(openPR) Drei Tage, drei Konzerte und eine einzigartige Ausstellung: Vom 21. bis 23. Juni 2013 wird in der Kampnagelfabrik der Blick in eine andere Welt möglich. Die hochgelobte Ausstellung „Ein Blick Iran. Ein Land, da leben Menschen“ des bayerischen Film- und Fotokünstlers Benedikt Fuhrmann wird für drei Tage zu sehen sein. Und - Einblick in die persische Musik mit den bekanntesten Künstlern dieses Genres bringt den Iran in seiner ganzen Schönheit nach Hamburg.
Die Sehnsucht nach der Landschaft, die voller Poesie klingt. Wüsten, Wälder, Berge und Meer prägen eine unglaublich vielfältiges Landschaftsbild. Genau so vielfältig wie die Bevölkerung in Stadt und Land. Jenseits aller Politik und Religion leben hier Menschen, die ihre Gäste willkommen heißen, leben hier Menschen, die genauso lieben und leiden, genau so ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, und die sich nichts mehr wünschen, als Freiheit.
Es ist dieses andere Bild des Iran, die während des ersten Bliss Festivals in Hamburg entstehen soll. Gerade stehen wieder Wahlen in Iran an. Unsere Bilder im Kopf sind geprägt von Wächterrat, Achmadineshad und Atomwaffen. Aber wer kennt das Volk der Iraner im Alltag? Der junge Deutsch-Iraner Ali Abdolazimi will das ändern. „Ich möchte den Menschen hierzulande die Besonderheit meiner Heimat bewusst machen und einen anderen Iran zeigen.“ So gründete er kurzerhand seine Agentur „connting cultures“ und startete das größte Crowdfunding-Projekt mit großem Erfolg in Hamburg.
Die Ausstellung von Benedikt Fuhrmann
Der bayerische Film- und Fotokünstler Benedikt Fuhrmann fuhr 70.000 Kilometer kreuz und quer durch den Iran. Er sah karge Steppenlandschaften und grüne Schafweiden, erlebte die pulsierende Energie der Großstädte ebenso wie den langsamen Rhythmus in den Fischerdörfern am Meer. Und überall traf er auf Menschen, die so gar nicht dem Bild entsprachen, das die deutschen Medien von diesem islamischen Staat mit seinem autoritären, politischen Regime vermitteln. So entstand der Wunsch die Menschen Irans der westlichen Welt näher zu bringen. Benedikt Fuhrmann ermöglicht mit seinen Bildern und Videoinstallationen einen Einblick in einen wunderbaren Kosmos aus seiner Sicht.
Die Klassisch-Persische Musik
Das Besondere an ihr: sie wird größtenteils live improvisiert. Ali Abdolazimi vom BlissFestival möchte den Menschen eine verborgene, bisher unbekannte Musik vorstellen, die dennoch sehr vertraut scheint, da die jahrhundertealten Saiten-, Schlag- und Blasinstrumente den Ursprung moderner Musikinstrumente bilden.
Die klassisch-iranische Musik entstand aus der traditionellen Musik des Perserreiches und verbreitete sich über alle persisch-sprachigen Länder. Seit der iranischen Revolution 1979 besinnen sich viele auf ihre klassischen Traditionen und lösten auch eine Renaissance der persischen Klassik aus. Das wird von vielen konservativen Geistlichen abgelehnt, die selbst einfache Melodien und Texte als problematisch ansehen. Ebenso dürfen Musikerinnen nur vor weiblichem Publikum auftreten. Viele reisen deshalb regelmäßig zu Konzerten ins Ausland.
Jedes Land auf dieser Welt hat seine eigene Schönheit. Die Schönheit des Iran verschwindet jedoch viel zu oft hinter falschen Vorstellungen. Im Bliss Festival werden die Besucher auf eine Reise in den Iran eingeladen, die überrascht, fasziniert und verändern soll.
Die Musiker
Salar Aghili & Harir Shariatzadeh am 22.6.
Salar Aghili stammt aus Teheran und gehört zu den bekanntesten Sängern der klassisch-persischen Musik seiner Generation. Während seines Studiums beschäftigte er sich neben der traditionellen Ausbildung auch mit den zeitgenössischen Einflüssen. Er arbeitete mit unterschiedlichen Komponisten und Musikern zusammen. Heute tritt er mit dem Symfonieorchester Teheran auf, aber auch mit bekannten Ensembles aus aller Welt. Neben seiner unglaublichen Stimme beherrscht er verschiedene Musikinstrumente und ist auf den meisten Bühnen der Weltmusik schon aufgetreten. In Hamburg gibt er am 22. Juni sein Debut. Gemeinsam mit der Pianistin Harir Shariatzadeh wird er die hohe Kunst der Klassisch-Persischen Musik modern interpretieren.
Maryam Akhondy & Barbad Ensemble am 21.6.
Akhondy gilt als eine der Virtuosinnen des klassischen persischen Gesangs. Mit der Gruppe Barbad, von Akhondy gegründet, steht die iranische Künstlerin seit Mitte der 1990er auf der Bühne. Die Texte sind hochpoetisch, die Gesänge zugleich ernst und feierlich. Viele der Lieder gipfeln in Tahrir -Improvisationen, in vokalen Koloraturen, die sich scheinbar mühelos über mehrere Oktaven hinweg schwingen. Seinen Namen lieh sich das Ensemble von einem persischen Musiker aus dem 7. Jahrhundert. Zugleich ist „Barbad“ aber auch der Name eines alten persischen Saiteninstruments.
Hadi Alizadeh & Faruk Mirza am 23.6.
Ein iranischer Trommelkünstler gemeinsam mit einem kurdischen Flötenspieler
Hadi Alizadeh spricht mit seinen Fingern. Wenn der aus Iran stammende Musiker die persische Trommel schlägt, macht er Gefühle hörbar. Mal vibrieren die Finger kräftig und voller Feuer, dann streicheln sie beinahe zärtlich über die gespannte Haut der „Tonbak“, wie die persische Handtrommel genannt wird.
Informationen:
www.einblickiran.de
www.facebook.de/einblickiran











