(openPR) Mit einem Konzernumsatz von knapp 2,8 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012 (Vorjahr gut 2 Mrd. €) setzt die Hauptgenossenschaft Nord AG, Kiel (HaGe) den seit einigen Jahren eingeschlagenen nationalen Wachstumskurs fort. Die Hauptgenossenschaft Nord AG als Konzernmuttergesellschaft konnte den Umsatz von 1,4 Mrd. € auf rund 1,8 Mrd. € steigern.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im Konzern auf rund 26,3 Mio. € - der Jahresüberschuss wird mit knapp 20 Mio. € ausgewiesen. In der AG wurde ein Überschuss von rund 14,3 Mio. € erzielt.
Zukäufe und Kooperationen als Wachstumsmotor
„Im Jahr 2012 haben verschiedene Faktoren zu der positiven Entwicklung geführt. Neben den Preiseffekten konnte der Umsatz durch das überregionale Wachstum, insbesondere durch die erstmalige Vollkonsolidierung der Roth Agrarhandel GmbH deutlich gesteigert werden“, so Dr. Ulrik Schlenz, Vorstandsvorsitzender der HaGe. „Wir sind insgesamt zufrieden mit der Entwicklung. Nachdem im Jahr 2011 vor allem die Strukturanpassungen und die Integration von Akquisitionen der vergangenen Jahre im Vordergrund der Unternehmensentwicklung standen, war das Jahr 2012 über die Ausweitung des Kerngeschäftes hinaus durch weitere strategische Zukäufe und Kooperationen gekennzeichnet. Die Optimierung der Vertriebssteuerung und der Unternehmensstrukturen im norddeutschen Kerngeschäftsgebiet wurde in einem umfangreichen Reorganisationsprojekt fortgesetzt. Hierdurch wird ermöglicht, dass Wachstum und regionales Unternehmertum miteinander im Einklang stehen“.
Expansion in Sachsen und Bayern im Futtergeschäft –
Management verstärkt
Für das Geschäftsfeld Futter galt es im Jahr 2012 besonders herausfordernde Rahmenbedingungen im Markt zu bewältigen und gleichzeitig die weitere Strategie einer Expansion im deutschen Markt umzusetzen. Zur Mitte des Jahres 2012 wurden von der Muskator Werke GmbH, Düsseldorf, drei Werksstandorte in Riesa (Sachsen), Deggendorf und Bamberg (beide Bayern) von erworben. „Der Futtervertrieb im süddeutschen Geschäftsgebiet wird über die neu gegründete AHS (Agrarhandel Süd GmbH) in einer partnerschaft-lichen Zweistufigkeit organisiert“, führt der stellvertretende Vorstands-vorsitzende Markus Grimm aus.
Seit dem 01. April dieses Jahres wird das Vorstandsteam der HaGe um
Dr. Dietrich Schwier erweitert, der nun die weitere Ausrichtung des Futter-geschäftes steuern wird.
Mit Dr. Schwier konnte ein Manager mit langjähriger Erfahrung aus dem Futtermittelsektor für die weitere strategische Entwicklung dieses wichtigen Geschäftsfeldes gewonnen werden. Grimm übernimmt künftig neben dem Betriebsmittelgeschäft auch die Ressortverantwortung für den weiteren Aus-bau der regionalen und nationalen Vertriebsorganisation.
Betriebsmittelgeschäft durch Witterung beeinflusst –
Zusammenarbeit im Saatgutbereich weiter ausgebaut
Die Sparte Betriebsmittel, die sich neben Saaten vor allem um Produkte zur Ernährung und Gesunderhaltung der Kulturpflanzen kümmert (Dünger und Pflanzenschutz), konnte ein gutes Ergebnis erzielen, obwohl in einigen Teilen Deutschlands der Markt durch den langen und kalten Winter 2011/2012 beeinträchtigt war. „Der danach im Frühjahr vorhandene Krankheitsdruck hat allerdings zu einem Behandlungsumfang geführt, dem zum Teil knapp verfügbare Präparate gegenüber standen. Insgesamt konnten wir über unsere Tochtergesellschaft Betriebsmittel Service Logistik GmbH (BSL) eine gute Versorgung der Landwirtschaft und des Handels sicherstellen“, so der Ressortvorstand Grimm. „Der Einsatz von Mineraldünger in der Landwirtschaft war bis zur Ernte deutlich geringer als noch ein Jahr zuvor. Wir konnten aber, auch dank unserer internationalen Einbindung in die Beschaffungsmärkte unsere Marktanteile ausbauen“, zeigt sich Grimm zufrieden. Im Betriebsmittelbereich stellt der HaGe Konzern mit der Beteiligung an der S.G.L. GmbH, einem Landhandelsunternehmen im Rheinland, und der Neugründung der Ostthüringer Saaten GmbH, einem Dienstleistungsunternehmen in der Saatgutproduktion, seine Kooperations-fähigkeit und den Wachstumswillen unter Beweis.
