(openPR) Drastische Worte hat Christian Bärenklau, Veneerspezialist aus München, für alle Fans von Zungenpiercings parat: "Ihr tragt eine Art Abrissbirne im Mund!" Das ist starker Tobak - zählen doch Zungenpiercings zu den drei beliebtesten Piercing-Schmuck-Arten in Deutschland. Von den 5,3 Mio. Piercing-Trägern in Deutschland haben sich immerhin rund eine Million einen kleinen Metallstift durch die Zunge stechen lassen - im Idealfall von einem Profi unter sterilen Bedingungen. Vor allem unter 14 bis 24jährigen sind die kleinen Metallknöpfe beliebt, bei Frauen übrigens etwas häufiger als bei Männern.
Doch der Münchner Zahnarzt und Zahnästhetikspezialist Bärenklau findet an dem "flippigen Schmuckwerk" keinen Gefallen. Auch wenn man, wie immer häufiger üblich, das gewöhnliche Metall beispielsweise durch Kunststoff ersetze, stellt "ein solches Piercing doch einen erheblichen Eingriff in den Mundraum dar", wie Bärenklau mahnt. Eine PR-Aktion für seine Unternehmung 4Ever White ( http://www.4ever-white.de/)? Mitnichten. Bärenklau, zugleich Inhaber einer Zahnarztpraxis in München, beobachtet "mit großer Sorge, wie sich junge Leute ihre Zähne irreparabel und vermutlich unbewusst schädigen."
Der Grund ist einfach: Metall, das beim Sprechen, Küssen, Kauen und allerlei Zungenbewegungen ständig an die Zähne schlägt – das kann auf die Dauer nicht gut gehen. Die Folge sind zunächst feine Haarrisse im Zahnschmelz. Die werden irgendwann größer. Heißes oder Kaltes löst plötzlich empfindliche Schmerzen aus - denn der beschädigte Zahnschmelz kann die Temperaturkontraste nicht mehr abfangen, der Zahnnerv wird gereizt. Zudem setzen sich an den Haarrissen mit Vorliebe Kariesbakterien ab - mit den bekannten Folgen.
Nicht viel besser läuft es bei all jenen, die sich ein Lippenpiercing setzen lassen. Bärenklau: der Piercing-Verschluss drückt beim Lippenpiercing oft so stark auf das Zahnfleisch, dass sich dieses irreparabel so weit zurückzieht, dass nicht nur die Zahnhälse, sondern sogar der Kieferknochen offen liegen können. Auch hier ist der Schaden nicht zu ersetzen - einstmals verlorenes Zahnfleisch kann nie wieder zurück gewonnen werden. Studien haben gezeigt, dass bei Unterlippen-Piercings in rund 70 Prozent aller Fälle das Zahnfleisch im mindesten schon leicht geschädigt war.
Last but not least weist Bärenklau auch darauf hin, dass der Metallstift in der Zunge oder an der Lippe "einen Fremdkörper darstellt, der extrem anfällig für Bakterien ist".
Wer es denn partout nicht lassen möchte oder bereits trägt, für den hat Zahnarzt Christian Bärenklau einige Tipps parat:
Lassen Sie sich häufiger als üblich beim Zahnarzt zum Zahn- und Zahnfleisch-Check blicken!
Mit der Mundhygiene sollten Sie es genauer als üblich nehmen. Häufiges Zähneputzen und die professionelle Zahnreinigung in der Zahnarztpraxis vermeiden die Ansiedlung von schädlichen Bakterien
Bei den ersten erkennbaren Zahn- oder Zahnfleisch-Schäden: Piercing entfernen.










