(openPR) Von Trocken- über Nassfutter bis hin zu selbst gekochten Rationen oder Rohfütterung – es gibt unterschiedliche Ansichten über die verschiedenen Fütterungsarten. Der wichtigste Aspekt für eine gesunde Ernährung ist jedoch nicht die Form der Fütterung, sondern die Anpassung auf den jeweiligen Nährstoffbedarf des Hundes. Die Art und Weise der Fütterung ist aus medizinischer Sicht zweitrangig. Dennoch gibt es bei jeder Fütterungsform Vor- und Nachteile.
Leipzig, 22.01.2013 Trockenfutter zählt zu den beliebtesten Fütterungsformen unter Hundehaltern. Die Vorteile eines trockenen Hundefutters sind vielfältig: Neben praktischer und zeitsparender Handhabung zeichnet es sich durch einfache Aufbewahrung und minimale Geruchsbelästigung aus. Die Zusammensetzung bleibt immer gleich, was gerade dem auf Kontinuität ausgerichteten Verdauungstrakt des Hundes entgegenkommt.
Die geringere Futtermenge belastet den Magen-Darm-Trakt weniger als Nass- oder Frischfutter. Beim Herstellungsvorgang werden die Rohstoffe aufgeschlossen, was die Verdaulichkeit und somit die Verträglichkeit des Trockenfutters steigert. Auch für die Zähne hat diese Fütterungsform Vorteile, weiß die Leipziger Tierärztin Stefanie Schmidt: „Die spezielle Konsistenz des trockenen Futters regt den Hund zum Kauen an. Dadurch kommt es, je nach Größe, Dichte und Textur der Kroketten zu einem natürlichen Abrieb von Zahnbelägen.“ Dies kann der Entstehung von Zahnstein prophylaktisch entgegenwirken.
Wichtig ist ein Blick auf die Deklaration. Im Zweifelsfall sollte man sich von einem Experten beraten lassen. Tierärztin Stefanie Schmidt: „Damit das Futter den speziellen Ansprüchen des einzelnen Tieres gerecht wird, sollte es möglichst all seine Eigenschaften wie Alter, Aktivität, Rasse und Größe berücksichtigen. Bei Standardfutter, das an alle Hunde gleichermaßen gefüttert wird, kommt es jedoch zu Fehlversorgungen, die gesundheitliche Probleme nach sich ziehen können.“
Bei Nassfutter werden Rohstoffe in zerkleinerter bis gemahlener Form verarbeitet. Da sich Aromen durch diese Zubereitungsform besser entfalten können, bevorzugen gerade wählerische Hunde oft diese Art der Fütterung. Zwar hat Dosenfutter durch den Sterilisierungsvorgang eine sehr gute hygienische Qualität, doch ist es nach Öffnung der Verpackung leicht verderblich. Deshalb ist es nicht geeignet, längere Zeit im Napf zu verweilen. Durch den hohen Wassergehalt (ca. 70-80 %) leistet die Fütterung einen Beitrag zur Wasserversorgung. Für Tiere, die generell zu wenig trinken, kann dies hilfreich sein.
Andererseits kann der hohe Feuchtigkeitsanteil auch zu Verträglichkeitsproblemen und weichem Kot bei gleichzeitig hohem Kotvolumen führen. Tierärztin Schmidt: „Ein Nachteil besteht zudem in dem meist sehr hohen Proteingehalt von Nassfutter. Eine Überversorgung mit Protein kann Flatulenz, aber auch Verdauungsprobleme und Organreaktionen verursachen.“ Zusätzlich fallen bei Dosenfütterung große Mengen Müll und insgesamt höhere Kosten an.
Gründe für selbst zubereitete Mahlzeiten, ob roh oder gekocht, sind unterschiedlich: Manche Hundebesitzer betrachten diese Fütterungsart als natürlicher oder sicherer, weil sie die einzelnen Bestandteile kennen, anderen macht es schlichtweg Freude, das Futter selbst zusammenzustellen.
Dennoch bringt auch diese Fütterungsart Nachteile mit sich. Zum einen ist der Zeitaufwand nicht zu vernachlässigen und auch die Kosten sind meist recht hoch. Tierärztin Schmidt: „ Es ist ein immenses Wissen nötig, um die Rationen optimal auf den Bedarf des jeweiligen Hundes anzupassen und eine gesunde Ernährung zu gewährleisten. Über- oder auch Unterversorgungen bei Nährstoffen wie Proteinen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen können zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.“
Auch die Ernährungsberatung am Institut für Tierernährung in Leipzig musste sehr häufig auf selbst zubereitete Rationen zurückgreifen. Denn meist wurden handelsübliche Fertigprodukte den individuellen Anforderungen der Patienten nicht gerecht. Daher entwickelte Frau Schmidt ein innovatives Ernährungskonzept, das auf Basis eines Trockenfutters eine genau auf den einzelnen Hund angepasste Nährstoffversorgung ermöglicht. So werden die Vorteile beider Fütterungsarten vereint.
Egal für welche Fütterungsform sich der Hundehalter auch entscheidet: Wichtig ist die bedarfsgerechte Zusammensetzung des Futters, um Fütterungsfehler und ihre gesundheitlichen Folgen zu vermeiden.













