(openPR) Freiburg, 07.12.12: „Der Staatswald in Rheinland-Pfalz erhält das Label FSC (Forest Stewardship Council®) und damit die Bestätigung, dass die Waldbewirtschaftung im Land den strengen Regeln eines weltweit anerkannten Zertifizierungssiegels entspricht", erklärte Forstministerin Ulrike Höfken am 05.12.12 im Walderlebniszentrum Soonwald. In Anwesenheit von Vertretern des FSC Deutschland nahm die Ministerin das Zertifikat durch eine unabhängige Zertifizierungsfirma entgegen. „Mit dem FSC-Label wollen wir nicht nur den naturnahen Waldbau unterstützen, sondern auch Holzwirtschaft und Verbrauchern die bewusste Entscheidung für ein nachhaltiges Holzprodukt ermöglichen", so Höfken. Die Landesregierung habe daher die FSC-Zertifizierung im Koalitionsvertrag festgelegt.
Die Landesforsten Rheinland-Pfalz sind mit 218.000 Hektar der bislang größte Waldbesitzer in Deutschland, der sich dem FSC-Label anschließt. Der Betrieb hat sich für die besondere Form der Gruppenzertifizierung entschieden, die nicht nur eine stufenweise Umsetzung erleichtert, sondern jedem einzelnen Forstamt auch besondere Verantwortung überträgt. In einem ersten Schritt haben in diesem Jahr zwölf rheinland-pfälzische Forstämter erfolgreich das FSC-Audit durchlaufen. Sie erhielten das Zertifikat als erste Mitglieder aus der Hand der Ministerin. Bis 2014 werden alle 45 Forstämter des Landes in die FSC-Gruppe aufgenommen.
Dirk Riestenpatt, Vorsitzender FSC Deutschland, hob in seinem Grußwort hervor, dass die FSC-Zertifizierung in Rheinland-Pfalz bemerkenswert ruhig und organisiert angelaufen ist und äußerte Zuversicht, dass dieser Prozess innerhalb des geplanten Zeitraums bis 2014 für alle 45 Forstämter abgeschlossen sein werde. „Jetzt ist die Gelegenheit für die Landesforsten in Rheinland-Pfalz, ihre hochprofessionelle Bewirtschaftung nach außen zu tragen und unter messbarer Berücksichtigung aller Waldfunktionen ein Aushängeschild für verantwortungsvolle Waldbewirtschaftung zu werden“, schloss Riestenpatt seine Rede.
"Anerkannte Gütesiegel wie FSC seien weltweit ein wichtiges Instrument, um sicher zu sein, kein Holz aus illegalem Raubbau zu verwenden“, machte Höfken deutlich. Eine Studie des WWF gehe davon aus, dass jährlich 2,8 Millionen Kubikmeter illegal eingeschlagenen Holzes aus Brasilien in die EU importiert werden, neun Prozent davon nach Deutschland. „Damit Instrumente wie zum Beispiel die neue EU-Gesetzgebung zum Verbot des Imports von illegalem Holz greifen können, müssen Herkunft und Herstellung nachvollziehbar sein. Die Zertifizierung ist dafür ein Schlüsselfaktor", so die Ministerin.
Im nächsten Jahr reihen sich die Landesforsten Baden-Württemberg als ein weiterer großer Waldbesitzer in die Riege der FSC-zertifizierten Forstbetriebe ein und kommen somit dem gesellschaftlichen Anspruch einer kontrolliert verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung nach.








