(openPR) An vier Abenden präsentiert "Songs unlimited" Künstlergespräche und Songs aus experimentellem Pop, Jazz und Neuer Musik sowie über diese Sparten hinaus. Jenseits dogmatischer Abgrenzungen werden dem interessierten Publikum musikalische Erfahrungen und spannende Aufführungen geboten: Es werden u.a. drei Uraufführungen, experimentelle Bearbeitungen von Brecht/Eisler-Songs und ein Publikums-Wunschkonzert nach dem Wurlitzer-Prinzip mit über 20 beteiligten Künstlern und Musikern unterschiedlicher Genres präsentiert. Den Abschluss bildet eine Auswahl aus György Kurtágs Kafka-Fragmenten, kombiniert mit einer Videoarbeit.
Mit dem Festival Songs unlimited soll der Song als Kunstform jenseits idiomatischer Grenzen in den Fokus gerückt werden. Als einzige musikalische Gattung existiert der Song in jeder Kultur und jedem musikalischen Genre (Volksmusik, Pop, Rock, Jazz, Klassik und Neue Musik). Der Song ist prädestiniert dafür, Grenzen und Etikettierungen zu überwinden und unterschiedliche musikalische Substanzen miteinander zu verschmelzen oder spielerisch zu kombinieren.
An vier Abenden präsentiert Songs unlimited Künstlergespräche und Songs aus experimentellem Pop, Jazz und Neuer Musik sowie über diese Sparten hinaus. Jenseits dogmatischer Abgrenzungen werden dem interessierten Publikum musikalische Erfahrungen und spannende Aufführungen geboten.
Das Festival beginnt mit einem elegischen Opener ›im erhabenen Stil‹ und präsentiert drei Uraufführungen der Komponisten Christopher Newman, Nikolaus Gerszewski und Gábor Litván, aufgeführt von der international renommierten Sängerin Natalia Pschenitschnikova und dem Pianisten Michail Mordvinov.
Es folgen mit ›Eisler im Sitzen‹ experimentelle Bearbeitungen von Brecht/Eisler-Songs, dargeboten von Oliver Augst und Sven-Åke Johansson, und die ›Bric-A-Braque Box‹, ein Publikums-Wunschkonzert nach dem Wurlitzer-Prinzip, mit ca. 20 Künstlern und Musikern unterschiedlicher Genres (Pop und Performance-Kunst) aus Berlin, Hamburg, Köln und Budapest. Den Abschluss bildet eine Auswahl aus György Kurtágs Kafka-Fragmenten, kombiniert mit einem Video der Berliner Künstlerin Gabriele Stellbaum.
SONGS UNLIMITED – Konzerte im .CHB
Datum: 18.–22.04.2013
Ort: Collegium Hungaricum Berlin | Dorotheenstraße 12 | 10117 Berlin
Eintritt: 10,- / 8,- EUR (Abendkasse)
Kuratoren: Bettina Wackernagel, Nikolaus Gerszewski
SONGS UNLIMITED ist eine Kooperation von …
Collegium Hungaricum Berlin – Balassi Institut ?www.hungaricum.de
und der Berliner Gesellschaft für Neue Musik e.V. ?www.bgnm.de
mit Unterstützung der Initiative Neue Musik Berlin e.V. ?www.inm-berlin.de
PROGRAMMÜBERSICHT (alle Termine im .CHB)
DONNERSTAG, 18.4.2013
19:00 | Eröffnung / Opening
Welcome Message, János Can Togay, Director .CHB
Bettina Wackernagel, Nikolaus Gerszewski (program directors) and artists
19.30 | Artist Talk: What makes out a good song? [engl.]
Strategies of self-defense against the global invasion of industrial hit- and hymn-production.
Nikolaus Gerszewski, Gábor Litván and Chris Newman will speak about their creative
process in songwriting.
