(openPR) Vor 200 Jahren war Sachsen Hauptschauplatz der antinapoleonischen Befreiungskriege, die in der Völkerschlacht bei Leipzig gipfelten. Die Festung Königstein im Elbsandsteingebirge zeigt die erste große Ausstellung im Freistaat zum Jubiläumsjahr.
Dresden/Königstein, 16. April 2013 – Vor 200 Jahren, am 20. Juni 1813, besuchte Napoleon Bonaparte die Festung Königstein. Das Jubiläum ist hier Anlass für die aufwendige Sonderausstellung „Sachsen und Napoleon – ein Pakt mit dem Teufel?“, die vom 19. April bis zum 3. November 2013 in der Magdalenenburg zu sehen ist.
Die Ausstellung, die unter Mitwirkung zahlreicher Leihgeber realisiert wurde, thematisiert die Napoleonische Zeit in Sachsen. Sie begann im Jahr 1806 mit der Niederlage der preußisch-sächsischen Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt. In dessen Folge sich das Kurfürstentum Sachsen seinem bisherigen Gegner Frankreich anschloss. Zum Dank erhob Napoleon Kurfürst Friedrich August zum König.
Für dieses Bündnis zahlte Sachsen einen hohen Preis: Die sächsische Armee kämpfte unter hohen Verlusten in den Folgejahren an Napoleons Seite gegen Preußen, Österreich und Russland. Mit der Niederlage Frankreichs im Russlandfeldzug 1812 und seiner endgültigen Bezwingung in der Völkerschlacht im folgenden Jahr war auch das Schicksal Sachsens besiegelt. Auf dem Wiener Kongress im Jahr 1815 bestraften die Sieger Preußen, Österreich und Russland das Königreich mit einer beträchtlichen Verkleinerung des Landes – auf etwa die Hälfte seiner ursprünglichen Größe.
„Sachsen und Napoleon – ein Pakt mit dem Teufel?“ zeichnet mit einer außergewöhnlichen Dichte historischen Materials ein lebendiges Bild der für Sachsen so folgenschweren Jahre. Insgesamt stellen 19 Einrichtungen Leihgaben und Bildvorlagen zur Verfügung. Ein Hut Napoleons aus dem Armeemuseum in Paris ist das große Highlight der Ausstellung. Der Feldherr trug den Zweispitz während seiner letzten Schlachten im Jahr 1814 in Frankreich. Ein weiterer Höhepunkt ist eine vier mal vier Meter große, begehbare Landkarte Sachsens, welche die Landesgrenzen von 1806 und 1815 sowie zahlreiche Schlachten dokumentiert. Daneben präsentiert die Ausstellung hervorragende Schlachtenbilder und Portraitdarstellungen prägender Persönlichkeiten aus jener Zeit sowie eine große Zahl historischer Waffen. ?
Sonderausstellung „Sachsen und Napoleon – ein Pakt mit dem Teufel?“
Magdalenenburg auf der Festung Königstein, 01824 Königstein
19. April bis 3. November 2013, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet
Der Eintritt zur Ausstellung ist im regulären Festungseintrittspreis enthalten.
www.festung-koenigstein.de
Achtung! Sonderführungen:
Am 26. Mai und am 22. September führt jeweils 11 Uhr Kurator Ingo Busse durch die Ausstellung.
Bilder zur Ausstellung:
http://www.press-area.com/festung-koenigstein/bildarchiv/sonderausstellung-sachsen-napoleon.html
Umfangreiches Online-Pressebildarchiv zur Festung Königstein:
http://www.press-area.com/festung-koenigstein/bildarchiv.html













