(openPR) Handreichung für KMUs zum „informellen Lernen“ vorgelegt.
Bensheim, 18. Dezember 2012. Die hessenstiftung – familie hat zukunft legte in Zusammenarbeit mit dem WorkFamily-Institut eine Handreichung „Informelles Lernen“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) des hessischen Mittelstands vor. Der Leitfaden geht zurück auf ein Werkstattseminar, in dem vier Unternehmen 2012 unter sachkundiger Anleitung des WorkFamily-Institut Wege fanden, informelles Lernen als integralen Bestandteil des Personalmanagements zu verstehen und in den Unternehmensalltag umzusetzen.
Die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen wie Stresstoleranz, Selbstmotivation, Ziel- und Zeitmanagement, Team- und Kommunikationsfähigkeit wird in Weiterbildungsseminaren lediglich angestoßen. Nachhaltig gelernt und trainiert werden diese Fähigkeiten vor allem in alltäglichen Herausforderungen wie im Familien- und Berufsalltag, im Ehrenamt und Sport, kurz: an den sogenannten informellen Lernorten. „70 Prozent der für den Beruf wichtigen Fähigkeiten werden im privaten und beruflichen Alltag gelernt“, fasste Dr. Ulrich Kuther, Geschäftsführer der hessenstiftung – familie hat zukunft, die Erkenntnisse des Werkstattseminars und der Handreichung zusammen. Die Stiftung sehe daher in der Familie einen wichtigen Lernort der Zukunft auch für die Personalentwicklung.
Joachim Lask, gemeinsam mit Elisabeth Rosar Autor der Handreichung, sieht in den Lernorten des Alltags echte Kompetenzcenter, die gezielt genutzt werden können. „Eltern, die Nacht für Nacht von ihrem schreienden Baby geweckt werden, müssen lernen, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen“, erläuterte Lask an einem Beispiel. „Haben sie die Stress-Regulierung einmal gelernt, können sie diese künftig auch bei schwierigen Mitarbeitern und stressigen Kunden einsetzen.“
Die hessenstiftung - familie hat zukunft, 2001 vom Land Hessen gegründet, soll u.a. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. In ihrer Kongressreihe „Dialog Beruf&Familie in Hessen“ thematisierte sie 2011 die beruflichen Potenziale von Alltags- und Familienkompetenzen. Im Anschluss daran rief sie das Werkstattseminar „informelles Lernen“ ins Leben.
Das WorkFamily-Institut in Mühltal bei Darmstadt erforscht den „Spillover-Effekt“ und entwickelt daraus betriebliche Konzepte für eine innovative Personalent-wicklung. Leitend ist dabei der Gedanke, dass eine Work-Life-Balance als Nebeneinander in der Regel scheitert. Vielmehr sollen beide Lebensbereiche gewinnbringend verbunden werden und sich wechselseitig Nutzen bringen.












