openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Mit Fluorid rutschen die Bakterien weg

06.05.201308:14 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Fluorid ist in erhöhten Dosen toxisch, doch in kleinen Mengen, wie es in Zahnpasten oder auch Speisesalz vorkommt, hat es eine wertvolle Funktion für die Zahnsubstanz. Denn es wird in den Zahnschmelz eingebaut und macht die ohnehin härteste Substanz im menschlichen Körper noch härter. Kinder lernen also bereits im Kindergarten, dass die Zahnbürste die karieserregenden Bakterien wegfegt, bevor Fluorid den Zahnschmelz wieder hart macht. Chemisch gesprochen verbindet sich Fluorid mit dem Zahnmaterial (Hydroxylapatit - HAP) und bildet mit ihm Fluorapatit (FAP). FAP ist weniger säurelöslich als HAP und schützt so den Zahn vor Säureangriffen, die der Grund für Karies sind, das durch ein zu viel an Zucker entsteht. Denn die Bakterien im Mund setzen beim Abbau von Zuckerverbindungen Säuren frei, die dann den Zahnschmelz angreifen. Die Saarbrücker Wissenschaftler um Physikprofessorin Karin Jacobs haben aber bereits in früheren Untersuchungen festgestellt, dass Fluorid gar nicht so tief in den Zahnschmelz eindringt wie lange vermutet. Zudem ist der Fluoridschutzmantel sehr dünn und fragil. Das Härten des Zahnschmelzes durch Fluorid reicht daher als alleinige Erklärung für die gute Kariesprophylaxe noch nicht aus. Zusammen mit Mikrobiologen des Universitätsklinikums Homburg haben die Saarbrücker mit eigens hergestellten HAP-Plättchen verschiedene Experimente angestellt und mit Hilfe der Rasterkraftmikroskopie die Haftkraft verschiedener Bakterienarten bestimmt. Unter dieser Bakterienarten waren auch zwei Karieserreger, nämlich Streptococcus mutans und Streptococcus oralis. Der entscheidende Ergebnis der Untersuchung: Die Bakterien blieben an den mit Fluorid behandelten Flächen nur halb so stark haften wie an unbehandelten Oberflächen.



Weitere Einsatzgebiete von Fluorid denkbar

Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, ob dieses Ergebnis auch in der Mundhöhle Bestand hat. Zumal die natürlichen Zähne anders als die künstlich hergestellten HAP-Plättchen sind. Sie sind nämlich unebener, poröser und natürlich individuell sehr verschieden. Dennoch ist dieses Ergebnis der verringerten Haftung sehr interessant. "Daraus ergeben sich möglicherweise weitere Einsatzgebiete von Fluorid beispielsweise bei Zahnfüllungen, Zahnersatz oder Implantaten", kommentiert Carsten Öztan von der Zahnklinik Berlin (http://zahnklinik-ost.de). Wenngleich es noch abzuwarten bleibt, wo und wie künftig Fluorid eingesetzt wird, hat die Studie eins wieder mal deutlich belegt: Fluorid ist für die Kariesprophylaxe hochwirksam und damit ein unverzichtbarer Bestandteil.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 717473
 651

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Mit Fluorid rutschen die Bakterien weg“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Zahnklinik Ost

Milchzahnkaries ist gefährlich
Milchzahnkaries ist gefährlich
Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege führt alle fünf Jahre Untersuchungen zur Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen durch. Die aktuellen Zahlen verheißen nichts gutes. Zwar hat sich die zahnmedizinische Versorgung immer weiter verbessert, aber dennoch haben rund 46 Prozent aller Kinder im Grundschulalter Karies. Selbst Untersuchungen im Kindergarten zeigen, dass bereits einige Kleinkinder Löcher in den Zähnen haben. Wer glaubt, dass Milchzahnkaries nicht so schlimm sei, schließlich fallen die Milchzähne so oder so irgen…
Zähneputzen allein reicht nicht
Zähneputzen allein reicht nicht
Der Kreislauf der Entstehung von Zahnkrankheiten beginnt beim Essen. Denn danach kommt es zur Ablagerung auf den Zähnen. Auf diesen Ablagerungen siedeln sich dann Bakterien an, die per se zur ganz normalen Besiedelung im Mund gehören. Werden diese Ablagerungen allerdings nicht beseitigt, entstehen immer neue Bakterienschichten und dies wird dann letztendlich zum Problem. Wer beispielsweise glaubt, die Verwendung von Mundspülungen ersetzt das Benutzen der Zahnbürste liegt falsch. Denn Mundspülungen greifen beispielsweise nur die oberste Ablage…

Das könnte Sie auch interessieren:

