(openPR) Büdingen, 04.07.2019: Hundehalter sind vermehrt verunsichert, ob sie ihrem Vierbeiner Trockenfutter oder Feuchtfutter in den Napf schütten sollen, was bis zur Jahrtausendwende noch gar kein verbreitetes Thema war. Je größer die Verunsicherung, desto mehr Mythen machen die Runde über angeblich passendes Hundefutter. Hundeexpertin und Gesundheitscoach Marie Kliem klärt über die größten Irrtümer bei der Hundeernährung auf, woraus sich der ungleiche Kampf zwischen Feuchtfutter und Trockenfutter eigentlich erübrigen sollte.
Zahlen und Mythen bei der Hundeernährung
Beim Umsatz in Deutschland liegt die Hundeernährung mit Feuchtfutter mit 473 Millionen Euro in 2018 vor jenem mit Trockenfutter mit 435 Millionen Euro im gleichen Zeitraum, wie statistische Erhebungen ergaben. Auf den ersten Blick irritierend ist aber der ermittelte Wert von 5,78 Millionen Hundehaltern, die laut eigenen Angaben täglich trockenes Paketfutter an ihre Tiere verfüttern. Bei rund 9,2 Millionen Hunden, die in deutschen Haushalten leben, wären es demnach mehr als die Hälfte, die Trockenfutter zwischen die Zähne bekommen. "Feuchtfutter sollte immer dem Trockenfutter vorgezogen werden, ist aber teurer, was den höheren Umsatz für die Tierfutterindustrie erklärt", erläutert Gesundheitscoach Marie Kliem, die sich seit vielen Jahren mit gesunder Ernährung für Hunde beschäftigt (https://www.hundefutter-vital.com/).
Bedauerlicherweise halten sich viele Mythen hartnäckig, die gegen das feuchte Futter sprechen, wie beispielsweise, dass der Hund mit Nassfutter stinke oder Trockenfutter besser sei, da es Zahnstein verhindere. "Alles Quatsch!", sagt die Hundeexpertin. "Hat ein Hund entzündeten Zahnstein, wird dieser nicht vom Trockenfutter beseitigt, sondern muss professionell entfernt werden. Außerdem konzentriert sich die Magensäure bei trockenem Hundefutter und steigt auf, was die Zähne stark angreift. Im Übrigen ist es so, dass billiges Industriefutter stinkt - hochwertiges Feuchtfutter und gesunde Hunde jedoch nicht."
Feuchtfutter übertrumpft Trockenfutter
Einige Hundehalter entscheiden sich wegen ihres verfügbaren Budgets für das wesentlich günstigere Trockenfutter, andere schätzen die Bequemlichkeit beim Lagern und Portionieren. Dazu bezieht Marie Kliem eindeutig Stellung, die zugunsten der Tiergesundheit ausfällt: "Feuchtfutter ist immer hochwertiger und artgerechter, als ein Trockenfutter sein kann, da es dem Beutetier ähnelt. In gutem feuchtem Hundefutter befinden sich zwei Drittel Fleischanteil, was kein Trockenfutter leisten kann."
Aus ihrer Praxiserfahrung weiß die Hundeexpertin, dass manche Hundehalter trocken und feucht mischen und meinen, damit dem Tierwohl am Besten zu entsprechen. Davon rät sie ab und empfiehlt: "Trockenfutter und Feuchtfutter sollten niemals in einer Futterration gemischt werden, da beide andere Verdauungswerte aufweisen und so den Hundeorganismus belasten. Wer unbedingt beides füttern möchte, sollte wegen möglichen Dehydrierens morgens das trockene und abends das besser verdauliche feuchte Futter geben. Auf diese Weise kann das Tier tagsüber einigermaßen die fehlende Flüssigkeit durch Trinken ausgleichen. Faktisch übertrumpft aber das Feuchtfutter in allen Belangen der gesunden Hundeernährung das Trockenfutter, weswegen die feuchte Variante den Vorzug erhalten sollte."











