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Mit Smartphones Masern ausrotten?

17.05.201316:39 UhrGesundheit & Medizin
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Masernschutz für Jugendliche und junge Erwachsene
Masernschutz für Jugendliche und junge Erwachsene

(openPR) Der typische Smartphone-Nutzer ist jung, gesund und leider auch unzureichend geschützt vor Masern. „Schwer erreichbar, schlecht aufgeklärt, unvollständig geimpft“, so lautet das Fazit der Impfstrategen des Robert Koch Instituts, die seit Jahren darauf hin arbeiten, die Masern in Deutschland auszurotten. Sie scheitern immer wieder – vor allem am unvollständigen Impfschutz von Jugendlichen und jungen Erwachsene (nach 1970 geboren)1.


„Gibt´s da nicht ne App?“ Dieser Frage ging die Initiative Präventionspartner in ihrem Markscreening, unterstützt durch die APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen und der Hochschule Regensburg-Weingarten, nach. Die Ergebnisse wurden als wissenschaftliches Poster auf der 3. Nationalen Impfkonferenz in München vorgestellt. Im Einzelnen wurde folgende Fragen analysiert: Wie viele Angebote gibt es? Was leisten diese Apps? Wie häufig werden sie nachgefragt? Wie fundiert und unabhängig informieren sie? Zur struk-turierten Prüfung wurden die HealthonApp-Qualitätskriterien angewendet.
Von den 58 Apps, die nach Eingabe der Stichworte „Impfen, Impfung, Impfkalender, Impfpass, Reiseimpfung“ zum Untersuchungszeitpunkt (15.02.2013) im Google Play oder iTunes angezeigt wurden, konnten nach einem systematischen Selektionsprozess 13 (9 Android-, 8 iOS-Apps) Impf-Apps analysiert werden. Nicht berücksichtigt wurden Apps, die keinen Bezug zum Thema Impfen aufwiesen (12), englischsprachig (11) oder kostenpflichtig waren (9) oder keinerlei aufklärende Gesundheitsinformationen enthielten (13).
Die untersuchten Impf-Apps erinnern die Nutzer an Impftermine (5/13) oder erlauben es, Impfungen zu dokumentieren (8/13). Darüber hinaus bietet ein Großteil der Apps Informationen zum Impfschutz im Erwachsenenalter (11/13), zu Säuglings- und Kinderimpfungen (9/13) sowie zu Reiseimpfung (5/13). Im Hinblick auf Qualität und Transparenz der Impfinformation zeigt sich, dass bei jeder dritten App Angaben zu fundierten Quellen (z.B. RKI) fehlten. Nur jede dritte App klärt über den Finanzierungshintergrund auf. Erfreulicherweise entsprechen vier der untersuchten Apps in allen 7 Kriterien dem HealthOn-App Ehrenkodex: Sie nennen sowohl die Autoren und Quellen, geben Hinweise zum Datenschutz an und enthalten ein Impressum. Zudem bieten sie die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen für Fragen, Kritik oder Anregungen für weitere Verbesserungen.
Über die Nutzung der Apps gibt die Anzahl der Downloads Aufschluss: Die Impf-App in der derzeit höchsten Kategorie (10.000 bis 50.000 Downloads) ist vergleichbar mit den Download-zahlen der App „Bundesarztsuche“. Vergleicht man die Zahl mit einer Lifestyle App,
Nike+running-App (> 1.000.000 Downloads), die von vielen gesunden Jugendlichen und jungen Erwachsenen genutzt wird, ist die Nachfrage der Impf-Apps vergleichsweise gering.
Fazit des Impf-App-Screenings: Die Impf-Apps, die vertrauensvolle Information bieten, muss der interessierte Nutzer erst finden. Sie sind versteckt in einer Fülle von App-Angeboten, die mitunter keinen Themenbezug aufweisen oder die sich nicht auf den deutschen Markt beziehen. Dies ist von Bedeutung, da Impfempfehlungen länderspezifisch ausgesprochen werden. Die Qualität und Unabhängigkeit der Informationen kann schwer eingeschätzt werden, da oft entscheidungsrelevante Angaben fehlen (z.B. Stand der Information, Autoren, Werbe- und Finanzierungspolitik). Sichtbare Qualitätsstandards für Laien wären daher wünschenswert.
Die Initiative Präventionspartner, Dr. Ursula Kramer, hat zusammen mit der APOLLON Hochschule der Gesundheitswirtschaft, Prof. Dr. Viviane Scherenberg, den HealthonApp-Ehrenkodex entwickelt. Er umfasst sieben, eindeutige Angaben, die eine vertrauensvolle Gesundheits-App auszeichnen. Ob diese Angaben vorhanden sind, oder nicht, kann jeder App-Nutzer selbst überprüfen. Er kann die Ergebnisse seines Tests anderen zur Verfügung stellen, die auch auf der Suche sind nach vertrauensvollen Gesundheits-Apps. Bis dato sind 57 Gesundheits-Apps mit den HealthonApp-Test überprüft und über die Datenbank für jeden Nutzer abrufbar, auch der Online-Test steht im Netz oder als Web-App (App.healthon.de) kostenfrei zur Verfügung.

1 Empfehlungen der Ständigen Impfkomission am Robert Koch-Institut Epidemiologisches Bulletin Nr. 30 2012

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