(openPR) Letztes Wochenende veranstaltete Teslamotors Schweiz ein Probefahrt-Wochenende in Binningen bei Basel. Endlich konnte ich mal persönlich den neuen Tesla ausprobieren.
In Rot mit schwarzen Felgen, 416 PS und in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Da stand nun das Objekt meiner Begierde auf dem Vorplatz des Schlosses Binningen bei Basel.
Ich durfte schon einige Wochen vorher mal bei einer anderen Promotionveranstaltung von Tesla mitfahren doch jetzt freute ich mich, wie ein Kind, darauf endlich mal selbst hinter dem Steuer des Oberklassewagens zu sitzen.
Ich meldete mich bei der Mitarbeiterin von Tesla an. Mir wurde so gleich ein Kaffee angeboten und ich musste noch ein bisschen Geduld aufbringen, da noch ein Pärchen vor mir den Wagen testen wollte. Das Probefahrt-Wochenende schien für Tesla ein voller Erfolg, denn es gab mehr Anmeldungen als Plätze.
Die Zeit bis zu meiner Probefahrt konnte ich nutzen, um mit dem Tesla-Personal ein wenig zu plaudern. Junge Leute, die mit Spaß und Begeisterung ihren Job machen.
Mir wurden die Angebote und Ausführungen des Tesla S vorgestellt, vom 302 PS Standard bis zum 416 PS Performance+ Modell, dass ich bald testen durfte.
Das Standard Modell kann man ab einen Preis von 82.000,- € kaufen und in Deutschland sogar leasen. Das Performance+ Modell kostet 96.000,- €. Bei allen Modellen gibt es 8 Jahre Garantie auf die Batterie und in der Schweiz sogar auf das ganze Auto. Wenn das kein Angebot ist, das sich potenzielle Käufer von Mercedes, Porsche, BMW und Audi mal durch den Kopf gehen lassen.
Neben den Modellen wurde mir auch die weiter Pläne Teslamotors vorgestellt. Es scheint das Eon Musk gerne der Steve Jobs der Elektroautoszene werden möchte. Es geht nicht nur, um die Inszenierungen seiner Ideen, sondern auch die autarke Welt, die er zu seinem Tesla gerade erstellt.
In den USA stehen schon einige Supercharger, man könnte sie Tesla-Tankstellen nennen, und es sollen bis zum Ende 2014 so viele stehen, damit ein Fahrt von der West- bis zur Ostküste mit einem Tesla kein Thema mehr ist. Jedoch können diese Supercharger nur Teslas benutzen.
Neben dem Superchargers soll auch sogenannte Battery Swaps aufgestellt werden. Die Idee kennt man vielleicht vom gerade insolvent gegangen betterplace von Shai Agassi. Jedoch will Tesla hier natürlich ein besseres Batterie-Austauschsystem anbieten.
Nach so viel Information war ich endlich dran. Mir wurde so gleich der vordere und hintere Kofferraum gezeigt. Denn durch den an den Achsen angebrachten Motor wird ein Elektro-Oberklassewagen vom Platz her zur Familienkutsche, die sogar im hinteren Kofferraum zwei fest eingebaute Kindersitze hat.
Nur rein in die Kiste und los.
Das Interior begeistert. Kein üblicher Plastikbomber aus den USA. Man sitzt auf und ist rund um von Leder umgeben. Der Motor und die Batterie ist das schwerste in diesem Auto, darum sind es die anderen Materiallien nicht.
Die Mittelkonsole, die bei so vielen Autos für den Fahrer ein Herausforderungen darstellt, weil es ein Dschungel voller Knöpfe ist, ist bei Tesla einfach ein Touchscreen, der sich im Smartphone-Stil bedienen lässt. Das hat mich, als Technikfreak, sehr begeistert, da ich mit einem Wisch die Klimaanlage, Telefon, Lenkung, Dach usw. bedienen kann.
Nun, die Gangschaltung auf “D”, wie bei einem Automatik und los geht es. Mit ungewohnter Stille und nur dem Geräusch der Reifen nehme ich die ersten Biegungen, bis wir auf die Landstraße kommen.
Die erste Ampel steht auf rot und ich freu mich auf das grün, damit ich den Abzug des Autos spüren kann. Grün, ein Tipser aufs Gas, mich zieht es in den Sitz und schon bin ich davon.
Man spürt bei jedem Gasgeben die 416 PS, jedoch nicht so ungestüm und gewaltig, wie bei einem Verbrennungsmotor, sondern durch den leisen Elektromotor ganz ruhig und smooth, sodass man verleitet ist zu sagen der Tesla S ist mehr “gentlemanlike” zu fahren.
Nach 45 Minuten bin ich wieder am Schloss Binningen. Die Begeisterung für das Auto und die Enttäuschung über die kurze Fahrt ist mir ins Gesicht geschrieben.
Der Tesla S wird ab August an die ersten europäischen Kunden ausgeliefert. Man sieht nicht nur ich bin von diesem Auto überzeugt. Die meisten stammen aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien, da dort Elektromobiltät mit Steuervorteilen gefördert wird.
Keine Angst, die D-A-CH-Region ist auch stark im Kommen, auch wenn die Politik hier nur fordert und leider nicht fördert.
Der Tesla S ist da, nun müssen die alten Größen im Oberklasse-Segment nach ziehen. Die deutschen Automarken wollen ab September mit ihren Elektromodellen ein Zeichen setzen.
Freuen wir uns auf einen heißen Elektroauto-Herbst.












