openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Pro Rheintal fordert: Handeln statt reden

20.03.201313:19 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Strategietreffen und Beiratstagung in Boppard/Rhein

Bevor sich am kommenden Dienstag in Boppard die Spitzen von Bahn, Bund, Ländern und Initiativen zur Beiratstagung treffen, findet auf Einladung von Pro Rheintal am Samstag, 23. März 2013 ein Strategiemeeting des Aktionsbündnisses Verkehrslärm statt. An dem Treffen in der Stadthalle Boppard nehmen Vertreter der Flug- und Bahnlärminitiativen aus ganz Deutschland teil, um Maßnahmen und Aktionen zur Bundestagswahl zu beschließen. Zu den Teilnehmern gehört auch der Umweltepidemiologe Prof. Dr. med. Eberhard Greiser, einer der führenden Wissenschaftler in der Lärmwirkungsforschung, der bereits mehrere epidemiologische Studien durchgeführt hat, in denen er den Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und damit verbunden Gesundheitsrisiken untersuchte.


Der Nachweis, dass Schall zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt, gilt als erbracht und ist wissenschaftlicher Konsens. Dennoch weigern sich die Gerichte nach wie vor, so der Pro-Rheintal-Vorsitzende Frank Gross, den Menschen einen Anspruch auf Schutz vor Lärm zu gewähren, weil dieser Anspruch nicht im Gesetz manifestiert sei. Das Problem dabei: Das Gesetz ist veraltet und beruht auf einem seit Jahrzehnten überholten Stand des Wissens und der Technik. Die gesetzgeberische Abstinenz in Sachen Lärm, die bisher verhindert hat, dass eine wirkungslose Gesetzgebung endlich abgelöst würde, sei wohl auf vermeintlich finanzielle Vorteile zurückzuführen. Dabei könne jeder Volkswirt schon im ersten Semester erkennen, dass durch „gesparten Lärmschutz“ kein wirtschaftlicher Nutzen zu erwarten ist, wenn das Volk dadurch krank werde. Die Kosten, die Lärm jährlich verursache, seien weitaus höher als die Kosten, die für effektiven Lärmschutz einmalig aufzubringen seien.
Die Initiativen sehen daher überhaupt keine anderen Möglichkeiten, als gnadenlos über die Dummheit oder das Unrecht, mit dem hier nicht gehandelt wird, aufzuklären. Frank Gross: „Nach wie vor windet sich die Politik wie ein Kaninchen vor der Schlange, wenn es um ernsthafte Entscheidungen in Sachen Bahnlärm geht, das heißt Entscheidungen, die mit Kosten verbunden sind. Reden ja, handeln nein ist die Devise, mit der die Politik den Anschein zu erwecken sucht, auf die Belange der Bürger einzugehen.“ Bei der Rettung von Banken sei man sich da oft am nächsten Tag schon einig! Mit Blick auf die Bundestagswahl sollen daher jetzt die Bürgerinnen und Bürger in allen Landesteilen über dieses Fehlverhalten informiert werden. Parteien und Abgeordnete wurden aufgefordert, anhand eines Fragebogens schriftlich ihr Wahlversprechen in Sachen Lärmbekämpfung an das Aktionsbündnis abzugeben – oder eben auch nicht. Über das Ergebnis der Befragung werden die Initiativen in der Presse und den Online-Medien umfassend informieren, um so den betroffenen Menschen eine Entscheidungsgrundlage für die Bundestagswahl an die Hand zu geben.
In den letzten Wochen und Monaten hat sich Pro Rheintal mit umfassender Grundlagenarbeit und Untersuchungen zum Thema Schall beschäftigt und dessen Auswirkungen sowie mögliche Schutzmaßnahmen unter die Lupe genommen. Inzwischen muss man davon ausgehen, dass die tatsächlichen Wirkungen des Schalls nur unzureichend bekannt sind. Die Schnelligkeit der Schallteilchen, der Schalldruck und die Schallintensität haben weit größeren Einfluss auf Körper und Psyche des Menschen, als dies bisher registriert wurde. So könnten bereits durch bloßen Luftschall Gläser im Schrank zerbersten oder Risse in Wänden entstehen.
Solchen Auswirkungen seien die Schallschutzwände und -fenster, wie sie von der Bahn bisher angeboten wurden, nicht gewachsen und zahlreiche Anwohner bemängelten, dass die Situation nach der Einrichtung von Schallschutzwänden oder dem Einbau von speziellen Fenstern schlimmer sei als zuvor. Der Grund: Für die tiefen Schallfrequenzen mit Wellenlängen bis zu 17 Metern gibt es keine Hindernisse, um nicht in Häuser einzudringen und dort in Form von stehenden Wellen oder Sekundärschall für äußerst unangenehme Luftdruckverhältnisse zu sorgen. Manche Menschen müssten sogar die Schallschutzfenster öffnen, um einen Druckausgleich zu finden und das beklemmende Gefühl los zu werden.
Täglich kämen Menschen mit solchen zunächst unerklärlichen Phänomenen und Beobachtungen auf Pro Rheintal zu. Frank Gross verwies auf neue Forschungsergebnisse, die zeigten, dass Schall nicht nur über das Gehör, sondern über jeden einzelnen Knochen und jedes Organ des menschlichen Körpers wahrgenommen werden kann. Dabei sorgten Resonanzen für abnorme Gefühlseindrücke mit unabsehbaren gesundheitlichen Folgen. Entsprechend dramatisch sei die Tatsache, dass selbst bei gewolltem Lärmschutz bisher nur unzureichende Mittel zur Verfügung stünden, um die Menschen vor Schall zu schützen.
Deshalb sollen beim bevorstehenden Strategietreffen in Boppard zum einen die unzureichende rechtliche Situation und zum andern die fehlenden Mittel, um Schall wirksam zu verhindern oder zu begrenzen, besprochen werden.
Das Aktionsbündnis will darüber hinaus beraten, wie auf die Politik eingewirkt werden kann, damit die notwendigen Ressourcen und Mittel für ein aktives Lärmschutzprogramm nach der Bundestagswahl zur Verfügung stehen und bundesweit umgesetzt werden können. Frank Gross dazu: „Grenzenloses Wachstum gibt es nur in der Scheinwelt der Finanzmärkte, die im Moment die Völker und Volkswirtschaften mit Hilfe korrupter Politiker ausplündern. Realwirtschaftlich gibt es kein Wachstum, wenn die Menschen dabei auf der Strecke blieben, weil sie nicht mehr schlafen oder nicht mehr atmen könnten – das müssen selbst die Chinesen lernen. Wir brauchen heute eine nachhaltige Industrie, die in der Lage ist, die Vorzüge dieser Welt nicht nur zu erhalten, sondern auch die verursachten Schäden wieder zu korrigieren.“
Das sei hier am Rhein mit dem Rhein selbst beispielhaft gelungen. Neue Technologien und neue Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden, Luft und Wasser würden sauberer und die Umgebung leiser. Der Masterplan am Rhein habe die klare Botschaft „Bahnlärm reduzieren“ hervorgebracht – worauf will man also jetzt noch warten? Deshalb: endlich handeln statt reden!

