(openPR) Eine Gruppe von Ehrenamtlichen will ihren Beitrag gegen Menschenhandel und die sexuelle Ausbeutung von Frauen in Augsburg leisten: Die Arbeitsgruppe „Augsburger/innen gegen Menschenhandel“ lädt zu einen „Walk for Freedom“ in der Augsburger Innenstadt am 6. Juli ein.
Die neue Gruppe, initiiert von Pastor Klaus Engelmohr, beschäftigt sich mit der Zwangsprostitution von Frauen in Deutschland. „Viele glauben, so etwas wie Sklaverei gibt es heute nicht mehr“, so Engelmohr, „dabei gibt es allein in unserer Stadt Hunderte von Frauen, die zu Prostitution gezwungen werden. Das wissen aber die wenigsten. Als Gruppe wollen wir daher das Thema an die Öffentlichkeit bringen“.
Die Arbeitsgruppe organisiert deshalb einen „Walk for Freedom“ (deutsch: Marsch für die Freiheit) gegen Menschenhandel in Augsburg. Am Samstag, den 06.07.2013 um 13 Uhr wird es eine Menschenschlange vom Rathausplatz aus durch die Innenstadt geben. Alle Teilnehmer sollen ein weißes T-Shirt mit dem Slogan „Augsburger/innen gegen Menschenhandel“ tragen, das sie vor Ort kostenlos bedrucken lassen oder für 6 Euro erwerben können. Ab 11.00 Uhr informiert die Arbeitsgruppe mit einem Informationsstand am Rathausplatz über das Thema Menschenhandel.
Unterstützung findet die Gruppe vom, Leiter des Kommissariat 1 der Kriminalinspektion Augsburg, Helmut Sporer, der als zuständiger Kommissar die Situation in Augsburg kennt: „Es sind jedes Jahr über 1.500 Frauen, die meist unfreiwillig in Augsburger Clubs und Bordells als Prostituierte arbeiten. Da die meisten nur einige Monate bleiben, bevor sie in andere Städte gebracht werden, haben wir oft keine Möglichkeit einzugreifen. Das macht es umso wichtiger, dass auch potenzielle Freier über die Situation dieser Frauen informiert sind.“









