(openPR) Private Initiative hat Sachspenden im Wert von knapp 11.000 Euro für die Flutopfer nach Dresden gebracht
Reutlingen/Dresden – Fast so schnell wie das Wasser kam auch die Hilfe für Betroffene des Hochwassers in der Region zustande – kurz nachdem Steffen Jung und Jessica Hermand sich zusammengetan hatten, wurde am 04. Juni 2013 die Seite „Hochwasser Reutlingen/Tübingen auch hinterher wird Hilfe benötigt” bei Facebook (ein soziales Netzwerk) eingerichtet.
„Der Grundgedanke hierbei war, dass sich Helfer und Betroffene aus der Region Neckar-Alb auf dieser Seite finden können“, so Jessica Hermand. Bereits kurze Zeit später war ersichtlich, dass die Region noch glimpflich davongekommen ist. In dieser Zeit reiste ein Bekannter von Jungs mit der Freiwilligen Feuerwehr Fichtenberg (Lkr. Schwäbisch-Hall) nach Dresden, um dort Hilfe zu leisten.
Für die Koordinatoren zeichnete sich aufgrund des regen Zuspruchs der Spender zu diesem Zeitpunkt bereits ab, dass nicht alle gespendeten Möbel, Kleidungsstücke und Spielsachen in der Region benötigt werden würden. So kam es zu einem weiteren Gedankenaustausch zwischen Hermand und Jung bei dem entschieden wurde, die ganze Aktion auf die sächsische Metropole Dresden auszuweiten.
Um die Idee in die Tat umzusetzen kontaktierte Jung neben der Reutlinger Stadtverwaltung auch drei Speditionen, denn wo sollten die Spenden gelagert und wie nach Dresden verbracht werden? Und nicht zu vergessen – wie sollten die Spenden in Dresden verteilt werden?
„Tausendsassa“ Jung fand zuerst im Sickenhäuser Bezirksbürgermeister Erich Fritz einen Unterstützer, der vor Ort eine Lagermöglichkeit zur Verfügung stellte. Bezirksbürgermeister Fritz: „Wir fanden schnell eine Lösung und unterstützten diese Aktion sehr gern“.
Bei den drei angefragten Speditionen lief er ebenfalls offene Türen ein, im Verlauf aufkommende Problemstellungen konnten schnell geklärt werden. In Dresden wiederum fand man mit dem Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk Dresden e.V. (SUFW e.V.), der unter anderem einen sozialen Möbeldienst unterhält, einen Partner vor Ort, der die Spendenverteilung übernehmen konnte.
Somit stand der zwölftägigen Spendenannahme vom 09. bis zum 20. Juni nichts mehr im Wege. Mehrere Privatpersonen unterstützen die Aktion, die in Reutlingen von Hermand weiter koordiniert wurde, bei der Spendenannahme. Spenden die nicht zum Sammelort gebracht werden konnten, wurden sogar von einer Helferin direkt bei den Spendern abgeholt. Mit der Manpower von 15 Helfern wurde am 21. Juni ab 15:00 Uhr ein Sattelzug der Reutlinger Großspedition Willi Betz beladen. Am Ende stand hier kaum mehr Platz zur Verfügung. Willi Betz-Pressesprecherin Anja Herrmann: „Wir finden so viel freiwilliges Engagement ist es wert, unterstützt zu werden“.
Die von Steffen Jung begleitete Hilfslieferung vom Fuße der schwäbischen Alb konnte so in den frühen Morgenstunden des 24. Juni auf den Weg nach Sachsen starten. Vor Ort waren die Spenden durch Mitarbeiter des SUFW e.V. zügig abgeladen und es wurde kurz darauf damit begonnen, die Spenden an Betroffene auszugeben. Michael Rönsch, Bereichsleiter Beschäftigung des SUFW: „Wir waren überrascht mit viel Einsatz und Engagement eine private Initiative gestartet wurde, um den Geschädigten der Flut zu helfen. Als Beauftragte der Stadt Dresden werden wir dafür sorgen, dass die Hilfsgüter so schnell wie möglich die Betroffenen erreichen. Unser Dank geht an alle Spender, insbesondere an Herrn Jung, für die reibungslose Koordination“.
Nun waren die Spenden zwar vor Ort, aber Steffen Jung stand in Dresden. Auch hier zeichnete sich in Form der Deutschen Bahn schnell Hilfe ab – Jung bekam ein kostenloses Rückfahrticket nach Reutlingen.
Steffen Jung und Jessica Hermand möchten sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Beteiligten Personen, Unternehmen und Behörden für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bedanken. (sege)
Link zur Facebookseite der Aktion: https://www.facebook.com/hochwasser.rt.tue
Bildquelle: Helferteam










