(openPR) Die Damen der Weddinger Wiesel schaffen unerwartet den Durchmarsch in der Berliner Oberliga
Berlin-Gesundbrunnen – Das Damen-Team der Weddinger Wiesel ist Berliner Meister im Basketball. Nach einem verkrampften letzten Spiel siegten die Wiesel am vergangenen Sonntag mit 39:27 gegen Hellas Basket und schlossen die Saison 2012/13 mit 14 Siegen in 16 Spielen ab. Somit stand es bereits vor Ende der letzten Partie fest: die als Außenseiter in der Berliner Oberliga gestarteten Ladies waren nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen. Unter großem Jubel wurde in heimischer Halle in der Wiesenstraße (Gesundbrunnen) schließlich die überraschende Meisterschaft gebührend gefeiert und der Erfolg auf Fotos in den Meister-Shirts festgehalten.
Aufstieg in die Regionalliga von finanziellen Faktoren abhängig
Nun steht den Wieseln der Weg in die 2. Regionalliga Ost offen. Doch dem Verein, der sich aus den Beiträgen der Weddinger Mitglieder finanziert, stellen sich bei einem Aufstieg zunächst vor allem wirtschaftliche Fragen. Vereinsvorsitzende Susanne Bürger: „Dieser Erfolg ist sehr wichtig für den Verein und zeigt, dass die Wiesel sportlich durchaus mit den großen Clubs mithalten können. Dennoch bedeutet der Aufstieg für uns natürlich einen finanziellen Kraftakt, da die Kosten für Schiedsrichter und weite Auswärtsfahrten deutlich höher liegen.“ Daher beginnt bereits jetzt die Sponsorensuche für die im Herbst startende nächste Saison.
Sportlicher Erfolg als Vorbild für den Nachwuchs
Auch Coach Sandro Luciani zeigte sich begeistert von dem Kampfgeist „seiner“ Mädels: „Ich bin richtig stolz auf die tolle Leistung des Teams, mit der Meisterschaft hätte zu Beginn der Saison niemand von uns gerechnet. Umso schöner ist auch das Signal gegenüber unseren Jugendspielerinnen und –spielern, das zeigt, was man auch in unserem Verein erreichen kann.“ Gerade im sozial schwachen Gebiet rund um den Humboldthain sei es wichtig, mithilfe von Vorbildern Perspektiven aufzuzeigen. Aber auch über die Bezirksgrenzen hinaus bietet sich durch den sportlichen Erfolg die Möglichkeit, mit umliegenden Vereinen im weiblichen Bereich zu kooperieren und so den Mädchen-Basketball in der Hauptstadt voranzubringen.
Die Nachrücker in der Oberliga kämpften sich zum Titel
Die sportliche Qualifikation hatte man in der Saison 2011/12 zunächst verpasst: Die Wiesel schlossen als Dritter der Landesliga B ab und stellten sich darauf ein, weiterhin um den Aufstieg in die Oberliga zu kämpfen. Doch die eigentlichen sportlichen Aufsteiger verzichteten, sodass der Berliner Basketball Verband Nachrücker suchen musste. Die Wiesel griffen zu und sicherten sich den Aufstiegsplatz. Frühzeitig stieg die Mannschaft um Coach Nesh Grba und Co-Trainer Sandro Luciani ins Training ein und drei neue Spielerinnen wurden bis zum Saisonbeginn ins Team integriert. Nach einer hervorragenden Hinrunde mit lediglich zwei dämpfenden Niederlagen, nahm Head-Coach Nesh Mitte Dezember überraschend seinen Abschied vom Verein. Doch die 1.Damen setzten ihre Siegesserie nun unter Sandro Luciani fort und konnten nach Rückzug des heißen Konkurrenten BC Lichterfelde schließlich das entscheidende Match gegen ALBA Berlin für sich entscheiden.











