(openPR) Wie ist es um die Neutralität der staatlichen Schule bestellt? Das deutsche Schulwesen befindet sich heute in einem fundamentalen Gestaltwandel. Dies führt zu pädagogisch beachtenswerten Verschiebungen. Die Erziehungswissenschaftlerin Christina Gericke untersucht in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Pädagogische Korrespondenz (Heft 46/2012), erschienen im Verlag Budrich UniPress, die Zusammenarbeit von staatlichen Schulen und privaten Unternehmen.
Gewinn oder Gemeinwohl?
Betriebspraktika, gemeinsame Projekte, Feste oder Wettbewerbe, Spenden und Schulsponsoring – Bildungspartnerschaften als gemeinsames und vernetztes Handeln von Schule und Wirtschaft haben sich längst etabliert. Unterricht soll lebensnah, arbeitsweltorientiert, effizient und möglichst kostengünstig sein. Die unterschiedliche Interessenlage bildet dabei ein großes Problem. Eine mögliche Gefahr ist dabei, dass die Schule zum Dienstleister wird und das Unternehmen Einfluss auf den Unterricht nimmt.
Gericke vertritt die These, dass es im Rahmen der Kooperation von Schule und Wirtschaft zu Handlungsvereinbarungen kommen kann, deren Effekte eine Engführung sowohl des Verständnisses allgemeiner Bildung als auch der Idee der Bildung als ein öffentliches Gut sind.
Zur Person:
Christina Gericke
Universität Hamburg
Forschungsschwerpunkte: Bildungs- und Subjekttheorie, Bildungsprozesse im Kontext ökonomischer Transformationen, Gouvernementalitätsstudien













