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Warum wird gegen Meningokokken geimpft?

08.05.201316:53 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Warum wird gegen Meningokokken geimpft?
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(openPR) Lukas, 10 Monate alt, hatte etwas Schnupfen und war quengelig als er abends ins Bett gebracht wurde. Am nächsten morgen hatte er hohes Fieber, weinte häufig und war sehr schlapp. Als er vormittags auch noch erbrechen musste, ging seine Mutter mit ihm zur Kinderärztin. Die ließ Lukas mit Verdacht auf Hirnhautentzündung umgehend ins Krankenhaus bringen. Überall auf seinem Körper waren inzwischen kleine rote Flecken erschienen. Lukas war kaum noch ansprechbar. Er wurde sofort untersucht und erhielt Medikamente. Hinterher erfuhren seine Eltern, dass nur die rasche Behandlung Lukas das Leben gerettet hat. Wenige Stunden später wäre wahrscheinlich jede Hilfe zu spät gekommen.



Zum Glück sind solche Schicksale wie in unserem fiktiven Beispiel selten. Jedes Jahr erkranken in Deutschland um die 400 Personen an schweren Meningokokken-Infektionen. Allerdings sterben davon jedes Jahr um die 35 Patienten. Am häufigsten sind Kleinkinder unter fünf Jahren und Jugendliche betroffen. Deshalb ist die Impfung gegen Meningokokken C, gegen die seit einigen Jahren Säuglingsimpfstoffe zur Verfügung stehen, Teil des Impfkalenders.

Hintergrund
Meningokokken sind Bakterien, von denen verschiedene Serogruppen (=Erregerstämme) existieren. Diese werden mit verschiedenen Buchstaben gekennzeichnet. Die Serogruppen A, B, C, W, X und Y verursachen weltweit mehr als 90 Prozent der Meningokokken-Erkrankungen. In Deutschland werden wie in weiten Teilen Europas fast 70 Prozent der Erkrankungen durch die Serogruppe B ausgelöst, etwa 20 bis 25 Prozent durch Serogruppe C und der Rest durch die Serogruppen A, Y und W - beispielsweise im Jahr 2010 acht Prozent durch die Serogruppen W und Y.
Die Verbreitung der verschiedenen Serogruppen auf der Welt ist schwer vorhersehbar und unterliegt ständigen Veränderungen. So wird derzeit in der Türkei der Großteil der Erkrankungsfälle durch Serogruppe W ausgelöst und auch in vielen anderen europäischen oder angrenzenden Ländern treten neben den Serogruppen B und C zeitlich oder regional begrenzt häufiger Erkrankungen durch die Serogruppen A, Y oder W auf. Epidemien kommen immer wieder in den tropischen und subtropischen Gebieten vor, besonders im Afrika südlich der Sahara, von Äthiopien bis zum Senegal ("Meningitisgürtel").

Wie schützen?
An Impfstoffen gegen die Serogruppe B wird mit Hochdruck geforscht, noch ist aber keiner verfügbar. Gegen die Serogruppen A, C, W und Y stehen seit vielen Jahren Impfstoffe zur Verfügung, die aber für Kindern unter zwei Jahren nicht geeignet waren (Polysaccharid-Impfstoffe). Moderne Konjugatimpfstoffe gegen Meningokokken C, gibt nun schon einige Jahre. Sie haben eine besserer Wirksamkeit als herkömmliche Polysaccharid-Impfstoffe und sind auch für Säuglinge ab drei Monaten geeignet. Seit kurzem gibt es nun auch Konjugatimpfstoffe gegen alle vier Serogruppen, die ab dem ersten Geburtstag bis ins Erwachsenenalter hinein eingesetzt werden können.
Die Standardimpfungen laut Impfkalender sind kostenfrei – in aller Regel die Impfung gegen Meningokokken C. Aber einzelne Krankenkassen übernehmen inzwischen auch die Kosten für Reiseimpfungen gegen Meningokokken oder neuerdings auch für die Impfung gegen Meningokokken ACWY als Standardimpfung für Kinder und Jugendliche. Wenn Sie diesen zusätzlichen Schutz wünschen, erteilt Ihnen Ihre Krankenkassen Auskunft zur Kostenübernahme.

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