(openPR) Acht bis 16 Millionen Menschen in Deutschland leiden nach Schätzungen der Deutschen Schmerzgesellschaft unter chronischen Schmerzen. Am häufigsten betroffen: der Rücken. Er macht rund zehn Prozent der Gesamtbevölkerung schwer zu schaffen. Erfahrungswerte beweisen, dass Monotherapien oftmals zur Linderung der Volkskrankheit nicht ausreichen. Darauf weist die Rotkreuzklinik Würzburg anlässlich des Tages des Rückens am 15. März hin. Sie setzt bei Rücken-Behandlungen mit chronischem Hintergrund nun gezielt auf die so genannte multimodale Schmerztherapie.
Mehrere Disziplinen, ein gemeinsames Konzept – so lässt sich die multimodale Schmerztherapie am besten umschreiben. „Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass die Zusammenarbeit unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen notwendig ist, um Patienten mit chronischem Rückenleiden besser zu helfen“, sagt der Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Schmerztherapie, Dr. Andreas Bepperling. Dieser Methode folgt nun auch die Rotkreuzklinik Würzburg in Kooperation mit der Neurochirurgischen Gemeinschaftspraxis Dr. Poimann und Kollegen, dem MVZ für Neurologie und Allgemeinmedizin, dem Zentrum für Ambulante Neurorehabilitation sowie dem Physiotherapiezentrum Impuls.
Die sechs Wochen dauernde multimodale Schmerztherapie beginnt mit einem achttägigen, intensiven stationären Aufenthalt im Krankenhaus. Daran anschließend folgt die ambulante Behandlungsphase durch Ärzte, Physio- und Schmerztherapeuten, Psychologen, Pflegekräfte und Ergotherapeuten. Sie alle fördern insbesondere aktivierende und stabilisierende Übungsprogramme, in denen Schon- und Fehlhaltungen abgebaut werden.
„Durch die enge Abstimmung können wir Patienten ganzheitlich individuell sehen und so erforderliche Therapien schneller anpassen“, erklärt Dr. med. Dipl. Psych. Horst Poimann, Facharzt für Neurochirurgie und Psychotherapeut. „Dies trägt außerordentlich zur Erhöhung der Lebensqualität von Betroffenen mit einem chronischen Leiden bei. Nicht zuletzt deshalb, weil wir eigene Einflussmöglichkeiten auf Schmerzen und damit Hilfe zur Selbsthilfe vermitteln.“






