(openPR) Zum 01.01.2002 traten in Deutschland die "Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen", kurz GDPdU, in Kraft. Danach sind alle steuerpflichtigen Unternehmen nach § 146 Abs. 5 AO verpflichtet originär digital erstellte Unterlagen auf maschinell verwertbaren Datenträgern revisionssicher zu archivieren. Werden die Anforderungen nicht erfüllt, dann droht die Finanzverwaltung mit Sanktionen. Diese reichen vom Bußgeld, über Zwangsmittel bis hin zur Schätzung. Erheblich ist auch die Tatsache, dass die Steuerbehörde auf Daten selbst vorangegangener Wirtschaftsjahre zugreifen können muss. Allerdings nur dann, wenn u.a. die Bereitstellung nicht mit einem unverhältnismässigem Aufwand verbunden ist.
Die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften erlauben die prüfungsrelevanten Daten auf drei Arten zur Verfügung zu stellen:
1. Unmittelbarer Zugriff:
Dabei findet die Prüfung der Daten direkt am Computersystem des Steuerpflichtigen statt.
2. Mittelbarer Zugriff:
Die Prüfung erfolgt mit Hilfe eines Dritten (z.B. Mitarbeiter/Innen) am Computersystem des Steuerpflichtigen. Die Vorgaben stammen dabei vom Prüfer.
3. Datenträgerüberlassung:
Der Finanzbehörde sind alle steuerrelevanten und zur Auswertung benötigten Daten z.B. auf CD-Rom oder DVD (dem ISO-Standard entsprechend) zur Prüfung zu übergeben.
Der Mitarbeiter der Steuerbehörde wird dann, auf dem eigenen Notebook, mittels des Prüfprogramms IDEA vor Ort oder in der Behörde die Prüfung vornehmen. Welche der drei genannten Arten dagegen zum Einsatz kommt, bestimmt allein der Prüfer. Die steuerpflichtigen Unternehmen haben darauf keinen Einfluss.
IDEA-Schnittstelle in das CASYMIR-Modul "FIBU" implementiert
Auf Basis einer europaweiten Ausschreibung hat sich die Finanzverwaltung entschieden auf den Notebooks der Prüfer die Software IDEA und SmartX von Audicon zu installieren. Das Basissystem wurde vor ca. 17 Jahren vom kanadischen Rechnungshof entwickelt. Derzeit ist die IDEA-Software in ca. 40 Ländern bei Revisoren, Wirtschaftsprüfern und Controllern im Einsatz. Damit die Anwender des ERP-Systems CASYMIR den diesbezüglichen Vorschriften nachkommen können, steht ab sofort eine eigens geschaffene Schnittstelle zur Verfügung. Die von der Steuerverwaltung geforderten Daten können jetzt auf "Knopfdruck" erstellt werden. Erforderlichen Arbeitsschritte sind dabei:
- Datenextraktion bzw. Export aus dem ERP-System CASYMIR
- Dekomprimierung und Entschlüsselung der Daten
- Ausgabe der Daten in maschinell auswertbarer Form
- Bereitstellung auf einem beweglichen Datenträger
Vorteile und Nutzen für die Anwender von CASYMIR
In der Vergangenheit war, während einer Steuerprüfung, vom Steuerpflichtigen in der Regel, manchmal über mehrere Wochen hinweg, ein Mitarbeiter abzustellen, der dem Prüfer zuarbeiten musste. Dieser Aufwand entfällt nunmehr. Mit geringem Zeit- und Kostenaufwand können sich jetzt die Nutzer von CASYMIR auf eine Steuerprüfung vorbereiten. Mit Hilfe des richtigen Softwareeinsatzes ist auch im Vorfeld der Steuerprüfung eine unternehmenseigene "Plausibilitätsprüfung" möglich. "Missverständnisse" können auf diese Weise im Vorhinein bereinigt werden. Das spart Nerven und Zeit- und - Zeit ist ja bekanntlich auch Geld. Übrigens: CASYMIR hat die "Feuerprobe" bei Betriebsprüfungen auf Basis der GDPdU bereits bestanden.
Das ist CASYMIR
Das plattformunabhängige Softwaresystem CASYMIR bietet eine moderne, umfassende, offene Gesamtlösung für Produktions- und Handelsbetriebe. Seit ca. 15 Jahren wird es von der OPAG Informatik AG aus dem schweizerischen Arlesheim entwickelt und gepflegt. Das Softwaresystem deckt u.a. folgende Anwendungsbereiche ab:
Finanz- und Betriebsbuchhaltung, Auftragsbearbeitung, Offertwesen, Lager- und Artikelverwaltung, Einkaufssystem, Produktionsplanung, Kunden- und Lieferanteninformationssystem, Marketing, Personalabrechnung, Zeiterfassung, Investitionsgüterverwaltung, Kalkulation, Statistik, Dokumentenverwaltung und mehr.
Die Applikation beruht auf dem Datenbanksystem von Sybase. Die Lösung ist mehrbenutzer- und fremdsprachenfähig. Sie verfügt über eine ausgeprägte Skalierbarkeit. Ihre Leistungsfähigkeit wird umso deutlicher, je mehr Benutzer mit dem System arbeiten.
CASYMIR besitzt nachweislich sehr gute Eigenschaften in Bezug auf Datensicherheit, Datenschutz, Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit. Dies gilt auch für den Einsatz in heterogenen Netzwerkumgebungen.
Die Lösung ist modular aufgebaut und wird, unter Einhaltung bestimmter Randbedingungen, nach Bedarf zusammengestellt. Sämtliche Module sind konfigurierbar und werden an die unternehmensspezifischen Besonderheiten des Kunden angepasst. Mehr als 1.000 Mandanten werden mit System verwaltet.
Kontakt:
für Deutschland:
Klaus Wagner
Sigmatech Informatik GmbH
Fax: +49 (06834) 92 17 17
Email:
Internet: www.sigmatech.de






