(openPR) Weltweit ringen Sportler, Funktionäre und Politiker um Olympia und fordern das Internationale Olympische Komitee (IOC) zum Handeln auf: Den Vorschlag, den olympischen Ringkampf aus dem Programm zu streichen, trifft auf allgemeines Unverständnis. Anlässlich des Weltolympiatages (6. April) ziehen auch die deutschen Ringkämpfer eine erste Bilanz der Bemühungen: Viele Punktsiege hat die Sportart bereits errungen, Euphorie wäre jetzt aber gefährlich.
„Wir sind positiv überrascht und überwältigt von der Unterstützung, die Ringen aus allen Richtungen erhält“ resümiert Manfred Werner, Präsident des Deutschen Ringer-Bundes. „Sympathiebekundungen alleine reichen aber noch nicht aus, wir müssen und werden uns auf den ersten Ergebnissen unserer Arbeit nicht ausruhen.“
Sieben Wochen nach der Ankündigung des IOC hat sich auch im deutschen Ringkampf einiges getan, Sportler und Fans haben sich organisiert und ringen seitdem um Olympia – mit den Medien, der Politik und allen voran den sportpolitischen Entscheidern auf Landes- und Bundesebene. Mit einer gemeinsamen Webseite (www.ringen-um-olympia.de), Unterschriften- und Social-Media-Aktionen sowie Pressekonferenzen wurden Unterstützer zu einem direkten Teil der Kampagne. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich brach eine Lanze für den Ringkampfsport, Finanzminister Wolfgang Schäuble forderte gar die Korrektur dieser „falschen Entscheidung“ in einem persönlichen Brief an den IOC-Vizepräsidenten Thomas Bach. Auch auf Landesebene sprachen sich zahlreiche Minister und ganze Fraktionen für den Erhalt des Ringkampfsports bei den Spielen aus.
Die deutschen und österreichischen Ringer tragen ihren Teil zu den weltweiten Aktionen bei, die Ringen als weltoffenen, völkerverbindenden und fairen Sport zeigen. Über 75.000 Menschen haben bereits auf Unterschriftenlisten für die deutschen Ringer unterzeichnet, auf der Kampagnenwebseite werden die geforderten Modernisierungsvorschläge ganz transparent diskutiert. Print- und Onlinemedien sowie Hörfunk und TV-Sender berichten über den Sport und internationale Fürsprecher wie das Europäische Parlament, die Vereinigung der NOKs, Rio de Janeiro als Ausrichter der Spiele 2016 sowie die Vereinigung der Olympischen Sommersportarten verleihen den Ringern zusätzliche Hoffnung.
Trotz des großen Zuspruchs sieht Manfred Werner aber keinen Grund, euphorisch zu sein: „Wir haben trotz der vielen Punktsiege noch nichts in der Hand. Deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen und müssen sprichwörtlich auch die zweite Runde für uns entscheiden.“ Als nächstes Ziel peilt der Ringerbund die Marke von 100.000 Unterstützerunterschriften an. Außerdem werden sich die deutschen Ringer bei der neu ausgerufenen „World Week of Wrestling“ Ende Mai einbringen und die positiven Aspekte des Ringkampfsportes hervorheben.
Am morgigen Samstag, 6. April, ist Weltolympiatag. Er erinnert an den Beginn der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahr 1896. Auch damals war Ringen Kernsportart, wie schon zu den Olympischen Spielen der Antike. Heute markiert der Weltolympiatag etwa die Hälfte der Strecke bis zur Entscheidung des IOC für oder wider den olympischen Gedanken. Noch bis Ende Mai haben die Ringer Zeit, um für ihren Sport und um den Kerngedanken der olympischen Spiele zu kämpfen – dann wird das IOC aller Voraussicht nach eine Aussage treffen.
Bildmaterial:
Infografik: Kampagne „Ringen um Olympia“ (Detailversion): JPG und PDF
Infografik: Kampagne „Ringen um Olympia“ (Kurzversion): JPG und PDF
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