(openPR) Früherer Regierender Bürgermeister Walter Momper zu Gast
Es gibt viel zu regeln in den Tagen des Novembers 1989, und doch ist gar nicht alles planbar. Die Ereignisse überstürzen sich. Viele Fragen lassen sich lediglich erahnen, Lösungen nur skizzieren. So wird beispielsweise vom West-Berliner Senat beschlossen, kurzfristig eine Projektgruppe mit dem sperrigen Namen „Vorbereitung auf einen verstärkten Besucher- und Reiseverkehr aus Ost-Berlin und aus der DDR“ einzusetzen.
Neben dem Devisenmangel steht dabei ein ganz praktisches Problem im Mittelpunkt: Wie verkraften privater und öffentlicher Straßenverkehr den zu erwartenden Besucherstrom bei Inkraftsetzung eines neuen DDR-Reisegesetzes? Intern wird von einer Besucheranzahl von etwa 500.000 Besuchern pro Tag ausgegangen.
Am Ende werden alleine am ersten Wochenende nach Mauerfall über zwei Millionen DDR-Bürger in den Westteil der Stadt kommen. Kurz davor beschließt die Projektgruppe noch, dass die BVG nach den Smog-Fahrplänen fahren soll. Es war das einzige vergleichbare Beispiel mit einem rapiden Anstieg der Fahrgastzahlen und exakten Einsatzplänen. Schließlich verkraftet der Verkehr den Ansturm. Walter Momper regelt als Regierender Bürgermeister teilweise selbst den Verkehr.
Nach Andrea Fischer ist bei den neunzehnten Finsterwalder Stadtgesprächen der frühere Regierende Bürgermeister und Parlamentspräsident von Berlin Walter Momper zu Gast im ehemaligen Warenspeicher „Ad. Bauer’s Wwe.“ in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster). Gemeinsam mit dem Sängerstadtmarketing e. V. laden wieder der Ur-Ur-Enkel der legendären Kaufmannsfrau, Sebastian Schiller, und seine Frau Christiane zu Gesprächen über Vergangenes, Aktuelles oder Zukünftiges in einer überraschenden Umgebung mit interessanten Gesprächspartnern.
Ungewöhnlicher Veranstaltungsort ist ein alter Warenspeicher, der einen ehemaligen Kolonialwarenladen für Güter des täglichen Bedarfs beherbergt; eingerahmt von etwa 1.000 gebrauchten Schuhmacherleisten, die an Decken und Wänden hängen. Ein Büffet auf der alten, sieben Meter langen Ladentheke und Musikalisches von der Musikschule des Landkreises bilden hierzu einen festlichen Rahmen.
In Anlehnung an ähnliche Veranstaltungen wird eine Spende von € 25,00 pro Person erbeten, deren Erlös für einen kulturellen Zweck von Finsterwalde verwendet wird. Aufgrund der großen Nachfrage werden vom Sängerstadtmarketing e. V. (Markt 1, 03238 Finsterwalde, Tel. 03531/717830, Fax 717831) nur noch Plätze auf der Warteliste vergeben.
www.finsterwalder-stadtgespraeche.de












