(openPR) Böger, Spezialist für Dämmstoffe aus Polyurethan, setzte seinen Innovationskurs mit der Zulassung (Z.:23.12-1917) des Kerndämmstoffes „Granu-PUR“ zum Füllen von mehrschaligem Hohlraumwerk fort. Das Unternehmen vertreibt seit 25 Jahren Wärmedämmstoffe aus Polyurethan und produziert unter anderem ein Klinkerpaneel (Z.:33.5-625) mit gleichzeitiger PUR-Dämmung für die Außenwandbekleidung.
Das neu entwickelte Einblasgranulat Granu-PUR überzeugt durch eine niedrige Wärmeleitzahl und einer absoluten Setzungssicherheit auch bei großen Hohlschalendicken. Granu-PUR wird von zertifizierten Fachbetrieben in die jeweiligen Hohlräume setzungssicher eingeblasen. Die Einblasdämmung besteht zu 80% aus PUR-Körnern und zu 20% aus einem Feinanteil. Dieser Feinanteil wird durch Zerkleinern des PU-Hartschaums hergestellt. Beim Einblasen verteilen sich diese beiden Komponenten (Sieblinie), d. h. der Feinanteil setzt sich zwischen den einzelnen Granulat-Körnern und es verbleiben keine ungedämmten
Zwischenräume. Zum Einbringen des Dämmstoffes werden in der Vorsatzschale die erforderliche Anzahl von Löchern gebohrt oder einzelne Mauersteine entfernt (Bild 1). Dies geschieht in kleineren Abständen im oberen Fassadenbereich und auch im Fensterbrüstungsbereich. Das Dämmmaterial wird nun über einen flexiblen Schlauch in die Luftschicht zwischen den Mauerwerksschalen geblasen. Abschließend werden die Einfüllöffnungen verschlossen (Bild 2).
Im weiteren Verlauf der Modernisierung kann auch die Außenfassade energetisch sowie optisch in echter Klinkeroptik gestaltet werden. Durch die bereits eingebaute Hohlraumdämmung von 70 mm kann bei der Außenwandsanierung auf ein schlankes Dämmsystem zurück gegriffen werden.
Böger bietet für diesen Zweck ein Vollwärmeschutzsystem an, das aus einer Kombination aus dem Hochleistungsdämmstoff Polyurethan und echten Tonklinkerriemchen die Problematik von alten oder sanierungsbedürftigen Außenwänden optimal löst. Prinzipiell können alle Fassaden - von Wohn- und Geschäftsgebäuden - saniert, gedämmt und optisch attraktiver gestaltet werden. Aus baulichen Gegebenheiten entschied man sich für die Systemdicke von 60 mm.
Unkomplizierte Montage
Ein besonders großer Vorteil des Fassadensystems ist seine schnelle, rationelle, präzise, unkomplizierte Montage. Zunächst wurden die Klinkerplatten, mit den Abmessungen 112,5 x 69 cm, einfach durch eine, in den Systemklinkerelementen eingeformte Befestigungsbuchse, an die Gebäudewand angeschraubt. Verbunden werden die Elemente, indem spezielle Ausschäumkammern mit PU-Schaum gefüllt werden. Dadurch werden Wärmebrücken zuverlässig verhindert. Ergänzend zu den Platten gibt es komplette Eckelemente für die Einfassung von Öffnungen (Foto 3 u. 4). Dort, wo die Elementmaße zu groß sind, schneidet man die Platten mit einem Winkelschleifer und einer Diamant-Trennscheibe zu. Dank der nachträglichen Verfugung zwischen den Klinkerriemchen ist die Fassade nach außen hin schlagregendicht.
Die ursprüngliche Althaus-Außenwand mit einem U-Wert von 0,912 W/m²K wird zur trockenen Innenschale und kann den Wärmehaushalt steuern. Durch die Hohlraumdämmung Granu-PUR in Kombination mit der Systemklinkerfassade ist es gelungen, den U-Wert auf 0,24 W/m²K herabzusetzen ohne dabei die alten Wanddicken übermäßig „aufzublähen“. Ein Vorteil, insbesondere für vorhandene, geringere Dachüberstände und lichtfreundlichere Fensteröffnungen bei zukünftigen Planungen von energetischen Modernisierungen.












