(openPR) MECKENBEUREN-LIEBENAU – Vor zehn Jahren wurde der Freundeskreis des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks gegründet. Seitdem unterstützt der Verein Hilfsprojekte dieser Organisation im östlichen Bulgarien. Insgesamt kamen bisher über 400.000 Euro dort lebenden benachteiligten Kindern und Erwachsenen zu Gute. Mit einer Feier samt Gottesdienst wurde das Vereinsjubiläum im Schloss Liebenau gefeiert.
Brücke von Mensch zu Mensch
Berührt von der Armut und Not vieler Kinder und Erwachsener in Bulgarien hatten Menschen aus verschiedenen Regionen Süddeutschlands den Freundeskreis gegründet – als „Brücke von Mensch zu Mensch“, so deren Vorsitzender Ulrich Kuhn. Seit einem Jahrzehnt fördert der Verein die Arbeit des Bulgarisch-Deutschen Sozialwerks St. Andreas, das 1998 von den katholischen Stiftungen Liebenau und St. Franziskus Heiligenbronn sowie der orthodoxen Metropolie von Varna und Veliki Preslav ins Leben gerufen wurde – und damit auch für eine Zusammenarbeit von Christen über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg stehe, wie Kuhn betonte.
Handeln aus Nächstenliebe
Nachdem Werte wie Barmherzigkeit und Nächstenliebe bereits im Mittelpunkt des zum Jubiläumsauftakt gefeierten Gottesdienstes - zelebriert von Erzpriester Nedialko Kalinov von der Bulgarisch-orthodoxen Kirchengemeinde München und Prälat Michael H. F. Brock, Vorstand der Stiftung Liebenau - gestanden hatten, strich auch Prof. Dr. Peter Neuner vom Kuratorium des Freundeskreises in seinem Festvortrag den christlichen Glauben als verbindende Basis des Sozialwerks heraus.Als Ebenbild Gottes werde der Mensch um seiner selbst willen geliebt. Und dementsprechend sei das Engagement für Arme tief in der christlichen Überzeugung verwurzelt. Auf dieser Motivation basiere auch das Handeln des Sozialwerks: „Eines ist ganz offensichtlich: Hierbei gibt es keinerlei Eigeninteressen. Es geht um die Menschen.“
Mehr als 400.000 Euro überwiesen
Wie der stellvertretende Vorsitzende Martin Engelbrecht berichtete, wurden seit der Vereinsgründung schon über 400.000 Euro zur Unterstützung des Sozialwerks nach Bulgarien überwiesen.
Was dort alles für die Menschen getan wird, schilderten aus erster Hand die Projektverantwortlichen Margarita Dragneva und Monika Heitmann. So werden im Kinderzentrum oder durch die mobile Jugendarbeit in Roma-Vierteln jungen Menschen am Rande der Gesellschaft bessere Zukunftschancen eröffnet. Zudem versorgt eine Sozialstation 120 Hilfebedürftige regelmäßig mit Essen oder übernimmt die Betreuung und Pflege alter oder kranker Personen.
„Glückliche Gesichter und lachende Kinder sind der Lohn für die Arbeit“, sagte Dragneva und dankte den Förderern aus Deutschland für die „moralische und finanzielle Unterstützung“. Heitmann betonte vor allem den partnerschaftlichen Aspekt ihres Tuns. So dürfe man den Menschen dort nicht einfach fremde kulturelle Vorstellungen überstülpen, sondern müsse Impulse geben, die dann „auf fruchtbaren bulgarischen Boden fallen und weiter wachsen“: Hilfe zur Selbsthilfe.
Gelebte europäische Solidarität
„Ihre Arbeit ist der so benötigte Beitrag für ein Europa der weicheren Kontraste“, gratulierte auch Europaparlamentarierin Elisabeth Jeggle dem Verein. „Durch Ihren Dienst stärken Sie neben der Integration von Randgruppen insbesondere die Perspektiven von jungen Menschen.“ Das Engagement des Freundeskreises entspreche dem Grundsatz der Europäischen Union, „dass starke Schultern schwache stützen.“ So zählt Bulgarien, als 27. Staat im Jahre 2007 in die EU aufgenommen, nach wie vor zu den ärmsten Regionen innerhalb der Union.
Unbürokratische Helfer
Sozialwerk-Vorstand Christoph Sedlmeier würdigte in seinem Grußwort die Freundeskreismitglieder als „unbürokratische Helfer“, ohne die in Bulgarien viel weniger hätte erreicht werden können. „Bleiben Sie uns bitte erhalten!“
Musikalisch begleitet wurden Gottesdienst und Jubiläumsfeier vom Vokalensemble „Quantum Caritatum“ sowie vom Überlinger Violinsolisten Prof. Michael Grube.
Infos zum Verein: www.bulgarisch-deutsches-sozialwerk.de













