openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die größten Ungerechtigkeiten (2) – Mehrwertsteuer/Bürgersteuer

21.05.201312:45 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Die größten Ungerechtigkeiten (2) – Mehrwertsteuer/Bürgersteuer

(openPR) Lehrte, 21. Mai 2013 Der Nettoumsatz des Handels und der Industrie lag 2011 bei rund 5.241 Milliarden Euro. Darauf zahlten die Bürger 843 Milliarden Euro MWST. Den Unternehmen wurden 19 % bzw. 7 % MWST oder 704 Milliarden Euro Vorsteuern erstattet. Die Einnahmen aus der MWST betragen „nur“ 131 Mrd. Euro. Wir stimmen dafür, Unternehmen nur noch 18 % bzw. 6 % an Vorsteuern zu erlassen. Mit diesem einen Prozent den sie weniger zahlen würden, oder 37 Milliarden Euro, kämen wir der sozialen Gerechtigkeit ein gutes Stück näher.



Für die 81.6 Millionen Deutschen bedeutet das eine jährliche Belastung an MWST von rund 1.033 Euro. Hinzu kommen KFZ-, Tabak-, Kaffee-, Branntwein-, Bier-, Alkohol-, Schaumwein- und Gemeindesteuern, Steuern auf Lebensversicherungen, Energie-, Benzinsteuern und der Solidarzuschlag (jährlich rund 10 Mrd. Euro). Sie zahlen 0,9 % mehr in die Gesundheitsfonds ein als Unternehmen, das kostet sie weitere 10 Mrd. Euro pro Jahr! Die private pro Kopf Verschuldung beträgt 9.651 Euro, dazu kommen je Bürger 25.600 Euro die er dem Staat schuldet. Bei Deutschen über 18 Jahre liegen die Schulden pro Person bei 47.150 Euro. Von seinem Jahres-Bruttolohn verbleiben ihm nach Abzug von Krankenkassen-, Rentenbeiträgen und Steuern rund 50 % Nettolohn.

Außerdem wird übersehen, dass die Kaufkraft des Euro bei rund 76 Cent liegt. Seit Jahren wollen Politiker Haushalte konsolidieren, sparen und die Schulden abbauen. Seit Jahren wollen sie eine Revision der MWST, speziell des Steuersatzes von 7 %. Hier liegen die großen Ungerechtigkeiten zu denen Schäuble meint, dass eine von allen Parteien gewollte Änderung politisch nicht durchsetzbar sei. Das deutsche Steuerrecht ist in den vergangenen Jahren ungerechter geworden. Während insbesondere Vermögende und Unternehmen entlastet wurden, müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer mehr zur Finanzierung Öffentlicher Aufgaben beitragen.

Das ist sachliche, positive und faire Kritik. Den Spott überlassen wir Glossenreißern, Zynikern, Karnevalisten, Humoristen, Kabarettisten, Publizisten und Besserwissern. Das Ganze gleicht einem politischen Staatszirkus: In der Manege versuchen Politiker, Banker. Ökonomen, Volkswirte, Wissenschaftler, Journalisten, Verleger und Prominenten, beste Stimmung zu verbreiten. Sie alle sind gut situiert, mit ihren monatlichen Bezügen, Tantiemen, Spesen, Honoraren dürften sie bei 10.000 Euro und mehr liegen. Dass alle für soziale Gerechtigkeit sind versteht sich von selbst. Sie zeigen wenig Verständnis dafür, dass Stundenlöhne von 3 – 7 Euro an der Tagesordnung sind.

Wenig Verständnis bringen sie Forderungen nach gesetzlichen Mindestlöhnen, Mindestrenten, Wiedereinführung der Vermögenssteuer oder gar eine Erhöhung der Vermögensteuer entgegen. Verständnis zeigen sie für hohe Renditen und Gewinne ihrer politischen Freunde. Wenn sie so weitermachen kann die nächste Bundesgartenschau in den Schlaglöchern der Kreis-/Bundesstraßen und Autobahnen stattfinden. Dem neugierigen Publikum wird eine Parodie von einem glücklichen Staat, es geht uns relativ gut und - uns halten nur niedrige Löhne im Wettbewerb - vorgegaukelt.