Zahngesundheit in Deutschland steigt
Zahngesundheit in Deutschland steigt
… Zahnschmelz wieder wichtige Mineralien zugeführt werden. Mineralien, die beispielsweise durch Säuren zuvor herausgelöst wurden. Zudem bildet Fluorid eine Art Schutzfilm über dem Zahnschmelz. Bakterien können dadurch schlechter haften und somit die Zähne weniger schädigen. Fluorid dringt außerdem in Bakterien ein und zerstört deren Stoffwechsel. Eine von …
Fluorid: Segen gegen Karies?
Fluorid: Segen gegen Karies?
… der Fluoridanwendung zugeschrieben.“ Fluoride bieten demnach einen guten Schutz gegen Karies, weil sie in der richtigen Dosierung den Zahn „härten“ und ihn gegen Säure und Bakterien widerstandsfähiger machen. Sie blockieren die Entkalkung der Zähne und fördern die Remineralisierung der Zähne. Den vollständigen Artikel der BZÄK findet man ebenso auf der …
Risikopatient Zahnspangenträger - Spangen erfordern von Arzt und Patient erhöhte Aufmerksamkeit
Risikopatient Zahnspangenträger - Spangen erfordern von Arzt und Patient erhöhte Aufmerksamkeit
… unterschiedlichen Befestigungen von Spangen treten verschiedene Probleme auf: Lose Spangen zum Herausnehmen, mit einer Tragezeit von mehreren Stunden am Tag, bilden Sammelstellen für Bakterien. „Es sollte darauf geachtet werden, sowohl die Zähne als auch die Spange regelmäßig einer intensiven Reinigung zu unterziehen“, erklärt Dr. Nesselrath. Bei festen …
Kontroverse um Fluoride
Kontroverse um Fluoride
… (http://www.levold-becker.de/) "Denn es lagert sich in der Zahnstruktur ein und härtet den Zahn. Zudem haben neuere Studien bewiesen, dass bei regelmäßiger Fluorideinnahme schädliche Bakterien an den Zähnen nicht mehr so gut haften. Es fördert zudem die Remineralisierung der Zähne." Verschiedene Möglichkeiten der Aufnahme Fluorid muss nicht zwangsläufig …
Bild: Gesunde Zähne ohne FluoridBild: Gesunde Zähne ohne Fluorid
Gesunde Zähne ohne Fluorid
… Mundflora beiträgt und Karies und Paradontose vorbeugt. Myrrhe begünstigt Heilungsprozesse und wirkt desinfizierend. Salbei wirkt entzündungshemend. Nelke verhindert den Aufbau schädlicher Bakterien in der Mundhöhle. Grünteeextrakt kräftigt das Zahnfleisch. Olivenblattextrakt hilft gegen Bakterien und Keime bei Entzündungen am Zahnfleisch und unterstützt …
Bild: Natürlicher Zahnschutz: Heilwässer mit FluoridBild: Natürlicher Zahnschutz: Heilwässer mit Fluorid
Natürlicher Zahnschutz: Heilwässer mit Fluorid
… Zähne zu schützen. Wer regelmäßig Heilwässer ab 1 mg Fluorid pro Liter trinkt, kann die Fluoridkonzentration im Speichel nachweislich erhöhen. Das stärkt den Zahnschmelz und hemmt Kariesbakterien. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt für Frauen 3,1 mg und für Männer 3,8 mg Fluorid am Tag. Dabei sollte die gesamte Menge an Fluorid aus …
Bild: Fluorid in der Zahnpasta - wichtig oder schädlich?Bild: Fluorid in der Zahnpasta - wichtig oder schädlich?
Fluorid in der Zahnpasta - wichtig oder schädlich?
… ein sehr feines Gitter aus Kristall mit eingelagerten Stoffen, wie Kalium, Magnesium und Natrium. Wenn bestimmte Säuren den Zahn erreichen wird das Gitter porös, Bakterien zerstören langsam den Zahn und es entsteht Karies. Fluoride können diesen Prozess der Zahnzerstörung entgegenwirken. Warum wird dennoch so häufig vor Fluoriden gewarnt? Die Angst vor …
Bild: Remin Pro – Sanfter Schutz für die ZähneBild: Remin Pro – Sanfter Schutz für die Zähne
Remin Pro – Sanfter Schutz für die Zähne
… ist die ideale Ergänzung der Zahnpflege für die Praxis und den Hausgebrauch. Drei Komponenten zum Schutz vor Demineralisation und Erosion Die Säureproduktion kariogener Bakterien sowie säurehaltige Lebensmittel verursachen eine Demineralisation und Erosion der Zahnhartsubstanz. Wird dieser Prozess nicht effektiv gestoppt, können die Erosionen bis ins …
10 Fakten über Fluoride
10 Fakten über Fluoride
… Gramm Fluoride lassen sich im menschlichen Organismus finden – vor allem in Knochen und Zähnen. Dort trägt das Spurenelement zur Stabilität bei. 4. Fluoride wirken negativ auf Bakterien Durch ihren Einfluss auf den Zahnschmelz sorgen Fluoride für eine Oberfläche, an der Bakterien sich nur schlecht anhaften können. Doch darüber hinaus wirken sie auch …
Diskussion um Fluorid
Diskussion um Fluorid
… Mengen ist Fluorid besonders wertvoll für die Zahngesundheit. Fluorid lagert sich in der Zahnsubstanz ein und härtet den Zahn. Neuere Studien belegen sogar, dass durch Fluorid Bakterien nicht mehr so gut auf den Zähnen haften können. Das verhindert Zahnbelag (Plaque) und in der Folge Karies. Durch moderne Zahnpasten, die Fluorid enthalten, lassen sich …
Sie lesen gerade: Mit Fluorid rutschen die Bakterien weg