(openPR) 29. November 2005
Mit PAM-STAMP 2G werden in 50 % der sonst üblichen Konstruktionszeit Werkzeuge entworfen, die überdies von Anfang an richtig funktionieren
EuroPAM, Potsdam/Utica, Michigan, USA/Paris, 5. Oktober 2005 – Die Firma Advanced Cam konstruiert Werkzeuge, mit denen Automobilkomponenten hergestellt werden. Für das Unternehmen ist es wichtig, den Umformprozess sehr genau zu kennen, damit die Anforderungen an die Teilequalität, die Stückkosten und die Lieferzeiten erfüllt werden können.
Advanced Cam verlässt sich auf die Simulations-Software PAM-STAMP 2G, um den Kunden für deren Automobilkomponenten eine Werkzeugkonstruktion an die Hand zu geben, die von Anfang an "richtig" ist und somit die Produktionsrisikien auf ein Minimum reduziert. Diese kosteneffiziente Software zum Simulieren der Blechteile-Umformung wurde von ESI Group (ISIN FR0004110310) entwickelt. Die Software deckt sämtliche Phasen der Ziehanlagenkonstruktion ab, vom Festlegen der Abmessungen und der Flächengestaltung über Formbarkeitsuntersuchungen bis hin zum Erproben und Beurteilen der Funktionsfähigkeit. PAM-STAMP 2G enthält die Module PAM-DIEMAKER, mit dem sich in kurzer Zeit die Ziehanlage konstruieren lässt, PAM-QUIKSTAMP, mit dem der Umformvorgang rasch überprüft werden kann, und PAM-AUTOSTAMP, mit dem der Umformprozess beurteilt sowie Qualität und Toleranz kontrolliert werden können.
Die jüngste Weiterentwicklung der Software besteht darin, die Rückfederung genau vorhersagen zu können. Damit kann man ein Werkzeug so gestalten, dass dieser Effekt wirkungsvoll korrigiert wird. Mit der Software PAM-STAMP 2G verändert Advanced Cam die Werkzeuggeometrie bereits früh im Konstruktionsprozess, um den Rückfedereffekt auszugleichen.
”Durch die Präzision der Simulation, die man mit PAM-STAMP 2G erhält, und die Präzision der graphischen Ergebnisse ist die Software das Fundament meines Unternehmens. Wir haben diese Software Januar 2004 eingeführt, nachdem wir zuvor fünf Jahre lang die Vorgängerversion eingesetzt hatten, und stellten fest, dass PAM-STAMP 2G zusätzlich zu den anderen vorteilhaften Eigenschaften rascher 'läuft' als die Vorgängerversion. Eine Simulation, die einmal zehn Stunden dauerte, beansprucht beispielsweise jetzt nur noch die Hälfte der Zeit. Die Berechnung der Rückfederung erfolgt in Minuten statt in Stunden. Damit können wir die formgebenden Flächen modifizieren und erreichen qualitativ hochwertige Werkzeuge für Automobilkomponenten", sagte Eric Wilhelm, Eigentümer der Advanced Cam Inc., Utica, Michigan/USA.
"Die Rückfederung ist eines der größten Probleme in der Produktion, vor allem bei der Verarbeitung von hochfesten Stählen, weil die Form des Teils nach dem Rückfedern nicht mehr innerhalb der Toleranz liegt und somit für die vorgesehene Anwendung ungeeignet sein könnte. Die Größe der Rückfederung hängt von der Spannungsverteilung am Ende des Umformvorganges ab und beruht auf den Eigenschaften des umgeformten Werkstoffs und der Teilegeometrie", ergänzt Dave Ling, Stamping Product Manager bei ESI Group. ”Mit PAM-STAMP 2G verändert Advanced Cam die Werkzeuggeometrie, um den Rückfedereffekt auszugleichen“.
Mit PAM-STAMP 2G kann Advanced Cam den Konstruktionsprozess verkürzen und parallel dazu die Qualität der Komponenten steigern sowie die Falten- und Rissbildung und die Rückfederung genau vorhersagen. Durch die Simulation mit der MPP-Version (Massively Parallel Processing Version) wurden die Fertigungsrisiken minimiert, der Aufwand für konstruktive Änderungen und Folgeprobleme verringert und die Bearbeitungszeit reduziert.
