(openPR) Das Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ als Teil der „Qualifizierungsinitiative für Deutschland“ soll Eltern bei der Begleitung von Lernprozessen und Bildungswegen ihrer Kinder unterstützen.
Die 100 Modellstandorte „Elternbegleitung Plus“ leisten einen wichtigen Beitrag zu den positive Verläufen von kindlichen Bildungsbiografien. Sie sollen erstens aufsuchende Ansprache von Familien auf neuem Wege erproben und zweitens die Vernetzung in Bildungsfragen mit anderen Einrichtungen und Diensten im lokalen Umfeld etablieren. In den ersten Lebensjahren werden entscheidende Weichen für die Bildungszukunft der Kinder gestellt. Dass Kinder im späteren Leben faire Chancen haben, ist eng mit einer frühen Förderung in der Familie verbunden. Damit Eltern noch besser über Bildungswege und Lernchancen Bescheid wissen, gibt es die Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter. Sie stehen Familien im Alltag zur Seite.
Modellprojekte „Elternbegleitung Plus“ – hier werden lokale Kooperationsstrukturen für neue zielgruppen- spezifische Angebote und Zugangsweisen für Eltern mit Kindern im Alter bis zum Ende der Grundschulzeit modellhaft gefördert. Bis Ende 2014 arbeiten bundesweit 100 Modellprojekte an Standorten und in Einrichtungen mit dem Arbeitsschwerpunkt Familienbildung. Das Modellprojekt „Elternbegleitung Plus“ im Rahmen von „Elternchance ist Kinderchance“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Die Aktivitäten der Elternbegleitung Plus sind:
• Wöchentliche Beratungstermine in jeder Einrichtung. Themenbezogene Gruppen– und Einzelberatungen, fallspezifisch und individuell.
• Angebote in enger Kooperation mit den Einrichtungen.
• Individuelle Elternberatung und –begleitung. Sprachliche Unterstützung der Einrichtungsleitung und der Lehrkräfte
• Direkte Vermittlung in Problemsituationen
• Ausrichtung des Internationalen Frauenfrühstücks am Weltfrauentag am 8. März in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Worms und der Migrationserstberatung (MEB) der Arbeiterwohlfahrt (AWO).
• Gemeinsames Picknick und Grillen im Erlebnisgarten der Stadt Worms
Von allen Einrichtungen nehmen Eltern daran teil. Durch die Gruppenangebote stellte sich heraus, dass die Eltern generell eher ein individuelles Gespräch bevorzugen. Sie möchten sich direkt über ihre aktuelle Situation austauschen und über erzieherische Maßnahmen beraten lassen. Vor allem in den Schulen gibt es viele Neuzugänge aus Bulgarien und Griechenland, was zu einer sprachlichen Überforderung der Schule im Allgemeinen führt. „Viele der Eltern und Kinder beherrschen die deutsche Sprache nicht. An diesen sprachlichen Barrieren kann angesetzt werden. Durch unsere mehrsprachigen Elternbegleiterinnen Eda Sahin und Sabine Piekenbrock werden wir dabei unterstützt. Sie werden zu Elterngesprächen gerufen und können, wenn es nötig ist, bei Übersetzungen behilflich sein“, weiß Serap Yilmaz als koordinierende Projektleiterin.
Besonders bei Themen wie der Schulbuchausleihe, bei Elternbriefen sowie anderen Formalitäten und die Kindern bei ihren Hausaufgaben unterstützen, ist diese Hilfestellung gerne gesehen.
In Worms hat der Internationale Bund e. V. drei Kooperationspartner:
• Ernst-Ludwig-Schule (Grundschule)
• Städtischer Kindergarten Ludwigstraße
• Evangelischer Kindergarten Dreifaltigkeit
In diesen Einrichtungen wird die bestehende Elternarbeit in enger Kooperation, durch Elternkurse mit erfahrenen, mehrsprachigen Fachkräften, aufgebaut und erweitert. Ebenso werden gemeinsame Aktivitäten zur Bildung mit den Kooperationspartnern ausgerichtet.
Weitere Themenbereiche sollen bis Ende 2014 gegründet, beziehungsweise ausgebaut werden, wie das Initiieren der aufsuchenden Elternarbeit, den Zugang zur Familienbildung anregen, Informationen über Angebote der Familienbildung erweitern sowie die Kooperation mit bildungsbezogenen Einrichtungen im Umfeld.
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Hinweis zur Förderung:
Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“!
Weitere Informationen dazu finden Sie unter:
www.elternchance.de











