(openPR) "Frohe Fährien im frischen Norden" jetzt auch auf einer speziellen Route für Autofahrer und Wohnmobilisten
Kiel / Hannover. Der Ausbau der jüngsten deutschen Ferienstraße tritt 2006 in ein neues Stadium. Am "Scharnier" der länderübergreifenden "Deutschen Fährstraße" Bremervörde - Kiel, an der Elbfähre Glückstadt - Wischhafen, erfolgt am Freitag, 20. Januar, der offizielle Auftakt zur Ausschilderung der Autoroute im Zuge der rund 250 Kilometer langen "Fährienstraße".
Die Route verbindet den niedersächsischen Elb-Nebenfluß Oste mit der Ostsee und berührt rund 50 Fähren, Brücken, Sperrwerke, Schleusen und andere maritime Sehenswürdigkeiten, darunter die deutschlandweit einzigartigen historischen Schwebefähren über der Oste zwischen Osten und Hemmoor (Niedersachsen) und über den Nord-Ostsee-Kanal zwischen Rendsburg und Osterrönfeld (Schleswig-Holstein).
Am Elbfähren-Anleger in Wischhafen wird um 10 Uhr der Bürgermeister der Samtgemeinde Kehdingen, Edgar Goedecke, das erste Autorouten-Schild auf niedersächsischem Boden enthüllen. Nach der Überfahrt über die Elbe und einem kleinen Empfang an Bord der Elbfähre nimmt sein Glückstädter Kollege Gerhard Blasberg (kleines Foto) den ersten Spatenstich für die Aufstellung des ersten Schildes in Schleswig-Holstein vor.
Auf der Elbfähre werden Vertreter der ehrenamtlich tätigen AG Osteland, der das Projektmanagement der Route obliegt, einen neuen 16-seitigen Flyer vorstellen, der mit Hilfe der EU und der Anrainer-Gemeinden hergestellt worden ist und der im neuen Jahr bundesweit in einer Auflage von 100 000 Exemplaren verbreitet werden soll. Das Faltblatt zeigt Sehenswürdigkeiten und Unterkunftsmöglichkeiten entlang der Route, die seit ihrer Eröffnung im Mai 2004 mit dem Slogan "Frohe Fährien im frischen Norden" beworben wird.
Neben der sogenannten "roten Route" für Auto- und Wohnmobilfahrer umfaßt die maritime Ferienstraße auch eine bereits im vorigen Sommer vom ADFC eröffnete separate "grüne Route" für Radfahrer, die in Niedersachsen komplett ausgeschildert ist und in Schleswig-Holstein dem Begleitweg des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) folgt. Eine "blaue Route" für Skipper führt vom Sportboothafen in Bremervörde (Landkreis Rotemburg/Wümme) über Oste, Unterelbe und NOK bis zur Kieler Förde.
Zwischen einer historischen Furt ("vörde") in Bremervörde und der Kieler Förde, wo mit der "Color Fantasy" das modernste "Kreuzfährschiff" der Welt festmacht, können Touristen alle Möglichkeiten kennenlernen, die der Mensch je ersonnen hat, um ein Gewässer zu queren, darunter sogar noch eine traditionelle, mit Muskelkraft betriebene Prahmfähre auf der Oste und den Kanaltunnel in Rendsburg mit einer der längsten Rolltreppen Europas.
Als zusätzliche Attraktion wird ab April 2006 nach vierjähriger Pause die älteste Schwebefähre Deutschlands in Osten wieder für touristische Demonstrationsfahrten zur Verfügung stehen. Die rund 1,5 Millionen Euro teure Sanierung des 1909 von einem Eiffel-Schüler konstruierten nationalen Baudenkmals ("Eiffelturm des Nordens") steht kurz vor dem Abschluß.
Die Deutsche Fährstraße war im Mai 2004 von Vertretern der AG Osteland und der Tourist-Info NOK und mit Grußworten der Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein und Niedersachsen eröffnet worden. Die Route biete "eine der schönsten und zugleich aufregendsten Möglichkeiten, Norddeutschland zu entdecken", erklärte damals die Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz.
Finanziert wurde die Ausschilderung der Ferienstraße mit EU-Geldern des Amtes für Landentwicklung in Bremerhaven, den Volksbanken sowie den Städten Brunsbüttel und Bremervörde, der Gemeinde Burg (Dithmarschen) und den Samtgemeinden Nordkehdingen, Am Dobrock, Hemmoor, Börde Lamstedt, Himmelpforten und Oldendorf.