Die Software-Lösungen der ESI Group für Umformverfahren
PAM-STAMP 2G umfasst eine einzigartige Wertschöpfungskette zur Simulation von Umformvorgängen. Die Anwendungsmöglichkeiten der Software beginnen bei einer raschen Ziehanlagenkonstruktion und erstrecken sich über frühzeitige Machbarkeitsuntersuchungen bis hin zur abschließenden Beurteilung und Qualitätskontrolle. Zu den Funktionen der Software gehören die rasche parametrische und flächen-basierende Erzeugung von Blechhalter- und Anbauflächen mit PAM-DIEMAKER, die rasche und optimale Machbarkeitsanalyse mit PAM-QUIKSTAMP, die hochpräzise Bewertung des Umformvorganges, die Visualisierung von Oberflächenfehlern, die Vorhersage der Rückfederung mitsamt automatischem Ausgleich mit PAM-AUTOSTAMP und eine Parallelversion für zeitintensive Berechnungen. Die umformtechnischen Software-Lösungen von ESI Group erstrecken sich außerdem auf die Konstruktion und Simulation von Werkzeugflächen zum Innenhochdruckumformen von Rohren mit PAM-TUBE und die in PLM Umgebung mit PAM-TFA und PAM-DIEMAKER für CATIA V5 integrierte Machbarkeitsprüfung sowie rasche Werkzeugentwicklung.
Hintergrund Advanced Cam:
Advanced Cam, Inc. ist ein CAD/CAM/CAE-Unternehmen, das über jahrelange Erfahrung verfügt und für die US-amerikanische Automobil- und Flugzeugindustrie Produktionslösungen entwickelt und ausarbeitet. Die Kunden fertigen und betreiben Werkzeuge für Pressenstraßen und Folgeverbundwerkzeuge (inline-die, progressive die stamping), mit denen Teile wie Verstärkungen für den Innenbereich, Träger, Innentüren und Klappen geformt werden. Die Kunden beschäftigen hoch qualifiziertes Personal in Bereichen wie Preconstruction Engineering, Werkzeugbau und Werkzeug-Erprobung, Formbearbeitung, Vorrichtungen und Lehren. Diese vielseitige Erfahrung ermöglicht es Advanced Cam, die spezifischen Besonderheiten der Kundenprojekte zu verstehen, Planungen durchzuführen, Probleme vorherzusehen und zu eliminieren und die Anforderungen jedes einzelnen Projekts zu erfüllen.
Hintergrund ESI Group:
ESI Group entwickelt Software für virtuelle Versuche. Das Unternehmen leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit und gehört heute zu den weltweit führenden Anbietern von Programmen, die unter Berücksichtigung der physikalischen Werkstoffeigenschaften Prototypen und industrielle Fertigungsverfahren simulieren. ESI Group hat ein zusammenhängendes Angebot von Anwendungsmöglichkeiten entwickelt. Damit können realitätsnah das Verhalten von Produkten während der Versuche simuliert, Fertigungsverfahren in Abstimmung auf die verlangten Eigenschaften zur Anwendungsreife gebracht und die Auswirkung des Umfeldes auf die Nutzung bewertet werden.
Die industriell bereits erprobten und in die Wertschöpfungskette zahlreicher Branchen integrierten Produkte sind eine einzigartige Lösung in der virtuellen Ingenieurtechnik, dem Virtual Try-Out Space oder VTOS, und ermöglichen es, die virtuelle Prototypenfertigung kontinuierlich und in Zusammenarbeit zu verbessern. Dieses integrierte Protokoll ermöglicht allen Systemen eines Unternehmens und den von unabhängigen Softwareanbietern entwickelten Lösungen die Zusammenarbeit.
Die VTOS-Lösungen reduzieren Kosten und Entwicklungszeiten beträchtlich und bringen große Wettbewerbsvorteile mit sich, da die Herstellung von physischen Prototypen zunehmend entfällt. Damit erzielte die am Neuen Markt von Euronext Paris notierte ESI Group im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von fast 60 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt in seinem weltweiten, mehr als 30 Länder abdeckenden Netz fast 500 hoch qualifizierte Spezialisten. Weitere Informationen stehen auf der Website: www.esi-group.com.
ESI-Group wurde am 20. Januar 2000 von der französischen Innovations-Agentur Anvar als "innovatives Unternehmen" eingestuft und ist für Technologie-orientierte Venture-Kapital-Fonds wählbar.
Virtual Try-Out Space® und VTOS® sind Schutzmarken von ESI Group. Alle anderen erwähnten Produkte, Namen oder Firmen sind Marken oder Schutzmarkern der jeweiligen Eigentümer.
Bildunterschrift:
Die mit der Software PAM-STAMP 2G entwickelte Simulation der Komponente Front Air Dam des Chevy Silverado. (Bild: Advanced Cam)
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