Große Getreideernte forderte Handel und Logistik
„Bei einer im Vergleich zu den Erwartungen guten Getreideernte und gleichzeitig hoher Verkaufsbereitschaft der Landwirte während der Ernte konnte einmal mehr die Leistungsfähigkeit von Handel und Logistik in der HaGe und ihren Tochtergesellschaften bewiesen werden“, erläutert Detlev Kock, der im Vorstand das Geschäft mit Getreide und Ölsaaten verantwortet. „Die gesetzten Ziele konnten wir im Jahr 2012 erreichen und auch das Ergebnis unserer Kieler Ölmühle hat sich wieder so weit verbessert, dass wir auch für die Zukunft eine gute Entwicklung sehen und weitere Investitionen erwägen.“
Moderne Transportlogistik für Effizienz und Umwelt
„Transporte sind für nationale und internationale Handelsströme bei den Produktionsmitteln und Agrarrohstoffen aus zwei Perspektiven immens wichtig: Einerseits wollen wir beim Warentransport natürlich die Kosten möglichst gering halten – andererseits gilt es bei den Transporten die Umwelt so wenig wie notwendig zu belasten. Einer permanenten Modernisierung des LKW-Fuhrparks gilt dabei gleichermaßen ein Augenmerk wie der Vermeidung von Leertransporten - ob auf der Straße oder mit dem Schiff. Wo möglich und sinnvoll, nutzen wir Schiffstransporte und in jüngster Zeit auch wieder mehr den Bahntransport“, berichtet Dr. Schlenz. „Hierfür werden in der AG und auch in den Beteiligungsunternehmen Gleisanschlüsse reaktiviert oder neue Bahnumschlagsanlagen errichtet.“
„Mit derartigen Anlagen, die wir zum Beispiel in Hamburg und Heidenau bei Dresden errichtet haben, binden wir den lokalen Getreidemarkt über den Hamburger Hafen noch besser an den Getreideexport an“, ergänzt Detlev Kock.
Stärkung der regionalen Wirtschaft
Die HaGe ist mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften auch ein wichtiger Faktor der regionalen Wirtschaft im Norden. In der jährlichen Regionalstudie der HSH-Nordbank rangiert die AG auf Platz 5 (gemessen am Umsatz) in Schleswig-Holstein. „Nicht nur im Agrarhandel direkt liegt die Stärke der HaGe. Gerade die regionale Logistikwirtschaft ist ein eng damit verzahnter Bereich. So sind Tochter- und Beteiligungsunternehmen beispielsweise in der Bewirtschaftung des Rendsburg Port aktiv oder schlagen Güter im Lübecker Hafen um. Im vergangenen Jahr haben wir Mitarbeiter und Betriebsvermögen des norddeutschen Traditions-unternehmens Friedrich Bobzin & Söhne GmbH & Co. KG (Bobzin) in den HaGe Konzern integriert. Die Landwirtschaft und die mit ihr verbundenen Wirtschaftszweige sind und bleiben eine Zukunftsbranche in unserem Land,“ ist Dr. Schlenz überzeugt. „Wenn das Land zukünftig Schwerpunkte der Förderung in anderen Sektoren sieht, so können wir damit leben – solange die wirtschaftliche Dynamik der Land- und Agrarwirtschaft nicht auf der anderen Seite durch Überregulierungen eingeschränkt wird.“
Balance zwischen Region und nationaler Expansion – Kooperationsbereitschaft bei weiterem Wachstum
„Neben unserer regionalen Stärke in Norddeutschland konnten wir in den vergangenen Jahren anhand einiger Beispiele unseren deutschlandweiten Wachstumswillen unterstreichen“, stellt Grimm heraus. „Wir sind kooperationswillig und kooperationsfähig, so finden wir Partner, deren Philosophie und Geschäft zu uns passen. Wir müssen nicht überall die erste Geige spielen, sondern verfolgen konsequent unsere Unternehmensmission:
Gemeinsam Wachsen – Werte schaffen.“






