(openPR) Dieses zweieinhalb tausend Jahre alte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit von Ephesus drängt sich dem interessierten Beobachter geradezu auf, wenn er wahrnimmt, wie eine Meute von Großspekulanten und Berufsmanipulatoren zur Zeit auf den Goldpreis eindrischt.
Daß der amerikanischen FED und einflußreichen Mitgliedern der polit-ökonomischen Herrschaftsklasse der USA ein hoher Goldpreis mißfällt, weil er als harscher Tadel ihrer skrupellosen Papiergeldvermehrung betrachtet wird, ist bekannt. Wohl deshalb kommen immer wieder Gerüchte auf, die FED haben die amerikanische Goldreserve an Großspekulanten verliehen, damit diese mit Leerverkäufen den Goldpreis drücken können.
Wer weiß, was an den Gerüchten dran ist. Sie sind aber geeignet, mißtrauisch zu machen. Denn die Nachfrage nach Gold ist nach wie vor hoch und steigt weiter. Sowohl private Anleger weltweit wie Notenbanken in Europa und Asien stocken ihre Goldreserven weiter auf. Die Goldreserven der Notenbanken sollen mittlerweile auf einem Achtjahreshoch liegen. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) haben die Notenbanken allein im vergangenen Jahr 534,6 Tonnen Gold gekauft, so viel wie seit 1964 nicht mehr. Die Käufe sollen in diesem Jahr sogar noch gesteigert werden.
Was treibt Banken und Großspekulanten trotzdem dazu, den Goldpreis ungeachtet kräftig steigender Nachfrage von privater Seite und von Notenbanken nach unten zu reden?
Analysten der Deutschen Bank „sehen“ Gold zum Beispiel bis auf 1.050 Dollar fallen. Ihre Begründung: Dann wären wieder die historischen Relationen zu anderen Rohstoffen wie Öl und Kupfer erreicht. An welche historischen Relationen denken diese Analysten? Die längst nicht bewältigte Banken- und Staatsschuldenkrise und die Flutung des Finanzsystems mit fast kostenlosem Geld zur Vermeidung von Bankenzusammenbrüchen und einer Weltwirtschaftskrise hat alle historischen Relationen gesprengt und eine vollkommen neue Lage geschaffen. Mit der Vergangenheit ist die heutige Situation überhaupt nicht vergleichbar.
Auch ABN Amro-Analysten „sehen“ die Gold-Kurse fallen. Begründung: Die Euro-Krise – wohlgemerkt: nicht die Banken- und Staatsschuldenkrise, die den Euro erst in Schwierigkeiten gebracht hat – sei vorüber und mit der Wirtschaft gehe es wieder bergauf. Ihr Kursziel: 1.000 Dollar je Unze. Das Rudel der Bankanalysten folgt augenscheinlich den Analysten von Goldman Sachs, die mit einer „Prognose“ für die ersten Panikverkäufe von Spekulanten gesorgt hatten und inzwischen ihren negativen Ausblick auf Sicht von zwölf Monaten auf 1.390 US-Dollar korrigiert haben. Jetzt sollen in einer zweiten Welle offensichtlich noch mehr „schwachen“ Spekulanten aus dem Gold getrieben werden.
Fundamentale Begründungen für ein Ende des zwölfjährigen Aufwärtstrends des Goldes gibt es nicht. Eher gibt es gute Gründe, genau das Gegenteil anzunehmen. Dazu gehört auch, daß die Kosten der Goldproduktion stark gestiegen sind und ein nachhaltiger Preisverfall das Angebot erheblich verknappen würde.
Vielmehr scheint es so, daß die Banken und Großspekulanten Anleger aus dem Gold heraus in die Aktien- und Anleihemärkte treiben wollen, um eigene Baissespekulationen günstig eindecken zu können und sich von „schwachen Händen“ weitere Gewinne finanzieren zu lassen, die sie durch Spekulation mit dem praktisch kostenlosen Zentralbankgeld machen können. In diese Richtung scheint auch Warren Buffett zu denken, wenn er das Gold schlecht redet. Der alte Fuchs denkt sich vielleicht: Wenn es gelingt, den Goldpreis noch weiter zu drücken, kann ich, sobald das viele frisch gedruckte Geld beginnt die Preise kräftig zu treiben und noch bevor der Goldpreis durch die Decke geht, billig in das Edelmetall umsteigen.
„Reines Gold fürchtet den Schmelzofen nicht“, sagen die Chinesen, die übrigens auch auf der Käuferseite stehen. Die Hongkonger Regierung hat die chinesischen Importe im März 2013 auf 223,52 Tonnen beziffert. Angesichts des gestiegenen Handelsvolumens an der Goldbörse in Shanghai und Gerüchten, zahlreiche Schmuckhändler seien quasi ausverkauft, wäre eine weitere Steigerung der chinesischen Importe im April keine Überraschung.
Man darf gespannt sein, wieviel billiges Geld die Gegner des Goldes in die Hand nehmen (müssen), um den Goldpreis trotz steigender Nachfrage weiter mit Baissespekulationen zu drücken. Auf jeden Fall bekommen die „starken Hände“ so günstige Kaufgelegenheiten wie lange nicht mehr.
„Niemand kann mit Sicherheit Börsenkurse voraussagen, die er nicht selbst manipuliert. Und selbst dann kann er danebenliegen, wenn er die Gegenkräfte unterschätzt“, meint Prof. Querulix dazu im Volksmund.
Von diesem scharfsinnigen Aphoristiker und Gebrauchsphilosophen sind im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital inzwischen mehrere eBooks und eine CD mit Aphorismen, kessen Sprüchen, Reimen und Gedichten erschienen. Darin nimmt er sich das Menschentier und das, was es mit seinesgleichen und Mutter Erde anstellt vor: mal zum Sezieren unter die Lupe, mal mit aufs Korn, um sie mit friendly fire zum Nachdenken anzuregen.
Zum Beispiel in seinem Jubiläumsband zum 25jährigen Autorenjubiläum, der unter dem Titel „Volksmund tut Weis- und Wahrheit kund“ als eBook bei READ – Rüdenauer Edition Autor Digital erschienen ist (ISBN 978-3-943788-20-4, 393 S., Euro 24,95).
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