(openPR) Die Agrarindustrie lässt jedes Jahr Millionen Euro Werbe- und Kommunikationsbudget verpuffen
Hamburg, 10. April 2013 - Nach Meinung vieler Landwirte hat die Werbeflut in Fachmedien so zugenommen, dass sie nicht mehr wahrgenommen wird. Werbeprospekte werden immer größer und mit DVDs, zahlreichen Klappern, Schubern und anderen Aufmerksamkeits-verstärkern bestückt, die Fachzeitschriften werden dank Anzeigen und Beilagen immer umfangreicher. Und wie reagiert die Zielgruppe, der deutsche Landwirt? Wie die Hamburger Kommunikationsagentur Dietz & Consorten in Workshops mit Landwirten herausgefunden hat, sortieren diese gnadenlos aus, schmeißen weg und strafen Anzeigen mit Missachtung. So geht die Saat der Kommunikation nicht auf. Es geht aber auch anders. „Nach wie vor setzt die Agrarindustrie auf großen Werbedruck statt auf effektive und effiziente Kommunikationsangebote an Landwirte”, erklärt Geschäftsführer und Agraringenieur Christian Dietz von der Kommunikationsagentur Dietz & Consorten. „Und das, obwohl wir doch in einem nahezu geschlossenen Kommunikationssystem agieren.“ In Kommunikations- und Zukunftsworkshops für Unternehmen aus der Agrarindustrie fragen Landwirte zu Recht: Sind „die” alle zu weit weg von uns? Beschäftigt sich die Agrarindustrie denn nicht mit den Veränderungen in der modernen Landwirtschaft? In den Marketing- und Kommunikationsabteilungen arbeiten die Fachleute an neuen Strategien. Leider kommen dabei zu selten Dialogangebote heraus, sondern lediglich einseitig gesteuerte Kommunikationsmaßnahmen. „Nur durch Angabe von Hotlines oder QR-Codes wird aus der Maßnahme noch lange kein Dialog, sagt Tanja Dietz, Kommunikationsexpertin bei Dietz & Consorten. „Aber genau das ist es, was die Landwirte sich wünschen, den Dialog auf Augenhöhe. Keine Botschaften nur vom Sender zum Empfänger“, erläutert die Fachfrau weiter. Der Beruf des Landwirts ist einer der komplexesten Berufe der Welt. Die Betriebe und Betriebsleiter stehen unter enormem Druck, verursacht durch Öffentlichkeit, Politik und Wettbewerb. Täglich müssen Landwirte Entscheidungen von großer Tragweite treffen, die für das das Weiterkommen des Betriebs oft maßgeblich sind. „Im Prinzip ist es ganz einfach: Der Landwirt als Mensch, seine Wünsche, Ziele und Bedürfnisse müssen mehr in den Mittelpunkt der Kommunikationsangebote rücken. Das Wissen um die individuellen Ansprüche ist der entscheidende Schlüssel in dieser Ansprache”, sagt Christian Dietz. Die Basis dazu bildet zunächst die konsequente Ausrichtung der Industrie auf ihre Kunden mit der Gestaltung von Kundenbeziehungsprozessen. Hierbei ist es sekundär, ob es sich um Betriebsmittel oder Investitionsgüter handelt. Wichtig ist das Ziel: eine langfristige Geschäftsbeziehung. Das Wissen um die individuellen Ansprüche ist der entscheidende Schlüssel in der Ansprache. Die Frage der Zukunft lautet: Wozu nutzen wir Marketing und Kommunikation und nicht warum nutzen wir Marketing und Kommunikation?







