weist damit sogar Merkmale einer Urknall-Disruption auf, bei der die anderen Marktteilnehmer auf die Bedrohung nicht mehr reagieren können: Seit dem offiziellen Start im September 2011 weist IFTTT dreistellige Wachstumsraten auf und verfügt inzwischen über beinahe vier Millionen Recipes (Verknüpfungsmöglichkeiten). Durch die Integration von Big Playern wie Facebook und Twitter hat IFTTT ein riesiges Kundenpotenzial - die soziale Komponente (das Teilen von Recipes) fördert das Wachstum zusätzlich.
Wer profitiert von IFTTT im Smart-Home-Markt?
Von IFTTT können insbesondere Insellösungen und Anbieter offener Plattformen enorm profitieren. Anbieter von Plattformlösungen sollten deshalb schnell reagieren und ihren USP stärken, denn eines ist sicher: IFTTT ebnet den Weg für ein neues Smart-Home-Ökosystem, das aktuelle Plattformlösungen verdrängen könnte.
MS&C empfiehlt Anbietern von Insel- und Plattformlösungen daher unterschiedliche Strategien. Durch die konsequente Unterstützung von IFTTT können Anbieter von spezialisierten Lösungen dem Kunden einen Funktionsumfang bieten, den bisher nur Plattformanbieter bereitstellen können, ohne ihre Stärke der Spezialisierung aufzugeben.
Plattformanbieter hingegen können der Bedrohung durch IFTTT durch Imitation des Dienstes wirksam begegnen.
Das Flash Insight IFTTT kann unter www.muecke-sturm.de/de/publikationen/whitepaper/ifttt kostenlos heruntergeladen werden.












