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Die Zeit ist reif: Berlins neue Hochhauskultur

24.06.201317:29 UhrKunst & Kultur

(openPR) (ddp direct) 20. Juni 2013. Schön ist es in Berlin. Das finden nicht nur die Berliner, sondern auch Besucher aus aller Welt, die in immer neuen Rekorden in die Hauptstadt strömen. Nur schade, dass es mit einer postkartentauglichen Skyline à la New York einfach nichts werden will. Denn bisher blieb der Weltstadt-Charakter Berlin zumeist an einer Traufhöhe von 22 Metern hängen. Doch das scheint der Vergangenheit anzugehören, wenn man den vielen Hochhausplänen Glauben schenkt, die derzeit wie Pilze aus dem Boden schießen. Doch ist die Stadt wirklich reif für eine Hochhauskultur, für ein Spreehattan?



Ja, meint Senatsbaudirektorin Regula Lüscher: „Hochbauprojekte können das urbane Berlin bereichern. Allerdings werden sie nur dann erfolgreich sein, wenn sie in vorhandenen Quartieren mit einer funktionierenden Infrastruktur entstehen. Dann schaffen sie einen Mehrwert für Stadt und Mensch.“ Dieses Verständnis einer neuen Berliner Hochhauskultur distanziert sich klar von den Reißbrett-Siedlungen der 1960er Jahre, die das bauliche Wunder Hochhaus nicht als gestaltendes Element, sondern als Notwendigkeit eines umfassenden und modernen Wohnraumangebots sahen. Seitdem ist viel Zeit vergangen und Metropolen wie Singapur, Sydney oder Mailand zeigen mit Star-Architekten wie Daniel Libeskind oder Christoph Ingenhoven, dass Hochhäusern eben auch preisgekrönte Kunstobjekte sein können.

Die einzige Lösung ist vertikal
Dies versucht die Immobilienwirtschaft nun auch an der Spree zu schaffen. Nachdem Tour Total in der wachsenden Europacity und dem Waldorf Astoria am wiedererstarkten Kurfürstendamm im vergangenen Jahr ihre Vollendung feierten, stehen neue Türme in den Startlöchern, um die Berliner Skyline zu prägen. So werden an der Fanny-Zobel-Straße im Bezirk Treptow-Köpenick direkt am Spreeufer zwei Wohntower und ein Hotelhochhaus mit Höhen von bis zu 110 Meter entstehen, in Alt-Hohenschönhausen geht man mit einem Hochhaus-Trio sogar bis auf 118 Meter. Und auch der Berliner Alexanderplatz scheint zu neuem Leben zu erwachen. Fast zwanzig Jahre ist es her, dass Architekt Hans Kollhoff für ihn zehn Bürotürme von 150 Metern Höhe entwarf. Gebaut wurde seitdem einiges, nur nichts Hohes. Nun aber liegt er vor: Ein neuer Bauplan aus, der dem Alexanderplatz endlich Kollhoffs Wolkenkratzer gibt.
Dass gerade jetzt das Interesse der Investoren an Hochhäuser erwacht, ist jedoch kein Zufall. Denn die Nachfrage nach Wohnungen in Berlin ist den letzten Jahren explosiv gestiegen und wird angesichts von 250.000 Neu-Berlinern bis 2030 weiter steigen. Und da das Stadtgebiet begrenzt ist und Bauland knapp bleibt, ist eine naheliegende Lösung, in die Höhe zu bauen, meint Agromex-Geschäftsführer Franz Rembold, der das Treptower Spreeufer an der Fanny-Zobel-Straße um drei Türme reicher machen will. Er sieht aber noch einen weiteren Grund für die Freude am Hochbau: Die veränderte Einstellung der Berliner zu Hochhäusern, die erkannt haben, dass Wolkenkratzer nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch sein können. Eine Erkenntnis, für die viele Welt-Metropolen zwar nicht so lange gebraucht haben, die angesichts so mancher Bausünden im Osten und Westen der Stadt allerdings verständlich ist.

Urbanes Statussymbol
Und nicht nur der Bürger hat erkannt, dass in einem Hochhaus Schaffenskunst stecken kann. Auch die Berliner Bezirke haben ihre Hochhauspläne lieben gelernt. Denn jedes Hochhaus ist durch die unterschiedliche und charakteristische Architektur ein Wiedererkennungsmerkmal für den Bezirk, ja vielleicht gar auch ein Statussymbol. So fragte nicht umsonst bereits das erste bunte Berliner Tagesblatt „Wer hat den längsten?“. Darüber hinaus bieten Hochhäuser auch für den Klimawandel eine Lösung. „Denn je dichter eine Stadt besiedelt ist, umso weniger Energie verbraucht sie“, sagt zum Beispiel Architekt Christoph Ingenhoven, der für seine jüngste Hochhausarbeit in Sydney gerade mit dem internationalen Hochhaus-Preis geadelt wurde. Es bleibt folglich festzuhalten: Hochbauprojekte sind in Berlin politisch gewollt. Als Antwort auf den Wohnungs- und Grundstücksmangel ebenso wie als Zeichen, dass Berlin den Sprung an die Spitze der Metropolen der Welt geschafft hat. Und vielleicht gibt es sie in wenigen Jahren ja dann doch: Die Postkarte mit Spree-Skyline.

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