6,8 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Die Armutsgrenze liegt statistisch bei 9,52 Euro. Rund 7,5 Mio. Arbeitslose und Regelsatz-Empfänger, 2,5 Mio. arme Kinder und 14 Mio. Rentner sind von Armut betroffen. Das sind, ohne Kinder, rund 50 Prozent der erwachsenen Deutschen. Ihnen geht es relativ schlecht. Sie haben keine Lobbys, ihnen gebührt unsere ganze Aufmerksamkeit.

Dass Renten, Spareinlagen und Arbeitplätze sicher sind ist für Angela Merkel und ihren Koalitionären selbstverständlich. Sie übersehen, dass SPD, Grüne, Linke, Gewerkschaften, Sozialverbände und Kirchen das anders beurteilen und ihnen mit dem Zug in Richtung „mehr Gerechtigkeit“ wegfahren. Die neuesten Umfragewerte sprechen klar für Bündnis90/Die Grünen. Ein Großteil der Deutschen ist- wie sie - für eine höhere Besteuerung von Besserverdienern und favorisiert die Themen, die CDU/CSU und die liberale Splittergruppe ablehnen, Schulden werden nicht thematisiert.

Die Initiative Agenda 2011- 2012 stemmt sich gegen diese Entwicklung. Sie wurde am 20. Mai 2010 gegründet und hat sich auf Konsolidierung der Einzelhaushalte, ausgeglichene Bundeshaushalte und Rückführung der Staatsschulden spezialisiert. Es ist wahrscheinlich die einzige Institution in Europa, die ein Sanierungskonzept mit einem jährlichen Volumen von über 275 Milliarden Euro anbietet. Der Schwerpunkt liegt in Öffentlichkeitsarbeit und konzeptioneller Unterstützung der Regierung und Opposition. Das Gründungsprotokoll ist 2010 als Sachbuch erschienen. Für weitere Informationen stehen die Internetseiten Agenda 2011 - 2012 und die Online-Zeitung Agenda News zur Verfügung.

Dieter Neumann

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 720876
 97

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die größten Ungerechtigkeiten (2) – Mehrwertsteuer/Bürgersteuer“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Agenda 2011 - 2012

Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Das Statistische Bundesamt gibt die Staatsschulden zum 31.12.2018 mit 1.996 Mrd. Euro an. Gegenüber der Europäischen Statistik EUROSTAT sind es jedoch 2.063 Mrd. Euro, 60,9 % vom BIP. Überschuldung 67 Mrd. Euro. Lehrte, 17.12.2019. „Der Bund ist überraschend bereits 2014 ohne neue Schulden ausgekommen - das erste Mal seit mehr als 40 Jahren. Finanzmi-nister Wolfgang Schäuble (CDU) hat damit die "schwarze Null" ein Jahr früher erreicht als geplant.Ein entsprechender Bericht des "Handels-blatts" wurde in Koalitionskreisen bestätigt (Spiegel on…
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Die Statistik der EU (EUROSTAT) und Statista, die größte private Statistik der Welt, geben die deutschen Staatsschulden 2018 mit 2,063 Bio. Euro an (inklusiv Schulden der Sozialversicherung). Das Statistische Bundesamt dagegen mit 1,927 Mrd. Euro. Lehrte, 06.09.2019. Seit 1969 haben die Regierungen unter Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel rund 2,063 Bio. Euro (inklusiv Schulden der Sozialversicherung) mehr ausgegeben, als der Staat eingenommen hat. Hinzu kommen Schulden der Sozialkassen von rund 399 Mrd. Euro. Die FDP war 32 Jahre K…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mit Steuererhöhung, Steuersenkung und Akzeptanz der Armutsgrenze die Krise überwindenBild: Mit Steuererhöhung, Steuersenkung und Akzeptanz der Armutsgrenze die Krise überwinden
Mit Steuererhöhung, Steuersenkung und Akzeptanz der Armutsgrenze die Krise überwinden
… und Medien, ergeben. Diese drücken mit ihrer Macht auf politische Entscheidungen – zu ihren Gunsten. Alle Parteien sind sich einig, dass die großen Ungerechtigkeiten, wie zum Beispiel in der Mehrwertsteuer, abgestellt werden sollten. Wolfgang Schäubles öffentlicher Kommentar: „Eine Reform der Mehrwertsteuer ist politisch nicht durchsetzbar“. Seit 1991/1997 …
Bundesregierung bleibt bei Gemeindefinanzreform auf halbem Wege stehen
Bundesregierung bleibt bei Gemeindefinanzreform auf halbem Wege stehen
05.08.2003 Zu den Ergebnissen des Spitzengesprächs der Regierungskoalition zur Gemeindefinanzreform erklärt Dagmar Enkelmann, stellvertretende Parteivorsitzende: Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück - nach dieser Methode versucht die Bundesregierung den Gemeindefinanzen eine neue Grundlage zu geben. Ein Schritt vorwärts ist, dass die Gewerbesteuer bleiben und durch die Einbeziehung von Freiberuflern auf eine breitere Grundlage gestellt werden soll. Die PDS hat dies lange gefordert. Vorstellungen von BDI, Union oder FDP, man könne die …
Bild: Wir auf dem Weg durch die Hölle ins Paradies - Ein Buch, das Halt gibt in schwierigen ZeitenBild: Wir auf dem Weg durch die Hölle ins Paradies - Ein Buch, das Halt gibt in schwierigen Zeiten
Wir auf dem Weg durch die Hölle ins Paradies - Ein Buch, das Halt gibt in schwierigen Zeiten
Pia Seiler zeigt den Lesern in "Wir auf dem Weg durch die Hölle ins Paradies", wie man mit Ungerechtigkeiten in der Welt umgehen kann. ------------------------------ Immer mehr Menschen suchen in der sich rasch verändernden Welt nach Halt und Hoffnung, können diese jedoch weder in Religion noch Politik finden. Denn beide können nie mehr sein, als es …
Bild: Wolfgang Schäuble – Die Sorgen des FinanzministersBild: Wolfgang Schäuble – Die Sorgen des Finanzministers
Wolfgang Schäuble – Die Sorgen des Finanzministers
… allein aus dem ESM Rettungsschirm 200 Milliarden Euro zur Zahlung anstehen, seine Sorgen sind „hausgemacht“. Wer soziale Gerechtigkeit fordert muss erst die großen sozialen Ungerechtigkeiten beseitigen. Die Initiative Agenda 2011 – 2012 stellte bereits im Mai 2010 der Öffentlichkeit ein Sanierungskonzept vor, das beiden Forderungen Rechnung trägt. Mit …
Bild: Merkel und Hollande – mehr Investitionen durch Reduzierung der MehrwertsteuerBild: Merkel und Hollande – mehr Investitionen durch Reduzierung der Mehrwertsteuer
