(openPR) Ausstellungseröffnung in Anwesenheit von Horst Bartnig Dienstag, 12. März 2013, 20 Uhr
mit Dr. Eugen Blume, Leiter Hamburger Bahnhof
Die Galerie Parterre liegt im Berliner Bezirk Pankow und befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen IV. Städtischen Gasanstalt im Ortsteil Prenzlauer Berg. Die eigens für diesen Ort konzipierte Ausstellung macht Bartnigs Umgang mit Räumen neu erfahrbar. Als erster der hier ausstellenden Künstler thematisiert er dabei, die den Hauptraum beherrschende Säulensituation, die während des Umbaus der ehemaligen Direktorenvilla in ein Kulturzentrum im Jahr 1984 entstand. Die authentischen, schlanken, gusseisernen Säulen des Industriegebäudes wurden mit einer historisierenden und überdimensionierten Gipsfassade umbaut. Das war schon zum damaligen Zeitpunkt verstörend rückwärts gewandt. Doch bis heute bestimmt diese Umbauung die Ausstrahlung der Räume.
Bartnigs künstlerische Intervention – in der für ihn charakteristischen Arbeitsweise der Entwicklung von Variationen und Folgen – wird den Raum vollständig verwandeln und mit Sicherheit das Gespräch über den Umgang mit Architektur anregen.
Zu sehen sind außerdem Bilder und Grafikfolgen aus den Jahren 1998 - 2013.
„Konkrete Kunst äußert sich nicht in Formeln, sondern in Bildern, in abstrakten Linien und in Farben, die allein durch das von Paul Klee so genannte bildnerische Denken konstituiert werden und deren Ziel die Anschauung der reinen Idee ist.“ (Eugen Blume)
Seit 1976 sind Bartnigs Werke im In- und Ausland zu sehen. Seine Arbeiten befinden sich in deutschen und internationalen Museen und Sammlungen darunter in der Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland; der Berlinischen Galerie Landesmuseum für Moderne Kunst; der Sammlung Francisco Chagas Freitas, Brasilien und im Museum für konstruktive und konkrete Kunst, Zürich.
Horst Bartnig wurde 1936 in Militsch (Schlesien) geboren. Er studierte 1954-57 an der Fachschule für Angewandte Kunst, Magdeburg. Seit 1979 entstanden erste Computergrafiken in Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Informatik und Rechentechnik Berlin-Adlershof. 1984 erhielt er den Biennale Preis der 7. Norwegischen Internationalen Grafik Biennale in Fredrikstad,1993 den Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste Berlin Brandenburg, 1994 den Kunstpreis der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Keissparkasse Ludwigsburg sowie 2001 den Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie. Seit 1959 lebt und arbeitet Horst Bartnig in Berlin.
Ausstellung vom
13.03. bis 28.04.2013
PRESSEDOWNLOAD und Kunstblatt der Galerie:
www.galerieparterre.de




