(openPR) Vor den 1950er Jahren hierzulande noch nahezu unbekannt, steht es heute in jedem zweiten deutschen Haushalt im Vorratsschrank: Das Knäckebrot. Lesen Sie hier mehr über die Geschichte dieses knusprigen Gebäcks, wie es hergestellt wird und wo es zum Einsatz kommt.
Das erste Knäckebrot wurde vor etwa 500 Jahren in Schweden gebacken. Die dünnen Fladen erwiesen sich schnell als überaus praktische Methode, Getreide haltbar zu machen. Aus Mehl, Wasser und Salz wurde ein Teig angerührt und zu runden Fladen geformt. Danach backte man das Brot für nur wenige Minuten im heißen Ofen und hängte es anschließend zum Trocknen auf. Der Wassergehalt betrug schließlich nur noch fünf Prozent wodurch das Gebäck nahezu unbegrenzt haltbar wurde. Wen der Hunger überkam, der konnte sich einfach ein Stück Brot abbrechen. Daher stammt auch der Name des Brotes, denn „knäcka“ bedeutet im Schwedischen „brechen, knicken“.
Um den Teig locker zu machen, werden heute zwei verschiedene Verfahren angewendet. Bei der sogenannten Warmbrot-Technik wird dem Teig Sauerteig oder Hefe zugesetzt. In Verbindung mit Wärme geht der Teig auf und wird locker. Bei der zweiten Methode, der Kaltbrot-Technik, wird der Teig auf unter zehn Grad abgekühlt und gleichzeitig Luft hineingeschlagen. Beim Backen dehnt sich die im Knäckebrot eingeschlossene Luft aus und sorgt somit für die Lockerung des Teigs. Diese zweite Methode wurde einer Legende nach zu Beginn des 18. Jahrhunderts aus purem Zufall erfunden. So war im Nordischen Krieg in der Feldküche eines Heers die Hefe ausgegangen. Trotzdem musste zur Versorgung der Soldaten Brot gebacken werden. Als der Teig fertig war, fegte ein heftiger Schneesturm durch das Lager und kühlte den Brotteig stark ab. Als das Unwetter abgeklungen war, schob man Fladen aus dem kalten Teig in den Ofen und staunte schließlich über das Ergebnis: Das Brot war ganz besonders locker und wohlschmeckend geraten.
Nach diesem traditionsreichen Kaltbrot-Verfahren werden die Knäckebrote der Demeter-Marke Campo Verde gefertigt. Der Konsument kann sich zwischen drei verschiedenen Sorten entscheiden: Delikatess-Knäckebrot, Sesam-Knäckebrot und Dinkel-Knäckebrot.
Was man damit alles anstellen kann, zeigt uns ein Blick nach Skandinavien, wo das knusprige Gebäck fast täglich auf dem Speisezettel steht. Hier wird das Brot, mit Butter oder Margarine bestrichen, oft als kleine Zwischenmahlzeit verspeist. Mag man es etwas üppiger, lässt sich das Knäckebrot, belegt mit Zutaten wie Fisch, Schinken, Käse, Eiern, eingelegten Gurken oder diversen Saucen, zu einer vollwertigen Mahlzeit verwandeln. Das krosse Brot eignet sich auch dazu, es in Bröseln über den Salat zu streuen. Zum Frühstück oder als Dessert schmeckt Knäckebrot besonders gut, wenn es in kleine Stücke gebrochen, mit frischen oder tiefgekühlten Beeren vermischt und mit Milch übergossen wird. Nach Belieben kann diese Speise mit Honig gesüßt werden.
Falls Sie nun auf den Geschmack des krossen Gebäcks gekommen sind, wünschen wir Ihnen einen Guten Appetit!








