openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Wenn da nicht die Unterschicht wäre

04.02.201311:43 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Wenn da nicht die Unterschicht wäre

(openPR) Lehrte, 4.2.2013 2012 bezogen 41,6 Millionen Beschäftigte Arbeitsentgelte von 1.375,60 Mrd. Euro. Nach Abzug von Sozialbeiträgen und Lohnsteuern verblieben Nettolöhne und Gehälter von 749,63 Mrd. Euro (54,5 Prozent). Mit einem durchschnittlichen Nettolohn von mtl. 1.689 Euro lässt es sich recht gut leben. Dass darauf nur 178,15 Mrd. Lohnsteuern entfallen (13 Prozent) trägt seinen Anteil dazu bei. Die deutsche Wirtschaft ist 2011 um 3 Prozent gewachsen, davon profitierten rund 3,6 Millionen Unternehmen (99,3) Prozent kleine und mittlere Unternehmen).



Daraus leitet die Politik ab, dass es rund 70 Prozent der Menschen relativ gut geht. Das ist der Großteil der Mittel- und Oberschicht. Bei der Unterschicht von rund 30 Prozent spielt es anscheinend keine Rolle, dass 10,5 Mill. Beschäftigte, 7 Mill. Regelsatz-Empfänger, 2,5 Millionen Kinder und 10 Millionen Rentner in Armut leben oder immer dichter an die Armutsgrenze rutschen.

Das Renteneintrittsalter in Deutschland steigt stufenweise auf 67 Jahre. Noch nie sind so viele Menschen mit Abschlägen in Rente gegangen wie 2011. Von den knapp 700.000 Neurentnern bekamen rund die Hälfte - fast 337.000 - wegen vorzeitigen Rentenbezugs nicht das volle Ruhegeld.

Die Frühruheständler erhielten im Schnitt 811 Euro Rente, sie schieden 36,25 Monate früher als gesetzlich vorgesehen aus dem Berufsleben aus. Der Anteil der Frauen mit Rentenabschlägen stieg von 36,1 auf 51,7 Prozent im Jahr 2011(dpa). Diese Gesamtsituation wird von der Politik, Ökonomen, Volkswirten, Wissenschaftlern und so genannten Experten nicht differenziert bewertet.

Die deutsche Mittelschicht stellt die meisten Wähler, verliert aber immer mehr politischen Einfluss. Schuld ist das Bürgertum selbst: Es grenzt sich von der Unterschicht ab, wähnt sich an der Seite der Vermögenden - und stärkt damit genau jene, die sich auf seine Kosten bereichern.

Die Kosten dieses Selbstbetrugs sind enorm. Während die Spitzenverdiener immer weniger belastet werden, verliert die Mittelschicht rapide. Schon jetzt müssen normale Arbeitnehmer bis zu 53 Prozent ihrer Arbeitskosten als Steuern und Sozialabgaben abführen - während umgekehrt Millionäre ihre Einkünfte nur mit durchschnittlich 34 Prozent versteuern. Die Kosten der Finanzkrise bleiben an der Unter- und Mittelschicht hängen.

Die Arbeitentgelte sind von 1995 bis 2012 um 1,3 Prozent gestiegen (Stat. Bundesamt), die Inflationsraten haben im selben Zeitraum die Erhöhungen kompensiert. Auf der anderen Seite sind die Unternehmensgewinne um 20 Prozent gewachsen. Die Mittel- und Oberschicht kann ihren Anteil aus 846 Mrd. Euro Mehrwertsteuern, 10,7 Mrd. Euro Vers.- Steuern, 40 Mrd. Euro Mineralölsteuern, 12,7 Mrd. Euro Solidaritätszuschlag, 10 Mrd. Euro Kfz-Steuern und 52 Mrd. Euro Gemeindesteuern locker bezahlen.

