(openPR) München, 10. April 2012, (kk) – Genial und filigran zeigt sich Alexander Calders Standing Mobile, das mit seinem beeindruckenden Formenspiel Momente der Ruhe und der Bewegung entstehen lässt. Das meisterhafte Spätwerk kommt bei Ketterer Kunst am 8. Juni mit einem Schätzpreis von EUR 150.000-250.000 zum Aufruf und ist eines der vielen Glanzlichter der Auktion.
Die Offerte umfasst die Bereiche:
1) NACH 1945/Zeitgenössische Kunst
2) Moderne Kunst
zu 1 ) NACH 1945/Zeitgenössische Kunst
Angeführt wird diese Abteilung neben Werken italienischer Künstler wie Emilio Vedova („Plurimo“, Taxe: EUR 100.000-150.000) und Enzo Cucchi, der mit seinem Ölgemälde „Fucile“ (Taxe: EUR 80.000-100.000) begeistert, von einer „Composition“ des Pekinger Künstlers Zao Wou-Ki. Nach den fulminanten Ergebnissen im Dezember 2012 für ein Öl (Aufruf: EUR 280.000, Erlös: EUR 512.000*) und ein Aquarell (Aufruf: EUR 28.000, Erlös: EUR 116.000*) des inzwischen in der Schweiz lebenden Chinesen, darf man gespannt sein auf das Bietgefecht um ein mit EUR 250.000-350.000 angesetztes Ölgemälde von 1976.
Sehr gut bestückt ist auch das deutsche Informel, an dessen Spitze ein titelloses, 1959 entstandenes und mit EUR 100.000-150.000 bewertetes Ölgemälde von Emil Schumacher steht, der zudem mit zwei Mischtechnik-Arbeiten präsent ist. Außerdem glänzt hier neben Gerhard Hoehmes 1955 auf Öl gemaltem, 160 x 130 x 6 cm großem „Westlicht“ (Taxe: EUR 50.000-70.000) auch Hans Hartungs drei Jahre später entstandene farbige Kreidezeichnung „P 58 – 29“ (Taxe: EUR 22.000-25.000).
Während Georg Baselitz mit einer 1963 entstandenen Tuschpinselzeichnung mit einer Taxe von EUR 80.000-120.000 kopfüber punktet, ragt Eberhard Havekosts 2004 gemaltes Ölgemälde „Sonnenschutz 2“ bei geschätzten EUR 40.000-60.000 ins unendliche Blau eines Sommerhimmels hinein.
Fast schon Klassiker unter den Zeitgenossen sind die Werke der ZERO-Künstler. Angeführt von Otto Pienes 1966 entstandenem Ölgemälde „Die Geburt des Regenbogens“, das mit einer Taxe von EUR 40.000-60.000 an den Start geht, bestechen hier Arbeiten von Adolf Luther, Heinz Mack und Günther Uecker.
Ebenfalls ganz oben in der Beliebtheitsskala rangieren die Werke der Künstler der Neuen Leipziger Schule. Exemplarisch sei hier neben Christoph Ruckhäberles titellosem Ölgemälde aus dem Jahr 2005 (Taxe: EUR 25.000-30.000) vor allem David Schnells zwei Jahre zuvor gemalte „Kollision in der Baumschule“ genannt. Die motivisch ebenso wie durch ihre Größe von 185 x 286 cm beeindruckende Acrylarbeit kommt mit einer Schätzung von EUR 50.000-70.000 zum Aufruf.
Abgerundet wird die Offerte von Werken wichtiger Künstler wie Josef Albers, Eduardo Chillida, Günther Förg, Hans Hartung, Rupprecht Geiger, Norbert Kricke, Markus Lüpertz, Nam June Paik, Sigmar Polke und natürlich Gerhard Richter.
Zu 2) Moderne Kunst
An der Spitze dieser Abteilung stehen mehr als ein Dutzend Arbeiten im sechsstelligen Bereich:
Das Besondere an Karl Schmidt-Rottluffs „Anlegeplatz am Fluss“ ist die ungewöhnlich kraftvolle Farbpalette, die man einem 72jährigen vielleicht nicht mehr zutrauen würde. Wie kaum ein anderer seiner Malerkollegen hat sich Schmidt-Rottluff seinen jugendlichen Elan bewahrt, der unverfälscht durch sein grandioses Spätwerk schimmert. Die Taxe liegt bei EUR 140.000-180.000.
Ebenso angesetzt ist Hermann Max Pechsteins Ölgemälde „Sonnenblumen“ aus dem Jahr 1948. Zwar ist der malerische Furor, den Van Gogh in seinen Sonnenblumenbildern anschlug, maßgeblich für dieses Sujet, doch Max Pechstein, der sich in den 1930er Jahren auf Grund der Zwänge der Zeit diesem unverfänglichen Motiv zuwandte, blieb sich und seiner ganz eigenen Ausdrucksweise treu.
Unverkennbar in ihrer ganz besonderen Art sind auch die Arbeiten von Gabriele Münter, die nach ihrer Loslösung von einer spätimpressionistischen Malweise, ihre Motive auf sehr individuelle Weise interpretiert. Die entspannte Malart zeugt von einer einzigartigen Souveränität im Umgang mit Licht, Farbe und Form. Die Künstlerin ist mit rund einem halben Dutzend Werken in dieser Auktion vertreten, darunter zwei mit Schätzungen von je EUR 140.000-180.000. Sowohl die 1923 entstandenen „Birkenallee“ als auch das ebenfalls in Öl gemalte Werk „Bergwiese“ dürften hier ganz oben auf der Liste der Begehrlichkeiten stehen.
Nicht zu vergessen sind neben Franz Marcs 1902 entstandenem Ölgemälde „Eichenstämme im Vorfrühling“ (Taxe: EUR 100.000-150.000) sowie drei Arbeiten der herausragenden deutschen Spätimpressionisten Max Slevogt („Gartenweg zum Sommerhaus“, Taxe: EUR 90.000-120.000) und Max Liebermann („Blühender Nutzgarten mit Haus“, Taxe: EUR 40.000-60.000 sowie „Blumenterasse nach Süden“, Taxe: EUR 30.000-40.000) auch Werke u.a. von Alexander Archipenko, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Emil Nolde, Pablo Picasso und Maurice de Vlaminck.
Vorbesichtigung
13./14. Mai
Ketterer Kunst, Holstenwall 5, 20355 Hamburg*
17.-18. Mai
Galerie Barbara von Stechow, Feldbergstr. 28, 60323 Frankfurt*
21.-23. Mai
Ketterer Kunst, Malkastenstr. 11, 40211 Düsseldorf*
25.-31. Mai
Ketterer Kunst, Fasanenstr. 70, 10719 Berlin*
01.-07. Juni
Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, 81829 München-Riem**
* ausgewählte Werke ** alle Werke
Auktion am 8. Juni in München
ab 14 Uhr – Moderne Kunst
ab 16 Uhr – Nach 1945/Zeitgenössische Kunst













