(openPR) Schmerzen zu informieren, beteiligt sich auch in diesem Jahr das St. Josef Krankenhaus Haan am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz. Am 4. Juni können sich Interessierte am Expertentelefon in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr über die Möglichkeiten der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen informieren. Am 6. Juni von 13.00-15.00 Uhr findet eine kostenfreie Informationsveranstaltung „Aktiv gegen den Schmerz“ statt.
Meist ist der Schmerz immer da. Tag und Nacht. Er ist mal mehr, mal weniger stark, verschwindet aber niemals ganz. Für die Betroffenen sind Schmerzerkrankungen mit einem hohen Leidensdruck und einer oft nicht enden wollenden Odyssee zu verschiedensten Ärzten verbunden. Dabei ist das Schmerzempfinden bei jedem unterschiedlich. „Schmerz lässt sich nicht durch Geräte messen und ist nicht sichtbar. Was der Eine erträgt, ist für den Anderen kaum noch auszuhalten“, weiß Dr. Peter Rensmann, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am St. Josef Krankenhaus.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) leiden rund zwölf Millionen Menschen im Bundesgebiet an chronischen Schmerzen, allein in Nordrhein-Westfalen sind es über 2,6 Millionen Patienten. Rund die Hälfte aller Betroffenen mit chronischen Schmerzen wird unzureichend behandelt und leidet somit unnötig. Doch mit einer individuell auf die Schmerzart zugeschnittenen Therapie kann den meisten Patienten gut geholfen werden. Dennoch wissen viele Patienten nur wenig über die Möglichkeiten der Schmerztherapie. Anlass für Dr. Peter Rensmann und Rosemarie Faber, die ehemalige Leiterin der Haaner und Wuppertaler Selbsthilfegruppe der Deutschen Schmerzliga, dem Unwissen engagiert Abhilfe zu schaffen. Beim Expertentelefon geben sie Betroffenen am 4. Juni von 10.00-12.00 Uhr telefonische Auskunft.
Dauerhafte Schmerzen haben jedoch nicht nur Auswirkungen auf die eigene Befindlichkeit und Lebensqualität, sondern oft auch die persönlichen Beziehungen. 39 Prozent der Patienten mit chronischen Schmerzen sind der Ansicht, dass ihr Gesundheitszustand negative Auswirkungen auf das Zusammenleben mit Familie und Freunden hat, und 21 Prozent haben sogar das Gefühl, aufgrund ihres Schmerzes gesellschaftlich isoliert zu sein. „Dieses Gefühl muss in der Therapie berücksichtigt werden. Es gibt dafür entsprechende Hilfsangebote“, so Dr. Rensmann. Daher steht am Infotag, der am 6. Juni von 13.00 bis 15.00 Uhr stattfindet, den Interessierten besonders die Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin Petra Schweda, die am Haaner Krankenhaus in der Schmerzklinik und -ambulanz tätig ist, Rede und Antwort. Im Mittelpunkt ihres Vortrags steht der Zusammenhang zwischen Körper, Seele und Schmerz sowie die Auswirkungen auf die Schmerztherapie. „Die Bausteine in der Therapie haben zum Ziel, dass sich die Betroffenen über ihr Krankheitsbild informieren, sich motivieren und wieder aktiv werden“, erklärt Petra Schweda ihren Ansatz. Neben dem Vortrag und Gesprächen erhalten die Besucher die Möglichkeit, die Räumlichkeiten der Schmerzambulanz kennenzulernen.






