(openPR) Jeder, der auch nur einen Funken für Gerechtigkeit übrig hat, wird die Tatsache sehr begrüßen, dass drei Frauenrechtlerinnen aus Indien, Pakistan und Afghanistan für ihre ebenso schwere wie verdienstvolle Arbeit zu Gunsten unterdrückter Frauen geehrt wurden, indem sie den Preis für Menschen-Würde erhalten haben. Zu dieser Freude gehört auch der Ehrenpreis für das Jüdische Museum in Berlin, der Stätte gegen das Vergessen.
Bundestags-Präsident Dr. Norbert Lammert hat dabei in seiner Laudatio die Dinge auf den Punkt gebracht:
"Die Legitimation, über Menschenrechte zu sprechen, ergibt sich aus einer ganz besonderen Verantwortung“
Wir alle sind gefordert, dieser Einsicht zum Durchbruch zu verhelfen. Doch, so Lammert weiter, "durch Erklärungen allein gelingt das nicht, sondern nur durch die Umsetzung in die Lebenswirklichkeit." In diesem Zusammenhang zitierte er auch Jürgen Habermas.
Getrübt wird die Freude über die Preisverleihung allerdings durch Roland Berger, die Person des Stifters. Ist den Verantwortlichen von Phoenix, dem Dokumentarkanal, der das Ereignis live übertrug, eigentlich klar, wem sie hier die ganz große Bühne errichtet haben? Offenbar nicht.
Deshalb sind ein paar kritische Anmerkungen zur Person Roland Bergers und dessen Handlungsintention nötig.
Roland Berger lässt sich - nicht zum ersten Mal - in der Öffentlichkeit als der große Wohltäter und Menschenfreund feiern, dem die Würde des Menschen sowie Ethik auch im Geschäftsleben am Herzen liege. Dabei lässt Berger seit Jahren jegliche Verantwortlichkeit für seine Missetaten fehlen und jedem der sich für diese Hintergründe interessiert, wird darum sauer aufstoßen, dass es sich bei der Person des Stifters um Roland Berger handelt.
Vor diesem Hintergrund muss man die Tatsache, dass Berger sich in der Öffentlichkeit für seinen Preis feiern lasst, nicht nur als dreisten Ablasshandel, sondern sogar als Missbrauch bezeichnen seine Absicht ist es, die Öffentlichkeit zu täuschen.
Man muss die Worte des Bundestags-Präsidenten auf Roland Berger anwenden und somit feststellen: Ein Mann, der die Verantwortung für seine Missetaten ablehnt, verfügt über keine Legitimation, über Menschen-Rechte und Würde zu sprechen. Er hat sich als eines Menschen unwürdig verhalten und erwiesen.
Demnach sind wir alle - um es erneut mit Lammerts Worten zu sagen - "gefordert, dieser Einsicht zum Durchbruch zu verhelfen."
Wer sich für die Hintergründe dieses Missbrauchs öffentlicher Anerkennung und Wirkung interessiert, wird auf der Homepage www.unternehmensberater-skandal.de unter den Stichworten Roland Berger und Wirtschaftsethik fündig.






