(openPR) Die Investorensuche für die KSV in Dinkelsbühl ist erfolgreich beendet. Das Bieterkonsortium um das Unternehmen Scherzer ist der neue Besitzer der 2012 insolvent gegangenen Klärschlammverwertungs GmbH.
„Die KSV GmbH in Dinkelsbühl ist gerettet“ - Insolvenzverwalter Dr. jur. Harald Schwartz konnte gegen 14 Uhr einen neuen Besitzer der der insolventen Klärschlammverwertungs GmbH (KSV) in Dinkelsbühl-Waldeck präsentieren. Das Biomasse-Heizkraftwerk, ursprünglich mit einer Mineralisierungsanlage für Klärschlamm gekoppelt, ist seit der Insolvenz im April 2012 ausgelastet und produziert Strom und Wärme. Es gab mehrere Kaufinteressenten für die Anlage, die Bieterfrist war Anfang Dezember abgelaufen. Die Gläubigerversammlung entschied sich nun im Insolvenzgericht Ansbach einstimmig für das Bieterkonsortium um Scherzer.
„Die KSV ist jetzt wieder ein Unternehmen mit Zukunft“, so Dr. Harald Schwartz. Das Biomasse-Heizkraftwerk, ursprünglich mit einer Mineralisierungsanlage für Klärschlamm gekoppelt, musste nach Ostern 2012 Insolvenz anmelden. Die 25 Gesellschafter, darunter Kommunen aus Bayern und Baden-Württemberg, setzten große Hoffnungen in die zu Beginn als fortschrittliches Pilotprojekt gepriesene Anlage. Bald aber sorgten technische Probleme der Mineralisierungsanlage für Kopfzerbrechen. In der Insolvenz gelang es, die Anlage „für Investoren attraktiv zu machen“, so Dr. Schwartz. Die KSV ist seit Monaten optimal ausgelastet und produziert Strom und Wärme. Kaufinteressenten fanden sich denn auch einige. Die Bieterfrist lief Anfang Dezember ab – unter den Angeboten für die KSV GmbH wählte die Gläubigerversammlung jetzt Scherzer aus.
Hintergrund:
Die Klärschlammverwertungs GmbH (kurz KSV, www.ksvgmbh.de) in Dinkelsbühl-Waldeck musste durch Geschäftsführer Jens Kleinfeld am Dienstag nach Ostern 2012 einen Insolvenzantrag beim Insolvenzgericht Ansbach stellen. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. jur. Harald Schwartz bestimmt. Ursache für die Insolvenz waren unter anderem technische Probleme. Die Gesamtinvestition für die Anlage betrug über 38 Millionen Euro. Die Anlage sollte beispielhaft sein für ganzheitliche, energieeffiziente Zukunftslösungen: sie besteht aus einem Biomasse-Heizkraftwerk, das mit einer Mineralisierungsanlage für Klärschlamm gekoppelt ist. Das ermöglicht, so das damalige Konzept, eine umweltschonende und hocheffiziente Klärschlammverwertung sowie den Verkauf von Wärme und elektrischer Energie, die bei diesem Prozess über den Eigenbedarf hinaus anfällt. Die hochkomplexe Mineralisierungs-Anlage hatte von Beginn an immer wieder technische Probleme; seit Ende des Jahres 2010 steht sie nach einem Brandschaden still.
Die Rahmenbedingungen bei der KSV wurden während der Insolvenz optimiert: die Löhne der 15 Mitarbeiter wurden pünktlich bezahlt, weitere Kunden in Form von Abnehmern für die Wärme akquiriert. „Qualität und Einkaufspreis des Betriebsstoffes Holz wurden deutlich verbessert. Zudem setzt die Klärschlammverwertungsanlage weniger Holz ein und stößt damit auch weniger Asche aus als vor der Insolvenz im April 2012“, so der Insolvenzverwalter Dr. Harald Schwartz.