Für die Unterschicht stellen diese Belastungen unüberwindbare Hindernisse dar. Eine Millionen Haushalte die ihre Mieten und eine Millionen die ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können , sind ein Fanal. Die Gründe für Burnout Syndrome vieler Menschen liegen in Problemen die mit dem Arbeitsplatz verbunden sind. Die neuesten Studien beziehen nicht mit ein, dass wesentliche Gründe in den sozialen Problemen der Menschen mit unteren Einkommen liegen. Sie haben nicht nur Angst um ihre Arbeitsplätze sondern auch um ihre Sparguthaben und Renten, sie können ihre Schulden nicht abtragen.

Sie sehen, dass die Regierungen seit 1970 mehr Geld ausgeben als sie eingenommen haben und die Schulden bis 2011 von 64 Mrd. DM auf 2.071 Mrd. Euro gestiegen sind. Deutschland ist mit rund 550 Mrd. Euro überschuldet. Es wurden Billionen-Bürgschaften für Banken, deren Schrottpapiere und Rettungsschirme übernommen. Für den europäischen Stabilitätsmechanismus ESM wurden Verpflichtungen von 190 Mrd. Euro übernommen.

450 Mrd. Euro werden von Nehmerländern bereitgestellt, die selbst hoch überschuldet sind. Deutschland hat in den letzten 40 Jahren Billionen Einnahme-Verluste produziert. Es hat den Anschein, dass die Koalition das Thema soziale Gerechtigkeit nicht besetzt und den Status der Unterschicht einfach hinnimmt. Sie hat mächtige Gegner, die gesetzliche Mindestlöhne, eine Grundrente von 850 bis 950 Euro fordern. Sie sind für die Einführung der Vermögenssteuer, Erhöhung der Erbschaftssteuer und Abschaffung des Elterngeldes.

SPD, Bündnis90/Die Grünen, die Linken, die Piraten, Gewerkschaften, Kirchen, Sozialverbände und Koalitionsanhänger streiten gemeinsam für mehr soziale Gerechtigkeit. Bei allem Wohlwollen, vor allen Dingen den Bürgern gegenüber, die sich diesen Forderungen anschließen, keiner hat ein Konzept wie das bezahlt werden soll.

Im Herbst 2009 waren es Visionen von einem starken sozial geprägten Staat, von sozialer Gerechtigkeit, ausgeglichenen Bundeshaushalten und Rückführung der Staatsschulden. Im Mai 2010 wurde aus diesem Traum Wirklichkeit. Unter Agenda 2011 – 2012 wurde der Öffentlichkeit ein Sanierungskonzept vorgestellt, das den Anforderungen einer Krisen-Lösung gerecht wird. An Hand von 30 Schwerpunktthemen entstand ein Anti-Schuldenprogramm mit einem jährlichen Volumen von über 275 Mrd. Euro. Das Programm ist auf 10 Jahre ausgelegt und umfasst rund 3 Billionen Euro.

Es beinhaltet die Finanzierbarkeit der Projekte und die Realisierung einer Grundrente von monatlich 1.050 Euro für Ledige und 740 Euro pro Lebenspartner. Das Gründungsprotokoll ist als Buch erschienen und in der Staatsbibliothek hinterlegt. Zwischenzeitlich wurden unsere Seiten über zwei Millionen Mal statistisch aufgerufen. Die Resonanz ist positiv, unser Engagement wird gewürdigt. Was wichtiger ist, es hat sich bis heute keine Stimme der Kritik gefunden. Seit Mai 2010 haben wir die genannten Institutionen in unsere Arbeit einbezogen, die heute klar formulierte Vorstellungen zu einigen unserer Themen beziehen.

„Wenn da nicht die Unterschicht wäre“ ist nicht das Thema: Das Thema ist, Menschen aus der Armut zu helfen, sie und den Mittelstand zu stärken, Möglichkeiten für eine bessere Ausbildung zu erlangen und mit einem gemeinsamen sozialen Engagement nachhaltige Impulse für die Gesellschaft zu geben. Diesen Themen fühlen wir uns bundes-, europa- und weltweit verpflichtet, sie haben einen Namen: Agenda 2011 – 2012.

