(openPR) Die Autorin Kristin Behrmann lässt ihre Romanfigur in 34 Tagen durch verschiedene Herausforderungen des Alltags wachsen. Manchmal überschlagen sich die Ereignisse förmlich, obwohl die Icherzählerin doch mehr die Routine liebt. Hilfreich ist dabei der morgendliche Kaffee, nicht um wach zu werden, sondern es ist ein fester Bestandteil des täglichen Ablaufs. Die Autorin Kristin Behrmann zeigt uns eine Perspektive auf, die uns einen Einblick gibt, wie ein Mensch mit dem Asperger-Syndrom lebt, denkt und auf seine Weise, versucht das Leben zu meistern.
Mit einer Kaufanfrage für ein Ölbild beginnt die Geschichte einen ungeahnten Verlauf zu nehmen. Eines Tages erhält sie eine E-Mail mit dem widersprüchlichen Betreff „Herr Winter mag‘s poetisch“. Eigentlich interessiert sich die Stiftung für eines ihrer Ölbilder, doch warum dieser Betreff, fragt, sich die Icherzählerin. Neugierig, versucht sie hinter dieses Rätsel zu kommen.
Lebendig und sehr authentisch beschreibt die Autorin ihre Protagonistin. Der Leser könnte schnell auf die Idee kommen, dass die Autorin von sich selbst schreibt. Eine Besonderheit im Roman ist die gewählte Stilart, denn auf unnütze Personennamen, Ortsangaben und umschweifende Umschreibung wurde verzichtet. Der Leser taucht eher in eine mikroskopische Welt ein, weil sich die Icherzählerin in einem eng gesteckten Umkreis bewegt. Dennoch wächst die Geschichte im Verlauf mit der Hauptperson und dadurch bleibt es spannend.
Wie rätselhaft unsere Gesellschaft für Menschen mit dem Asperger-Syndrom sein kann, wird in dieser Geschichte deutlich beschrieben. Durch gesprochene Worte, durch Gestik und Mimik, entstehen oftmals schnell Irritationen. Der Roman versucht einen möglichen Weg zwischen Menschen aufzuzeigen, die bereit sind für neue Wege.
Kristin Behrmann, geboren 1972, erfuhr erst im Erwachsenenalter von ihrer Diagnose. Seitdem beschäftigt sich die Autorin intensiv mit dem Thema Autismus. Ihre kreative Fähigkeit setzt sie in verschiedenen Bereichen ein. Dieses positive Merkmal zeichnet oftmals das Asperger-Syndrom aus. Im letzten Jahr hat die Autorin zusammen mit Hajo Seng das Autismusbuch für Kinder „Tomaten gehören nicht auf die Augen“ mit großem Erfolg veröffentlicht. Kristin Behrmann ist sowohl Malerin als auch Grafikerin und lebt in Schleswig-Holstein.
Der Roman „Herr Winter mag‘s poetisch“ wird im Herbst 2013 beim Papierfresserchens MTM Verlag erscheinen. Vorbestellungen sind jetzt schon unter www.kbehrmann.wordpress.com oder www.papierfresserchen.de möglich.