Weitere Informationen und Angaben finden Sie unter http://www.prseiten.de/pressefach/pro-rheintal/news/1411 sowie https://www.pro-rheintal.de.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 706938
 685

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Pro Rheintal fordert: Handeln statt reden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Pro Rheintal

Große Demonstration von Bahn- und Fluglärmgegnern am 27. April in Mainz angekündigt
Große Demonstration von Bahn- und Fluglärmgegnern am 27. April in Mainz angekündigt
Strategietreffen des Aktionsbündnisses Verkehrslärm beschloss in Boppard Maßnahmenpaket und gemeinsame Aktionen Am Strategietreffen des Aktionsbündnisses Verkehrslärm am vergangenen Wochenende in Boppard nahmen das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm in Rheinhessen und Rhein-Main (dem rund 80 Bürgerinitiativen angehören), Vertreter von Initiativen gegen Fluglärm aus dem Raum Köln/Bonn sowie Bahnlärminitiativen aus den Regionen Ober- und Hochrhein, Stuttgart/Leonberg, Mittelrhein, Niederrhein, Bremen und Oldenburg teil. Veranstalter …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: 90 Jahre Niggbus: Pionierleistungen für Mobilität und UmweltBild: 90 Jahre Niggbus: Pionierleistungen für Mobilität und Umwelt
90 Jahre Niggbus: Pionierleistungen für Mobilität und Umwelt
… freiwilligen Abgasnorm EEV und gelten damit als sehr umweltfreundliche Fahrzeuge. 7 Millionen Fahrgäste jährlich Als Betreiber des Stadtbus Feldkirch und Partner von Landbus Oberes Rheintal, Landbus Walgau und des Verkehrsverbundes Vorarlberg begrüßt Niggbus jährlich rund sieben Millionen Fahrgäste. „Wir sind stolz auf diese Partnerschaft“, sagt Siegfried …
Bild: 14. European Venture Market in Liechtenstein: Ein Steinwurf vom Herzen Europas entferntBild: 14. European Venture Market in Liechtenstein: Ein Steinwurf vom Herzen Europas entfernt
14. European Venture Market in Liechtenstein: Ein Steinwurf vom Herzen Europas entfernt
… von der Berliner Continua AG durchgeführt und von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein unterstützt. „Neben dem seit 2004 erfolgreich durchgeführten Businessplan Wettbewerb Liechtenstein Rheintal, der europäischen KMU Woche oder dem ‚Entrepreneur Of The Year‘ Wettbewerb ist der EVM ein weiterer wichtiger Anlass, um den Wirtschaftsstandort Liechtenstein …
Bild: Dornbirn: Baustart der Wohnanlage am KnieBild: Dornbirn: Baustart der Wohnanlage am Knie
Dornbirn: Baustart der Wohnanlage am Knie
i+R und Hinteregger realisieren Immobilienprojekt „Wohnen über’m Rheintal“ Am ehemaligen SOS-Kinderdorf-Standort in Dornbirn am Knie entstehen in den nächsten Jahren sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 54 Wohnungen. Mit dem traditionellen Spatenstich erfolgte am Montagvormittag der Baubeginn. Zwei Gebäude mit 18 Wohnungen sollen bereits im Sommer …
Bild: Willy-Brandt-Forum in Unkel wird Rheintaler-PartnerBild: Willy-Brandt-Forum in Unkel wird Rheintaler-Partner
Willy-Brandt-Forum in Unkel wird Rheintaler-Partner
… in Unkel im März 2011 vor 400 geladenen Gästen. Die Besucherzahlen belegen, dass dieser Wunsch wohl in Erfüllung gehen wird. Nun ist das Forum Partner des Rheintaler geworden. Wer beim Forum einen Rheintaler vorlegen kann, erhält einen um 20 Prozent ermäßigten Eintrittspreis. Der Geschäftsführer des Forums, Peter Roller und Martin Vreden, Vorsitzender …