Dieter Neumann

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 695822
 792

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Wenn da nicht die Unterschicht wäre“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Agenda 2011 - 2012

Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Das Statistische Bundesamt gibt die Staatsschulden zum 31.12.2018 mit 1.996 Mrd. Euro an. Gegenüber der Europäischen Statistik EUROSTAT sind es jedoch 2.063 Mrd. Euro, 60,9 % vom BIP. Überschuldung 67 Mrd. Euro. Lehrte, 17.12.2019. „Der Bund ist überraschend bereits 2014 ohne neue Schulden ausgekommen - das erste Mal seit mehr als 40 Jahren. Finanzmi-nister Wolfgang Schäuble (CDU) hat damit die "schwarze Null" ein Jahr früher erreicht als geplant.Ein entsprechender Bericht des "Handels-blatts" wurde in Koalitionskreisen bestätigt (Spiegel on…
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Die Statistik der EU (EUROSTAT) und Statista, die größte private Statistik der Welt, geben die deutschen Staatsschulden 2018 mit 2,063 Bio. Euro an (inklusiv Schulden der Sozialversicherung). Das Statistische Bundesamt dagegen mit 1,927 Mrd. Euro. Lehrte, 06.09.2019. Seit 1969 haben die Regierungen unter Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel rund 2,063 Bio. Euro (inklusiv Schulden der Sozialversicherung) mehr ausgegeben, als der Staat eingenommen hat. Hinzu kommen Schulden der Sozialkassen von rund 399 Mrd. Euro. Die FDP war 32 Jahre K…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Frankreich - es geht nicht um soziale Gerechtigkeit, sondern um emotionale SchnellschüsseBild: Frankreich - es geht nicht um soziale Gerechtigkeit, sondern um emotionale Schnellschüsse
Frankreich - es geht nicht um soziale Gerechtigkeit, sondern um emotionale Schnellschüsse
… einen tiefen Hass gegen die Bourgeoisie, das französische Bürgertum, die gehobene soziale Klasse der Gesellschaft. Mit ihrer konservativen oder reaktionären Gesinnung stehen sie der Unterschicht zynisch gegenüber. Eben auf diese Unterschicht berufen sich le Pen und Macron und versprechen, sie besserstellen zu wollen. Wobei das der eigentliche Grund ist, …
Familiennetzwerk schaltet Staatsanwaltschaft gegen Neuköllner Bürgermeister ein
Familiennetzwerk schaltet Staatsanwaltschaft gegen Neuköllner Bürgermeister ein
… verleumde und verhetze Eltern Die markigen familienpolitischen Worte des Neuköllner Bürgermeisters Buschkowsky haben ein strafrechtliches Nachspiel. Seine Behauptung, deutschen Eltern aus der Unterschicht sei Alkoholkonsum wichtiger als das Wohl ihrer Kinder, ist schlicht unerträglich. „Wir bemühen die Staatsanwaltschaft wegen dieses Tatbestandes von Herrn …
Drei Initiativen gegen „Unterschicht“-Problem
Drei Initiativen gegen „Unterschicht“-Problem
Ebert-Stiftung / SPD / Unterschichten Laut einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung gibt es eine neue gesellschaftliche Unterschicht. Sie umfasse 4 Prozent der West- und 20 Prozent der Ost-Deutschen. Dazu erklärt Petra Pau, stellv. Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE: Wer mit offenen Augen und Ohren über Land fährt, kennt das Problem. Das einzig Überraschende …
Pal Dragos: Homöopathie bei Kindern und Jugendlichen
Pal Dragos: Homöopathie bei Kindern und Jugendlichen
… ist der Teufelkreis vollständig. Die lebenstötenden Wirkungsmechanismen des digitalen Kapitalismus treffen in erster Linie die Kinder und unter ihnen besonders die Kinder der „Unterschicht“. Die Eltern können hier am wenigstens ihre Kinder von den schädigenden Einflüssen der Kultur abschirmen. Viele Politiker hören nicht gerne das Wort „Unterschicht“, …
