(openPR) „Ho-la di-ho-oo-dee-joh” oder nur „o la-di-joh“ und noch „di-ri-di-ri-dia-joh“.
Einen Jodler oder einen Juchetzer kann man eigentlich nicht schreiben, den muss man mit kräftiger Stimme laut singen. Die Oberbegriffe für das Jodeln sind rufen und singen.
Es heißt: das Jodeln macht glücklich und tut der Seele gut, jodeln ist ein Ausdruck der Freude und Fröhlichkeit. Jodeln soll auch noch gesund sein. Das freie Atmen und das laute Schreien lässt die Luft zirkulieren, dadurch wird alles wieder frei.
Ursprünglich wurde das Jodeln in den Bergregionen angewendet um jemanden auch noch in großer Entfernung durch lautes Singen erreichen zu können. Die Alpenhirten, Senner und Sennerinnen in den Bergen verständigten sich von Alm zu Alm mit einem „Juchetzer“ oder „Almschroa“ und auch die Tiere wurden jodelnd herangerufen.
In Königsleiten kann man seit 2012 das Jodeln mit dem Wandern verbinden.
Der Jodelwanderweg mit herrlichem Blick auf die Bergwelt auf 2200 Meter Seehöhe, erreichbar mit der Königsleitner Gondel, ist ausgestattet mit verschiedenen aufwendig gebauten Stationen, eigens für das Erlernen des Jodelns. Bei jeder Station findet man viele Informationen und Anleitungen sowie akustische Beispiele zum Ausprobieren eines Juchetzer‘s oder einem Almschroa.
Am Anfang des Weges steht die Juchetzer Station, es folgt eine begehbare Kuhglocke, das Riesen Alphorn, die Echo Station zum Ausprobieren mit Überraschungseffekt und zu guter Letzt der Trichter der Alpen um den Juchetzerlaut zu steigern.
Im Sommer von Ende Juni bis Anfang Oktober ist der Jodelwanderweg wanderbar und jeder kann hier kostenlos das Jodeln ausprobieren. Die Begehbarkeit richtet sich nach den Betriebszeiten der Bergbahn (Tel. 06564 8212). Der Weg ist auch kinderwagentauglich. Empfehlenswert sind warme Kleidung und Wanderschuhe.
Immer am Mittwoch findet eine geführte Wanderung am Jodelwanderweg statt. Anmeldung beim Tourismusverband Wald/Königsleiten +43 6565 8243
Einmal im Jahr findet auch ein Jodelseminar in Königsleiten statt. Der eintägige Kurs bietet die Gelegenheit, die Stimme zu entdecken und zu formen und sich auf das Spiel mit den Tönen einzulassen. Da werden zuerst die Stimmen einzeln gelernt, später fügen sich zwei oder drei Stimmen harmonisch zu einem besonderen Klangerlebnis. Und das alles möglichst in freier Natur – sofern das Wetter mitspielt.










