(openPR) Viele verwechseln den Begriff „Zeitarbeit“ mit einem Einstieg in die Armut oder einem Schleuderstuhl – da sind sich die beiden Gründer und Inhaber des Süd-West-Fahrerservices sicher. Dabei liegen die Löhne, die Zeitarbeitsfirmen einem Fernfahrer bezahlen, meist nicht entschieden unter den Sätzen der Speditionen. Die Spesen kommen immer dazu. Auch die Aussage, bei den Zeitarbeitsfirmen würden nur minder ausgebildete Kräfte beschäftigt, lässt die Experten aus Uelversheim und Freilassing nur den Kopf schütteln. „Wir legen selbst größten Wert auf die Qualifizierung und Ausbildung unserer Fahrer, denn sonst würden wir keine Aufträge aus den Logistikunternehmen bekommen“, sagt Maxim Bikowski, einer der beiden Inhaber. Vieles spricht aus seiner Sicht für den Ausbau der im verwaltungsdeutsch „Arbeitnehmer-Überlassung“ genannten Dienstleistung. Es ist nicht nur die Ausbildung, sondern auch die permanente Beschäftigung, die zählt, denn je länger ein Fahrer arbeitslos ist, desto schwerer findet er wieder eine Festanstellung. Hermann Basiev aus dem bayerischen Büro des Süd-West-Fahrerservice vertritt die Meinung, dass sich die Speditionen noch mehr als bisher mit dem Thema beschäftigen sollten, wollen sie nicht Gefahr laufen, in einen personellen Engpass zu steuern. Und der steht – so der Verband – unmittelbar bevor.
In allen Bundesländern ist bereits ein eklatanter Mangel an Fahrern erkennbar. So werden allein Bayern in den kommenden Jahren mehr als 3000 Fahrer gesucht. Über Akquisitionsbemühungen bei den osteuropäischen Nachbarn muss man sich keine Gedanken machen, denn auch dort kennt man inzwischen den Begriff „demografischer Wandel“ und sucht selbst nach Fahrernachwuchs. Zeitarbeit wird sich also im Speditionsgewerbe immer mehr durchsetzen, wenn die Dienstleistungsunternehmen Wert auf die Aus- und Weiterbildung legen und faire Stundensätze bezahlen.
Der Süd-West-Fahrerservice wurde 2012 von Maxim Bikowski und Hermann Basiev gegründet. Die beiden Büros in Uelversheim bei Mainz und Freilassing / Salzburg sind Anlaufstellen für Fahrer und Speditionen. Im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) stellt das Unternehmen ausgebildete und fair bezahlte Fahrer zur Verfügung – auch für Sonder- und Gefahrguttransporte. Für die Zukunft planen die Gründer eine Expansion in Norddeutschland und im Raum Berlin.