Merkel und Hollande – mehr Investitionen durch Reduzierung der Mehrwertsteuer
Lehrte, 12.9.2014. Viele werden fragen wie das machbar ist. Nachdem die Weltbank und die Europäische Zentralbank (EZB) - in Verbindung mit Wirtschaftsexperten - seit Monaten mehr Investitionen fordern, darf man gespannt sein, welches Bündel Merkel und Hollande aufschnüren und was dabei zum Vorschein kommt. Ziel der Bemühungen ist die Binnennachfrage nachhaltig zu beleben und Wirtschaftswachstum zu steigern. Wie soll das geschehen, die Antwort ist ganz einfach. Es ist dringend erforderlich und sinnvoll, dass sich beide um mehr Investitionen …
Bild: Erbe in der Patchworkfamilie frühzeitig regelnBild: Erbe in der Patchworkfamilie frühzeitig regeln
Erbe in der Patchworkfamilie frühzeitig regeln
… dann nach der gesetzlichen Erbfolge ebenso wenig erbberechtigt wie die Stiefkinder. Sie würden also leer ausgehen. Auch wenn das Paar verheiratet ist, kann es zu Ungerechtigkeiten im Erbfall kommen. Stirbt ein Partner haben neben dem Ehegatten nur die leiblichen Kinder einen gesetzlichen Erbanspruch. Um zu vermeiden, dass es zu solchen ungewollten Ungerechtigkeiten …
Bild: Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern unterzeichnet Petition „Strabs abschaffen – aber richtig!“Bild: Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern unterzeichnet Petition „Strabs abschaffen – aber richtig!“
Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern unterzeichnet Petition „Strabs abschaffen – aber richtig!“
… bereits fertig gestellte Straße nichts bezahlt, wenn sie noch nicht abgerechnet wurde. Der Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern, Wolfgang Kuhn, weiß um diese Ungerechtigkeiten und hat am vergangenen Freitag zum Wohl der Mitglieder des Eigenheimerverbandes Bayern die Petition „Strabs abschaffen, aber richtig“ unterschrieben. Anwesend waren viele …
Bild: Die soziale FrontBild: Die soziale Front
Die soziale Front
Lehrte, 22.12.2012 SPD, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke und Wohlfahrtsverbände bilden gemeinsam eine Front für mehr soziale Gerechtigkeit. Das ist die eigentliche, frohe Botschaft des Jahres 2012. Sie fordern auf ihren Parteitagen und Sitzungen gemeinsam höhere Steuern für Besserverdiener mit einem Einkommen ab 150.000 bzw. 250.000 Euro pro Jahr, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer , Erhöhung der Erbschaftssteuer, Gesetzliche Mindestlöhne von 850 bis 950 Euro, eine Grundrente in dieser Höhe, Einführung einer Finanztransaktionsteuer und S…
ödp in Heidenheim begrüßt Oettingers Vorschlag für Elterngespräche
ödp in Heidenheim begrüßt Oettingers Vorschlag für Elterngespräche
… BVG die Politiker nicht dazu bewegen kann, verfassungskonforme Gesetze zugunsten der Familien und Kinder zu schaffen, wer sollte es dann tun? Wann werden die sozialen Ungerechtigkeiten gegenüber Familien beseitigt? Unser Land Baden-Württemberg schreibt sich gerne auf die Fahnen, Familien zu unterstützen. Doch trotz der Beteuerungen auf der Homepage …
Bild: Agenda 2011-2012: Griechenland – Rettung in letzter MinuteBild: Agenda 2011-2012: Griechenland – Rettung in letzter Minute
Agenda 2011-2012: Griechenland – Rettung in letzter Minute
Lehrte, 11.2.2015. Der Öffentlichkeit ist die Wahrheit über Griechenland kaum bekannt: Griechenland verfügt über ein Bruttoinlandsprodukt von 185 Mrd. Euro und hat daran gemessen, wenn man deutsche Haushaltskriterien zugrunde legt, einen Bundeshaushalt von 18,5 Mrd. Euro. Zieht man die Zinsquote von 2,5 % (8,35 Mrd. Euro) ab, verbleiben in der Staatskasse rund 10 Milliarden Euro. Andere Zeitgenossen gehen von einer Zinslast von 4 % aus. Danach würden, gemessen an den Staatsschulden von 320 Mrd. Euro, im Haushalt 5,3 Mrd. Euro verbleiben. Davo…
Sie lesen gerade: Die größten Ungerechtigkeiten (2) – Mehrwertsteuer/Bürgersteuer