(openPR) Eines der Feste, um die wir Europäer die Inder wohl am meisten beneiden, ist das ausgelassene Frühlingsfest, auch bekannt als das „Fest der Farben“.
Es wird in den verschiedenen Teilen des asiatischen Subkontinents unter unterschiedlichen Bezeichnungen gefeiert: Im Süden heißt es „Kamadahana“, in Bengalen „Do Yatra“. Andernorts nennt es sich „Phagwah“, doch die hierzulande bekannteste Bezeichnung stammt aus dem im Norden Indiens:
„Holi“ (????).
Wenn Kasten verschwinden …
Holi gilt als eines der ältesten Feste Indiens, das jedes Jahr nach dem Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar / März) für mindestens zwei, in manchen Gegenden auch bis zu zehn Tage zelebriert wird.
Vier Tage nach Vollmond findet der erste Tag des Holi-Festes statt: In der Nacht entzünden die Menschen ein Feuer und verbrennen eine Strohfigur, die sogenannte „Holika“.
Der zweite Festtag findet dann am fünften Tag nach Vollmond, dem „Rangapancami“ (ranga = Farbe, pancami = der fünfte lunare Tag), statt: bunt, bunter, Holi! Die Menschen vergessen, welcher Kaste, welchem Geschlecht oder welchem Alter sie angehören. Es zählt nicht mehr, welchen gesellschaftlichen Status sie innehaben. Stattdessen feiern sie voll Spaß und Übermut, indem sie sich mit gefärbtem Wasser oder gefärbtem Pulver, dem zuvor geweihten „Gulal“, bewerfen. Ebenso gehört es zu den traditionellen Holi-Riten, sich mit aufgelöstem Kumkum, also einem roten, blauen oder grünen Farbpulver, zu bemalen. Hinter jedem Winkel lauern vor allem Kinder mit Wasserballons und Wasserspritzen auf vermeintliche Ofer, auf den Straßen wird gesungen und getanzt.
Legenden rund um Holi
Um das Holi-Fest ranken sich zahlreiche Legenden und Mythen – manche aus dem Norden, manche aus dem Süden des Landes.
? Vishnu und Prinz Prahlada
Prinz Prahlada, noch ein junges Kind, wurde von seinem Vater aufgefordert, ihn wie einen Gott zu huldigen. Nachdem Prahlada jedoch Vishnu die Treue hielt, versuchte der König immer wieder vergebens, seinen eigenen Sohn zu töten. Vishnu hielt seine schützende Hand über den Prinzen und bewahrte ihn vor jeder Gefahr. So entwickelte der König einen teuflischen Plan: Seine Schwester Holika – eine Dämonin, der das Feuer nichts anhaben konnte – sollte mit dem Kind im Arm ins Feuer springen. Doch die Flammen verschonten den Prinzen und verbrannten die Dämonin. Seither feiern die Menschen das Holi-Fest.
? Das Gute besiegt das Böse, so wie der Frühling den Winter besiegt.
? Kama und Shiva
Kama, als Gott der Liebe bekannt, schoss einst einen Pfeil auf Shiva, um diesen bei der Meditation zu stören. Darüber erzürnt, verbrannte Shiva Kama durch einen Blitz aus seinem dritten Auge zu Asche. Erst das Flehen der Gemahlin Kamas, Ratri, besänftigte Shiva und er gab ihm das Leben zurück. Seither ist dieser Tag Kama, dem Gott der Liebe, geweiht.
? Es ist ein Tag der Versöhnung, alte Streitigkeiten sollten begraben werden.
? Es ist ein Tag der Wiederauferstehung, so wie der Frühling neu erwacht.
? Krishna und Radha
Am Tage des heutigen Holi-Festes alberten Krishna und Radha erfüllt von ihrer Liebe zueinander herum und sie bewarfen sich gegenseitig mit bunten Blüten.
? Es ist ein ausgelassenes, fröhliches Fest.
Holi-Kalender
Wer seinen nächsten Urlaub in Indien zum Holi-Fest planen möchte, sollte sich im Klaren darüber sein, auf was er sich da eigentlich einlässt, denn gerade Touristen sind beliebtes Ziel der feierwütigen Menge … und Kneifen gilt nicht!
Die Termine in diesem und in den kommenden Jahren sind:
•2013: ab Mittwoch, 27. März
•2014: ab Montag, 17. März
•2015: ab Freitag, 6. März
•2016: ab Mittwoch, 23. März
•2017: ab Montag, 13. März
•2018: ab Freitag, 2. März
•2019: ab Donnerstag, 21. März
•2020: ab Dienstag, 10. März
•2021: ab Montag, 29. März
•2022: ab Freitag, 18. März
In diesem Sinne … H A P P Y H O L I !