Bild: Rheintaler bei Papa Joe´sBild: Rheintaler bei Papa Joe´s
Rheintaler bei Papa Joe´s
Neu bei Papa Joe`s ist der “Rheintaler”, eine Medaille, die viel Einsparpotential für Rheinfreunde verspricht. Zwischen Düsseldorf und Speyer gibt es gegen das Vorzeigen eines Rheintalers bei derzeit ca. 60 Partnern des Vereins Rheintal e.V. Preisnachlässe und kostenlose Mehrleistungen. Bei Papa Joe`s spielen die Pneuphoniker ein kostenloses Stänchen …
Bild: Willy-Brandt auf Medaille geprägtBild: Willy-Brandt auf Medaille geprägt
Willy-Brandt auf Medaille geprägt
Rheintaler zeigt das Portrait des 1992 in Unkel am Rhein verstorbenen Altbundeskanzlers Unkel am Rhein: „Ein Ort des Erinnerns, des Denkens und des Vordenkens soll es sein“, wünschte Miniterpräsident Kurt Beck anlässlich der Eröffnung des Willy-Brandt-Forums in Unkel im März 2011 vor 400 geladenen Gästen. Die positiven Besucherzahlen belegen, dass sich …
Bild: Gästehaus des Bundes auf Rheintaler-MedailleBild: Gästehaus des Bundes auf Rheintaler-Medaille
Gästehaus des Bundes auf Rheintaler-Medaille
Als neue Medaille eines „Rheintaler“ ist nun das Motiv „Petersberg – Gästehaus des Bundes“ erschienen. Das Motiv aus der Serie „Historische Bauwerke am Rhein“ wurde von der Gästehaus Petersberg GmbH und dem Rheintal e.V. auf den Weg gebracht. Der Taler ermöglicht seinen Besitzern eine Reihe von Mehrwerten und kostenlosen Dienstleistungen bei den derzeit …
Bild: Erfolgsgeheimnis BewusstseinBild: Erfolgsgeheimnis Bewusstsein
Erfolgsgeheimnis Bewusstsein
… gefragter Vortragsredner weiter. www.bernhardmoestl.com Einzigartig in der Region: Kinoangebot, Theaterbühne, Kabarett-Konzerte oder Vorträge: Alles vor Ihrer Haustüre im Rheintal. Die persönliche Atmosphäre im KINOTHEATER Madlen erlaubt dem Besucher fröhliche Stunden der Erholung. Details: Wann: Di 12.05.2020 um 19.30 Uhr Veranstaltungsort: KINOTHEATER …
Bild: Spendenübergabe in den Rheintal Etagen: 3.000 € für soziale Einrichtung in WiesbadenBild: Spendenübergabe in den Rheintal Etagen: 3.000 € für soziale Einrichtung in Wiesbaden
Spendenübergabe in den Rheintal Etagen: 3.000 € für soziale Einrichtung in Wiesbaden
… vergangenen Mittwoch, 22. Juli 2015, in Wiesbaden eine Spende in Höhe von 3.000 € an das Kinder- und Beratungszentrum Sauerland. Auf dem Grundstück der „Rheintal Etagen“ in Wiesbaden-Dotzheim übergab Agnieszka Nyszler in Anwesenheit vom Bürgermeister Arno Goßmann und Christa Enders, Leiterin des Amts für Soziale Arbeit in Wiesbaden, einen Spendenscheck …
Bild: 5 Euro für den Dom, viel Mehrwert für sieBild: 5 Euro für den Dom, viel Mehrwert für sie
5 Euro für den Dom, viel Mehrwert für sie
unter diesem Motto haben der Zentral-Dombau-Verein zu Köln von 1842 und der Verein Rheintal aus Bad Honnef eine Aktion durchgeführt, die dem Erhalt des Domes zugute kommt. Der Rheintal e.V. spendete dafür von jedem verkauften Rheintaler mit dem Motiv „Kölner Dom“ 5,00 Euro an den ZDV. 1.350 Euro sind auf diese Weise in kurzer Zeit zusammengekommen und …
Sie lesen gerade: Pro Rheintal fordert: Handeln statt reden