20:00 | Konzert: im erhabenen Stil
Nikolaus Gerszewski: Jean Paul Songs & Interludes (2012), UA
Chris Newman: Substitute Songs (2012), UA
Gábor Litván: Két karodban (2012) UA / Choral-Hommage à la Spree (1982)
Natalia Pschenitschnikova (voc) | Michail Mordvinov (piano)
FREITAG, 19.4.2013
19:00 | Künstlergespräch: Sabotage und Rhetorik – das politische Lied
Mit: Sven-Åke Johanson und Oliver Augst. Moderation: Bettina Wackernagel
Hanns Eisler ist eine Ikone der politischen Musik. Immer wieder setzen sich Musiker mit Eisler auseinander, interpretieren, adaptieren und verändern ihn. Die Diskussion beleuchtet das Reservoir des politischen Liedes mit Blick auf die musikalische Rhetorik der Künstler.
20:00 | Konzert: Eisler im Sitzen
Oliver Augst (voc, Minikeyboard) | Sven-Åke Johansson (voc, Marschtrommel)
Live und unplugged ohne Mikros, Kabel und doppelten Boden mit schlichten 4-stimmigen Akkorden auf einem Kinderkeyboard präsentieren Augst und Johannson einen ganz eigenen Zugriff auf Eislers Lieder, der auch beim Vielhören immer neue Facetten offenbart.
SAMSTAG, 20.4.2013
20:00 | Konzert: Bric A-Braque Box
Hier bestimmt das Publikum das Programm und wählt im Wurlitzerprinzip die Songs aus. Das Format hat sich in jahrelanger Praxis – u.a. experimental-poetisch in Helsinki im Höyry sowie auf dem Sziget-Festival in Budapest – bestens bewährt und wird jetzt auch in Berlin zu erleben sein.
Mit Felix Schröder als Impressario und ca. 20 partikulär teilnehmendem Musikartisten aus Berlin, Köln, Hamburg und Budapest. Zur Auswahl stehen Songs aus der Pop-, Konzept-, Kunst- und zeitgenössischen Musik. Mit: Richard Barett, Frieder Butzmann, Gentle Ben, Andi Arbeit Hahn, Sven-Åke Johansson, László Kollár-Klemencz, Leihm, Péter & Gábor Litván, János Másik, Chico Mello, Karl Messer, Henry Mex, Miss Moth, pegelia gold & accompagnato (lipsia), Tanka, André Vida, Ute Wassermann, une diseuse anyomyme
SONNTAG, 21.4.2013
19:00 | Künstlergespräch: Musik sehen
Die Koppelung von akustischen und visuellen Medien bewirkt eine Überlagerung von Hör- und Sehraum, differierende räumliche und zeitliche Wahrnehmungen werden so erfahrbar. Die Gesprächsrunde thematisiert die Aspekte musikalischer Performance im Zusammenspiel medialer Gestaltungsformen. Mit: Gabriele Stellbaum, Natalia Pschenitschnikova, Chatschatur Kanajan; Moderation: Bettina Wackernagel.
20:00 | Konzert: György Kurtág: Kafka-Fragmente op 24 ( Auswahl)
Signs, Games and Messages for Violin solo
Attila József – Fragmente für Soprano solo
Natalia Pschenitschnikova (voc) | Chatschatur Kanajan (vi) | Video: Gabriele Stellbaum
Inspiriert von Kafkas bildhafter Sprache, schuf Kurtág diese Miniaturen. Beide Künstler verbindet die Sparsamkeit der Mittel und der Drang zum Äußersten. Kurtág geht bis an die Grenze spieltechnischer Möglichkeiten, Violine und Gesangsstimme bewältigen ein enormes Ausdrucksspektrum.
György Kurtág (*1926), einer bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten, galt lange Zeit als Geheimtipp. Erst Mitte der 1970er Jahre begann seine Musik umfassender bekannt zu werden. Heute werden seine Werke weltweit aufgeführt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1998 den Ernst-von-Siemens-Musikpreis und 2009 den Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für sein Lebenswerk.
Gabriele Stellbaum ist eine international arbeitende Berliner Videokünstlerin. Für Kurtágs Kafka-Fragmente präsentiert sie eine Neufassung ihrer Videoarbeit, die über die Medienfassade des .CHB nach außen in den Stadtraum projiziert wird.













