(openPR) Das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) und die Allianz deutscher Designer (AGD) stellten in Berlin aktuelle Zahlen aus der Designbranche vor. Sie belegten die Bedeutung von Designleistungen für die Wirtschaft und verdeutlichten dabei insbesondere das Zusammenwirken der freiberuflichen Designer mit dem Mittelstand.
„Für Deutschland ist es wichtig, das Innovationspotential der Designwirtschaft für alle anderen Wirtschaftsbereiche zu nutzen – vor allem in mittelständischen Unternehmen“, unterstrich Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, bei seinen einführenden Worten. Dass es gerade der Mittelstand ist, der die meisten Aufträge der freiberuflichen Designerinnen und Designer vergibt, zeigte die AGD-Studie 2012 „Das größte Kreativteam Deutschlands – freiberufliche Designer in der AGD“, die AGD-Geschäftsführerin Victoria Ringleb in Berlin präsentierte.
Im Gespräch mit Staatssekretär Hans-Joachim Otto bot sie die Mitwirkung der AGD bei der Entwicklung passender Instrumente zur Wirtschaftsförderung an. Denn der Markterfolg von Produkten hänge mehr und mehr vom Design und Markenwert ab, rein technologischer Vorsprung schmelze in immer kürzerer Zeit, erläuterte dazu der Vorstandsvorsitzende der AGD Andreas Jacobs, der selbst als beratender Designer tätig ist.
Ingesamt sahen die Experten der AGD, größter und fachübergreifender Berufsverband für Designer in Europa, die freiberuflichen Designkollegen als besonders gut gerüstet für die Veränderungen in Arbeitswelt und Wirtschaft: Designer denken und arbeiten lösungsorientiert in komplexen Zusammenhängen und sind weiterbildungsaktiv. Aus ihren informellen Netzwerken entstehen derzeit jene Arbeitsgemeinschaften, die den steigenden Bedarf der Wirtschaft decken und deren zukünftige Anforderungen am Besten erfüllen können. „Wir Designer entwickeln uns weg von den starren Hierarchien in Agenturen hin zu flexiblen Kooperationen auf Augenhöhe“, führt Andreas Jacobs weiter aus.
Dazu brauche es, so die zweite Vorsitzende der AGD, Peggy Stein, bei der Pressekonferenz in Berlin, zügig Aktualisierungen der Rechtslage rund um Urheber- und Geschmacksmusterrecht sowie bei den Kooperationsmöglichkeiten für Freiberufler. In Staatssekretär Otto fand sie hierbei einen Unterstützer: „Wir wollen diese kleinen Einheiten kreativer Köpfe und wir wollen sie nicht in abhängige Beschäftigungsverhältnisse zwingen“, sagte Hans-Joachim Otto. Er dankte der Allianz deutscher Designer AGD für die Initiative, Zahlen eigenständig zu erheben und zur Verfügung zu stellen. Die AGD-Studie 2012 werde im Bundeswirtschaftsministerium geprüft und ergänzend zum eigenen Monitoring der gesamten Kultur- und Kreativwirtschaft ausgewertet.
Der Zeitpunkt für die erste AGD-Studie war gut gewählt, denn die Arbeitswelt befindet sich im Wandel zur Wissensgesellschaft. Unternehmen, die dafür bereits die Innovationskraft der Designbranche nutzen, so AGD-Geschäftsführerin Victoria Ringleb, befänden sich trotz Finanzkrise bereits wieder im Wachstum. Der Wettbewerb über günstigere Preise und damit einhergehend Verzicht auf Margen und Investitionen in Design, habe sich – das zeigten unter anderem Studien aus Großbritannien – nicht bewährt.
Die Allianz deutscher Designer werde deswegen gemeinsam mit Unternehmerverbänden und dem Bundeswirtschaftsministerium daran arbeiten, die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft in einer weltweiten Führungsposition zu halten.
Die wichtigsten Fakten und Erkenntnisse der AGD-Studie 2012 stehen unter http://kurzlink.agd.de/studie-2012 zur Verfügung.