Bild: Design Visitenkarten mit farbigem KernBild: Design Visitenkarten mit farbigem Kern
Design Visitenkarten mit farbigem Kern
… Internetdruckerei Printello edle Visitenkarten mit farbigem Innenkern an. Die fertigen Karten bestehen aus 3 Schichten: einer weißen Oberschicht, einer farbigen Mittelschicht und einer weißen Unterschicht. Für den farbigen Innenkern stehen vier Farben zur Auswahl: blau, rot, grün und magenta. Für alle die es noch auffallender wünschen, bietet Printello …
Bild: SillyBillyz Lätzchen nun auch in Deutschland und ÖsterreichBild: SillyBillyz Lätzchen nun auch in Deutschland und Österreich
SillyBillyz Lätzchen nun auch in Deutschland und Österreich
… Farben. Die Vorteile von Silly Billyz™: - 100% Maschinenwaschbar - Geeignet für Wäschetrockner - Super flüssigekeitsaufnehmend - fleckenfest - reiss– und bruchfest - hoch qualitatives Vlies - Atmungsaktive Nylon Unterschicht - Ideal für Babies Kontakt in Deutschland: harddi GmbH, Tel 06192 93 58 36 Kontakt in Österreich: harddi GmbH, Tel 01 479 86 94
Gegen Demokratie-Verdruss hilft nur mehr direkte Demokratie
Gegen Demokratie-Verdruss hilft nur mehr direkte Demokratie
… der Fraktion DIE LINKE: Das offizielle Erschrecken über den allgemeinen Demokratie-Verdruss ist so aufgesetzt, wie zuvor die kurzwallende Debatte über die so genannte Unterschicht. Beide Befunde hatten sich lange abgezeichnet. Gegen Demokratie-Verdruss helfen auch keine moralischen Appelle. Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich als Souverän entmündigt …
Die Soziologie der Unterschicht ist nicht weltfern, Herr Minister
Die Soziologie der Unterschicht ist nicht weltfern, Herr Minister
Der Berufsverbandes Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) weist die Kritik von Vizekanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering zurück,das Wort Unterschicht sei "eine Füllung, die vielleicht lebensfremde Soziologen so gebrauchen können, aber für das politische Handwerk und die gesellschaftliche Debatte nicht zu gebrauchen" sei. "Die Unterschicht …
Bild: "Off the Grid - Trumps Amerika" jetzt auf Amazon Prime und Saturn verfügbarBild: "Off the Grid - Trumps Amerika" jetzt auf Amazon Prime und Saturn verfügbar
"Off the Grid - Trumps Amerika" jetzt auf Amazon Prime und Saturn verfügbar
… leben. Auch nicht die Klischee-Amerikaner, die aus kleinen Städten kommen. In diesem überzeugenden Dokumentarfilm spricht Oey mit Obdachlosen, Der Mittelschicht und der Unterschicht, um den Zustand der Finanzkrise aufzudecken. Dabei findet er Verschwörungstheoretiker, Umweltschützer und viele Fintech-Enthusiasten. 9 Jahre später ist dieser Film aktueller …
Bild: Neuerscheinung - "Leben in der Unterschicht" wird auf der Frankfurter Buchmesse vorgestelltBild: Neuerscheinung - "Leben in der Unterschicht" wird auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt
Neuerscheinung - "Leben in der Unterschicht" wird auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt
… kleinen Unternehmen. Über zwanzig Mal tauchte sie ab und unter und trug so Fakten zusammen. Fakten, die nachdenklich stimmen. Schnell spürte sie, wie es sich anfühlt, das Leben in der Unterschicht. Treffen Sie die Autorin des Enthüllungsbuches auf der Frankfurter Buchmesse. Pressegespräche vom 14. bis 18. Oktober täglich um 14:00 Uhr in Halle 3.0, D161.
Sie lesen gerade: Wenn da nicht die Unterschicht wäre