(openPR) (Kiel): Das Medibüro Kiel vermittelt anonym und kostenlos medizinische Hilfe für Flüchtlinge und MigrantInnen ohne Aufenthaltsstatus. Fast demütig wird man, ob der heroischen Aufgabe, die sich die MitstreiterInnen vom MediBüro in Kiel gestellt haben.
So manch einer möchte sich einbringen, dieses Ziel zu verwirklichen. Was aber, wenn man nicht über die notwendigen Qualifikationen verfügt - sich weder in der Medizin, noch in der politischen Gesetzeslage auskennt? Was, wenn man keine Erfahrungen im sozialpädagogischen Bereich hat oder auf dem Gebiet der Fremdsprachen? Was, wenn man nicht feste Einsatzzeiten für die Hilfe zusagen kann, neben Beruf und Familienleben?
„Aber nein!“, sagt Johanna Boettcher vom MediBüro Kiel. „Uns geht es in erster Linie um die Motivation sich einzusetzen und nicht um einen Qualifikationsnachweis. Wir leben von den Ideen anderer, wie ihr Beitrag aussehen könnte, von der Bereitschaft Zeit zu investieren, wann auch immer derjenige Zeit hätte.“
Und tatsächlich. Auf dem Plenum sind die unterschiedlichsten Berufe und Persönlichkeiten vertreten. Und was für Außenstehende fast banal erscheint, ist oftmals wichtig für das MediBüro. Die Karteikarten sind alle. Es müssen neue besorgt und mit den erforderlichen Daten bedruckt werden. Dies sehr kurzfristig für die nächste Sprechstunde und der heimische Drucker von Till verweigert ausgerechnet seit gestern seinen Dienst. Ersatz ist schnell gefunden. Jemand aus der Runde kennt eine Digitaldruckerei, die den Auftrag schnell, zuverlässig und äußerst kostengünstig erledigen wird. Zwei junge Frauen sind neu dabei und würden gern ihre Dienste als Dolmetscherinnen anbieten, verfügen aber nicht über entsprechende Ausbildungsnachweise, oder gar feste Einsatzzeiten. Kein Problem, jeder ist willkommen, egal zu welcher Zeit. „Jeder kann sich bei uns melden“, erklärt Johanna Boettcher, „egal wie ungewöhnlich das Unterstützungsangebot sein mag.“
Nächster Punkt: Einladungen von vielen Institutionen aus Kiel und Umgebung, sei es zur Kontaktpflege oder zu Fortbildungsangeboten. Wer hat Zeit, wer könnte an diesem Tag den Termin wahrnehmen? Für fast alles findet sich jemand aus der Runde, bei allen anderen wird das MediBüro dann neue Termine organisieren.
Letztlich zählt dann wirklich jeder Mosaikstein. Jede Form von Hilfe ist wichtig und kann sich als bedeutend erweisen, mag sie noch so klein für einen selbst erscheinen. Als Fazit bleibt:
Jeder kann sich zu diesem bedeutenden Projekt einbringen. Eine Mail genügt:










