(openPR) Münster, 14.02.2013: Zur Wiederöffnung des Doms in Münster am kommenden Samstag präsentiert die PSD Bank Westfalen-Lippe eG ein ca. 11-minütiges Glockenkonzert auf der Medienfassade. Ab Freitag, 15.02.2013, erklingen jeweils täglich um 17:30 Uhr (Fr. – So. zusätzlich um 20:30 Uhr) Aufnahmen vom Konzert des spanischen Klangkünstlers Llorenç Barber. Umrahmt werden die Stücke mit Bildmaterial unterschiedlicher Kirchen in Münster. Barber ist in Münster kein Unbekannter. Sowohl zur 350-Jahrfeier des Westfälischen Friedens 1998, wie auch zum Bistumsjubiläum 2005 hatte cuba-cultur das Konzert in Münster mit dem Spanischen Klangkünstler und über 50 Mitwirkenden veranstaltet.
Gelungene Symbiose aus Moderne und Tradition
Norbert Kerkhoff, Vorstandsmitglied der PSD Bank und aktiver Sänger im Domchor, freut sich über dieses Programmhighlight auf der Medienfassade: „Mit dem Glockenkonzert setzen wir ein Zeichen anlässlich der Wiedereröffnung des Domes. Auf unserer modernen Medienfassade kommen die Bilder und der Klang der imposanten Glocken perfekt zur Geltung. Dank der kostenlosen PSD-Klang App können seit Mitte Mai 2012 auch die passenden Töne zu den Programmen empfangen werden. Ein echtes Highlight am Münsteraner Hafen.“
Die App ist unter http://psdklang.se-labor.de kostenlos zum Download verfügbar. Sie läuft auf neueren iPhone-Modellen und Android-Smartphones.
Die PSD Bank bedankt sich bei Herrn Erhard Hirt (cuba cultur) für die Bereitstellung der Aufnahmen anlässlich des Konzertes im Mai 1998.
Die Medienfassade
Seit 2007 gestaltet Prof. Norbert Nowotsch mit Arbeiten von Studenten vom Fachbereich Design der FH Münster sowie weiteren lokalen und internationalen Beiträgen das Programm auf der PSD Medienfassade.
Die Medienfassade der PSD Bank Westfalen-Lippe ist europaweit einzigartig. Eine Live-Cam überträgt die Bilder der Medienfassade weltweit. Weitere Informationen erhalten Sie unter psd-medienfassade.de
Die Umsetzung der technischen Voraussetzungen der PSD-Klang App wurde von Prof. Dr. Gernot Bauer und Morin Ostkamp M.Sc., FB Elektrotechnik und Informatik der FH Münster, entwickelt.
Das jetzt verwandte Bildmaterial kommt aus einem von Prof. Nowotsch installierten Videopool, die einzelnen Sequenzen wurden von unterschiedlichen Autoren über einen Zeitraum von 2 Jahren erstellt und für die Aufführung bearbeitet von Martin Zumdiek und Tim Rodenbröker, ebenfalls vom FB Design. Zu den Bild und Tonquellen im Detail:
Münster verfügt über eine turmreiche Silhouette. Sie „läßt vergessen, daß die Altstadt mit ihren zahlreichen Kirchen 1945 vor dem Untergang stand. Trotz aller Verluste hat sich in Münsters Kirchen ein bemerkenswerter Bestand wertvoller alter Glocken erhalten, der mit diesem Glockenkonzert einmal auf andere als die gewohnte Weise zum Klingen gebracht wird.“ (Zitat aus dem Programmflyer 1998).
Auf der Medienfassade der PSD Bank werden die beteiligten Kirchen jetzt nicht nur zu hören, sondern auch zu sehen sein. Beteiligt sind:
Ehem. Observantenkirche,
Liebfrauen Überwasserkirche,
Ehem. Klosterkirche der Minoriten, jetzt ev. Apostelkirche
Petrikirche,
Dom St. Paulus,
Pfarrkirche St. Lamberti,
Ehem. Klosterkirche der Dominikaner
Kirche des ehem. St. Clemens-Hospitals,
Kirche St. Servatii,
Ehem. Klosterkirche der Kapuziner, jetzt Pfarrkirche St. Aegidii,
Stadthausturm (1998 mit eigens von L. Barber installiertem Geläut)
Die auf der CD enthaltene einstündige Komposition wurde in sechs Teile aufgeteilt. Genutzt wurden: Teil 1 : 7.58 min. und Teil 2 : 2.58 min.
Zum Komponisten:
Llorenç Barber wurde 1948 in Aielo de Malferit geboren und lebt seit 1972 in Madrid. Er studierte Klavier, Orgel, Komposition und Dirigieren sowie Kunstgeschichte in Valencia und Madrid. Darüber hinaus besuchte er Kurse zur zeitgenössischen Musik in Darmstadt und Siena. Seit 1990 ist Llorenç Barber Professor am Institut für Ästhetik in Madrid. Wichtige Elemente seiner Kompositionen sind Obertongesänge, Glocken, Lautgedichte und weltweite Volksmusik sowie Improvisation.
Seit Ende der 1970er Jahre gibt er Stadtkonzerte und mehrstündige Glockenkonzerte von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang, so war er u.a. in London, Wien, Mexiko, Lissabon, Berlin und Rom zu Gast. 1981 konstruierte er einen recht einfach transportierbaren Glockenturm. Seine Glockentürme sind zerlegbar und bestehen u.a. aus Fundstücken wie alte schüsselförmige Eisenteile oder Deckel von Wassercontainern. Die Glocken spielt er mit verschiedenen Schlägeln, mit dem Körper oder mit dem Mund. So entwickelt er die perkussive Seite des Instruments weiter und vollzieht in seinen Konzerten improvisatorisch eine Art zeremoniellen Dialog mit seinem Instrument.











