(openPR) Ausstellung mit Lauref und rab paqué in der Galerie Passerelle, Bad Bergzabern
Während der Rosenwochen des Bad Bergzaberner Landes stellen in der Galerie Passerelle, Bad Bergzabern unter dem Titel „Mignonne, allons voir …“ zwei Künstlerinnen aus, die sich mit den Themen Weiblichkeit, Leichtigkeit, Lebensfreude und Rosenzauber beschäftigen.- jede auf ihre individuelle Weise.
Lauref
Angefangen hat Laure Freyermuth als Mediendesignerin nach ihrer Ausbildung an der Hochschule für Design, Mode und Kreation (Ecole Duperré) in Paris. Sie engagierte sich parallel für die Verbreitung der Kunst in Form von Kursen und weit reichenden Projekten (Bühnenbildnerische Arbeiten, Kostüme, Korsowagen…) in der von ihr ins Leben gerufene Assoziation „Nuance“. Nach 10 Jahren dieser Tätigkeiten fand Laure Freyermuth eine eigene künstlerische Ausdruckform, und seit 5 Jahren kreiert sie unter dem Künstlernamen Lauref ihre Gestalten als Unikate.
Sie stellt regelmäßig in internationalen Fachmessen für Angewandte Kunst aus, wie z. B. Salon Résonances in Strasbourg, Eunique in Karlsruhe, Carrousel du Louvre in Paris. Sie ist Mitglied im nationalen Verbund der Ateliers d’Art de France. Ihre hochwertigen künstlerischen Produkte werden bei Kunstmessen, in Galerien und Geschäften durch ganz Europa und darüber hinaus (Italien, Schweden, Norwegen, Libanon) bewundert und erworben. Eine traditionsreiche, für erlesenen Geschmack zeichnende Firma für Designermode, die in Paris und in den Großstädten Frankreich Filialen unterhält, hat sie für ihre thematische Fenstergestaltung beauftragt.
Ausgehend von Eisendraht, Papier und Farbe erschafft Laure Freyermuth grazile, schwungvolle, in der Bewegung befangene weibliche Silhouetten. Skizzen und Farbenspiele werden zur Grundlage für die endgültige Realisation. Sie erstellt das Gerüst ihrer Kreationen mittels Eisendraht in einem einzigen Vorgang und verbannt damit die Notwendigkeit, zu löten oder zu schweißen. Dies kommt der Flexibilität der Gestalten zugute, die zu schwingen scheinen. Sie verwendet zum „Bekleiden“ dieser Gerüste Papiererzeugnisse unterschiedlicher Herkunft, häufig handgeschöpfte, deren besondere Eigenschaften sie sich zunutze macht. Sie verwendet Farben, Lacke, Gold- und Silberfolien und verklebt die von ihr thematisch und farblich abgestimmten Papierschichten mit PH-neutralem Leim. Darüber kommt ein UV-Schutzfilm.
Laure Freyermuth konzentriert sich auf weibliche Gestalten und auf die Umsetzung von Bewegung und Energie. Wie bei einem Musikstück Rhythmus, Melodie, Takt, Lautstärke zusammenwirken, entstehen bei ihren Kreationen mithilfe von Metall und Farben in Interaktion mit Flächen, Volumen in sich stimmige Gestalten, die durch ihre Leichtigkeit, ihre Eleganz, ihren Schwung und ihre Energie bestechen. Auf eine ausgefeilte Darstellung von Gesichtern verzichtet Lauref, um den Akzent auf die Spontaneität und Leichtigkeit der Bewegung zu setzen und die dahinter steckende Absicht herauszustellen. So lädt sie den Betrachter dazu ein, sich selbst auf die Suche nach dem Ziel dieser luftigen, zierlichen, eleganten Gestalten zu begeben. Anders als bei Peynet oder Barbie sind die Kreationen von Lauref frei von modischen Referenzen. Die Künstlerin verzichtet bei ihren weiblichen Gestalten - ob klein oder überdimensional - auf Gesichter und Accessoires und richtet ihr Augenmerk auf die Bewegung, die ein Spiegel der Gefühle und Seelenzustände ist, und somit eine universelle, zeitlose Aussagekraft besitzt.
rab paqué
Die Künstlerin, 1967 geboren, ist Philosophin und Malerin. Von Jugendkunstpreisen entwickelte sie sich über die Teilnahme an Sommerakademien und Atelierstudien zum Kunst- und Philosophiestudium an der Albertus-Magnus-Universität Köln. Ihren Abschluss erhielt sie als Magister Artium an der Universität Regensburg
Seit 1987 stellt sie unter dem Künstlernamen rab paqué regelmäßig aus und führt ihr ATELIERHAUS in Deidesheim. Sie ist vertreten sowohl in privaten Sammlungen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen als auch im öffentlichen Raum.
Besonders auffällig ist ihr Duktus. rab paqué trägt dick auf. Die Farbaufschläge können bis zu eineinhalb Zentimeter vorstehen, wirken gepeitscht. Der Farbauftrag ist grob farbschichtig gestaltet, wirkt gespachtelt, wird jedoch ausschließlich gepinselt.
Mit breitem Pinselstrich dirigiert rab paqué den dynamisch pastosen Farbauftrag und setzt dabei das Lichtspiel von hell und dunkel doppelt ins Bild, sowohl mit ungewöhnlichen Farbästhetiken als auch einem Farbduktus, welcher dem natürlichen Schattenspiel in a-fresco-Manier zuspielt. Die Oberfläche ist aufgerissen, springt entgegen.
rab paqué arbeitet intensiv mit Rohpigmenten aller Couleur sowie mit Körnung und verstärkt Ihre Bildintensität mit niederländischen Ölfarben.
Dick bzw. pastos ist der Farbauftrag, Kanten und Grate der Farben bilden zusätzlich ein plastisches Volumen. Glitzernde Partikel im Farbaufbau locken den Blick des Betrachters reflexartig zur Bildschau. Den Bildern liegt ein aufwendig gestaltetes Farbmischungsverhältnis zugrunde.
rab paqué, als magistra artium, arbeitet in Ihren Werken immer wieder mit Philosophie. Mal ist es der Bildaufbau, der wie ein Suchspiel gestaltet ist. Ein anderes Mal sind es philosophische Zitate, die in einem neuen Sinnnetz malerisch zusammengebracht werden. Diese Bilder laufen unter der Reihe „Dialog unter freiem Himmel“.
Neu entstand die Bildkonzeption des „Daily Poem“. Kurze Sprachfetzen, Gedichtausschnitte, Lautmalereien verbinden sich mit Malerei, wecken auf, regen neue Zusammenhänge an, bringen zum Nachdenken, positivieren den Tag, formen sich zum breiten Schmunzeln.
Die Vernissage am Sonntag, den 26. Mai ab 15 Uhr wird musikalisch umrahmt von Elke Jäger (Gesang) und Benno Burkhart (Gitarre).
Ausstellungsdauer: 26. Mai bis 30. Juni
Ort: Galerie Passerelle, Marktstraße 55, Bad Bergzabern
Öffnungszeiten: Do, Fr, So: 14-18 Uhr, Sa: 11-16 Uhr
www.galeriepasserelle.com













